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Kolumnist: S. Feuerstein

Schlimmer geht immer!




15.09.20 08:38
S. Feuerstein

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Im Falle des Brexits scheint es allerdings ein stetiges Sterben der Hoffnung zu sein. So ist der Austritt Großbritanniens zwar bereits erfolgt. Die „Schonfrist“, in welcher die Austrittsbedingungen ausgehandelt werden sollen, endet nun aber Ende des Jahres. Doch eine Einigung müsste schon viel früher getroffen werden, da diese von den einzelnen EU-Staaten noch abgesegnet werden muss. Somit endet die Frist tatsächlich bereits Anfang Oktober und selbst dann wird die verbleibende Zeit für die Ratifizierung der Bedingungen knapp werden. Normalerweise würde man annehmen, dass der mittlerweile extreme Zeitdruck zu beiderseitigen Zugeständnissen führt. Wer dies annimmt, hat die Rechnung ohne Boris Johnson gemacht!

Negative Einflussfaktoren bestimmen das Bild

Während sich Großbritannien nach der Finanzkrise zunächst geradezu als Musterschüler präsentierte, haben die Wachstumsraten der EU die des Inselstaates seit dem beschlossenen Austritt aus der Europäischen Union deutlich überholt. Und nicht nur das! So stehen die Briten seitdem geradezu als Konjunkturschlusslicht da. Dies hat einerseits natürlich mit dem Brexit und damit auch in besonderer Weise mit dem Britischen Premier Boris Johnson zu tun. Daneben hinterlässt aber auch das desaströse Krisenmanagement bei der Corona-Pandemie deutliche Spuren im konjunkturellen Verlauf.

Trotz zunehmendem Zeitdruck: Ein großer Schritt zurück!

Aber auch bei den Austrittsverhandlungen scheint Johnsons oberste Priorität nicht das Wohl der Briten zu sein. So hat er sich unlängst dahingehend geäußert, bereits beschlossene Eckdaten durch ein Gesetz wieder rückgängig zu machen. Die EU kündigte für diesen Fall rechtliche Schritte an, da ein solches Vorgehen gegen internationales Recht verstößt. Damit wird eine Einigung immer mehr unwahrscheinlich, was sich auch am Kurs des Britischen Pfunds ablesen lässt. Dieses hat nach der Äußerung Johnsons in Bezug auf ein mögliches Gesetz gegen beschlossene Vereinbarungen bereits deutlich an Wert abgegeben. Je wahrscheinlicher der ungeordnete Austritt wird, desto mehr dürfte daher auch das Britische Pfund unter dem Debakel zu leiden haben. Damit könnte der Euro gegenüber dem Pfund in Kürze sogar das markante Zwischenhoch vom Jahreswechsel 2008/2009 überwinden, welches damals bei rund 0,98 GBP markiert wurde.

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
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