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Kolumnist: Cornelia Frey

Signale der Entspannung um Nordkorea - DAX legt zu




07.09.17 16:15
Cornelia Frey

- von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion -


 


Südkoreas Präsident Moon Jae In sagte bei einer Veranstaltung im russischen Wladiwostok, es werde keinen Krieg mit Nordkorea geben. Zudem sieht sein russischer Kollege Wladimir Putin auch bei der US-Regierung den Wunsch, den Konflikt zu entschärfen. Für Verhandlungen und eine politische Lösung plädieren darüber hinaus Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.


 


Darüber hinaus einigten sich in den USA Präsident Donald Trump und der Kongress am Mittwoch auf eine Zwischenfinanzierung für die amerikanische Bundesregierung bis zum 15. Dezember. Damit konnte der sogenannte “Government Shutdown” vorerst vermieden werden.


Die Börsianer reagierten auf beide Meldungen erleichtert. So notiert der DAX zur Stunde bei 12.327 Punkten mit 0,9 Prozent im Plus.


 


Zudem stand die EZB-Ratssitzung im Mittelpunkt des Interesses. Die Währungshüter behalten ihren geldpolitischen Ausblick bei. Sie halten an der Option fest, ihr Billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm im Notfall hinsichtlich Umfang und/oder Dauer auszuweiten. Seit März 2015 erwirbt die EZB nun schon Staatsanleihen und andere Wertpapiere, aktuell in einem Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro.


 


EZB-Präsident Mario Draghi hat eine Diskussion über die Zukunft der inzwischen auf 2,28 Billionen Euro angelegten Anleihen-Käufe für Herbst angekündigt. Das Programm läuft eigentlich Ende Dezember aus. Somit bleibt derzeit noch offen, wie es mit den Transaktionen weitergehen soll.


 


Außerdem wurde bestätigt, dass die Schlüsselzinsen weit über die Zeit der Anleihen-Käufe hinaus auf dem derzeitigen Niveau liegen werden. Die Möglichkeit noch niedrigerer Zinsen hatte die Notenbank bereits im Juni aus ihrem Ausblick gestrichen. Der Leitsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der sogenannte Einlagensatz steht sogar bei minus 0,4 Prozent. Banken müssten also Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken würden.


 


An der Wall Street hatten am Mittwoch die Kurse nach Handelsschluss in Europa leicht zugelegt: Alle drei großen Indizes – Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 – gingen mit Kursgewinnen von je 0,3 Prozent aus dem Handel. Die Kurse wurden gestützt vom Konjunkturbericht der US-Notenbank und der vorläufigen Entschärfung des US-Haushaltsstreits.


 


In Fernost tendierten die Börsen uneinheitlich. In Tokio lag der NIKKEI-225-Index 0,2 Prozent im Plus, während sich an den chinesischen Börsen Gewinner und Verlierer die Waage hielten und die Indizes kaum vom Fleck kamen.


 


Produktion der deutschen Firmen stagniert


 


Die Produktion der deutschen Unternehmen tritt zum Start des zweiten Halbjahres auf der Stelle. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten im Juli zusammen genauso viel her wie im vorangegangenen Monat. Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 0,6 Prozent gerechnet


 


Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge spreche die Indikatorenlage dennoch für eine Fortsetzung der positiven Industriekonjunktur.


 


Brasiliens Notenbank senkt Leitzins auf Vier-Jahres-Tief


 


Brasiliens Zentralbank hat den Leitzins auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gesenkt. Der Schlüsselzins liegt jetzt bei 8,25 Prozent. Analysten hatten auch mit einer Senkung in diesem Umfang gerechnet.


 


Die größte Volkswirtschaft Südamerikas wuchs zwischen April und Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Im ersten Quartal hatte es noch ein Plus von einem Prozent gegeben. Allerdings fiel das Wachstum im Frühjahr einen Tick besser aus als von Ökonomen mit 0,1 Prozent erwartet. Impulse kamen vor allem von den Verbrauchern. Sie steigerten ihre Ausgaben erstmals seit zehn Quartalen, und zwar um 1,4 Prozent. Für Schwung sorgten auch anziehende Exporte. Brasilien ist dabei, die größte Rezession des Landes allmählich abzuschütteln.


 


“Beige Book”: US Wirtschaft wächst – geringe Inflation


 


Die US-Wirtschaft ist nach einer Umfrage der US-Notenbank Federal Reserve in den vergangenen Wochen weiter gewachsen. Die Aktivität sei im Juli und der ersten August-Hälfte leicht bis moderat gestiegen, teilte die Fed in ihrem sogenannten “Beige Book” mit. Es gebe dennoch nur wenig Anzeichen für einen Anstieg der Inflation. Mehrere Fed-Bezirke berichteten davon, dass viele Firmen Probleme bei der Suche nach neuen Mitarbeitern auf allen Qualifikationsebenen hätten.


 


Fed-Vize Fischer tritt überraschend zurück


 


Der Vize-Chef der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer, tritt überraschend zurück. Er scheide aus persönlichen Gründen per Mitte Oktober aus, schrieb der 73-jährige in einem Brief an US-Präsident Donald Trump, ohne das näher zu erläutern. Fischers Amtszeit wäre eigentlich erst 2018 ausgelaufen. Jüngst hatte er für Aufsehen gesorgt, als er die US-Regierung eindringlich vor einer Rücknahme der Bankenregulierung warnte. Trump kann die Notenbank nun früher nach seinen Vorstellungen umbauen. Ob er den Vertrag der mächtigen Fed-Chefin Janet Yellen verlängern wird, ist offen. Trump hatte sie im Wahlkampf heftig kritisiert. Ihre Amtszeit endet im Februar 2018.


 


Am Devisenmarkt sorgte Fischers Ankündigung für Verunsicherung.


 


EUWAX SENTIMENT


 


Der Euwax-Sentiment-Index lag am frühen Nachmittag im neutralen Bereich. In dieser Phase war kein klarer Trend beim Handel mit Hebelprodukten auf den DAX erkennbar.


 


TRENDS IM HANDEL


 


Calls auf Alibaba und Daimler gesucht


Knock-out-Calls auf BB Biotech verstärkt gefragt


 


An der Euwax sind heute Knock-out-Calls auf BB Biotech gesucht.


 


Knock-out-Puts auf Gold sind eher auf der Verkaufsseite zu finden.


 


Auch Knock-out-Calls auf den EuroSTOXX 50 wurden überwiegend verkauft.


 


Eine Reihe von Anlegern setzt heute mit Call-Optionsscheinen auf steigende Kurse der Aktien von Alibaba und Tencent.


 


Calls auf Tencent wurden mehrheitlich verkauft.



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
13.167,54 - 13.058,66 - 108,88 - +0,83% 21.11./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 13.526 - 10.403 -
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
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