Kolumnist: Gerd Bennewirtz

SJB FondsEcho. Jubiläum. Zehnjährig. DNB Technology .




07.09.17 19:53
Gerd Bennewirtz

SJB FondsEcho. DNB Technology.


 


Jubiläum. Zehnjährig.


Im August 2017 feierte der DNB Technology sein zehnjähriges Jubiläum – und es gab allen Grund zur Freude! Mit einer Wertentwicklung von insgesamt +287,99 Prozent in Euro seit FondsAuflage bzw. einer Rendite p.a. von +14,58 Prozent belegt der Fonds den Spitzenplatz im Morningstar-Ranking für Technologie-Fonds über zehn Jahre.


Auch für den globalen Markt der Technologieaktien sieht es derzeit gut aus, wie DNB-FondsManager Anders Tandberg-Johansen berichtet: Der Technologiesektor schloss den Monat Juli positiv ab und gehört damit zu den besten Sektoren seit Jahresanfang. Die ursprünglich im Markt vorherrschende Unsicherheit über die Unternehmensberichte des zweiten Quartals löste sich auf, nachdem die recht hohen Erwartungen der Marktteilnehmer insgesamt erfüllt werden konnten. Der Norweger, der das in Oslo basierte DNB-Managementteam für globale Technologieaktien leitet, geht mit seinen Ausführungen weiter ins Detail: So legten die Aktien von Baidu nach der Veröffentlichung starker Quartalszahlen und guter Aussichten zu. Das chinesische Unternehmen fährt seine verlustbringende Division O2O zurück und stellte für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum von über 30 Prozent in Aussicht. Auch Aktien von elektronischen Zahlungsanbietern hielten sich gut, wobei dem DNB Technology seine Positionen bei Paysafe und Wirecard zugutekamen. Zuletzt überzeugte Technologieriese Apple die Märkte mit über den Erwartungen liegenden Ergebnissen und einer Erhöhung der Gewinnprognose für das dritte Quartal. Tandberg-Johansen beobachtet aktuell eine positive Grundstimmung innerhalb des Technologiesektors. Im Zuge der Verbesserung des weltweiten Wirtschaftswachstums ist er weiter optimistisch für die Kursentwicklung von Technologieaktien, auch wenn mittlerweile hohe Erwartungen eingepreist sind.


Wie der Marktstratege betont, bleibt der weltweite Technologie-Sektor eine von schnelllebigen Entwicklungen geprägte Branche. Die Mediennutzung wie auch die Übermittlung digitaler Inhalte sind ständigen Veränderungen unterworfen, weshalb FondsManager sehr flexibel agieren müssen. In kürzester Zeit verschwinden bekannte Kommunikationsmittel und machen neuen Medien Platz, der Siegeszug der Smartphones oder das Verschwinden klassischer Fernsehgeräte sind Beispiele dafür. Entsprechend schnell wandeln sich die Favoriten im Unternehmenssektor, was hohe Anforderungen an die Aktienselektion stellt. In seinem aus drei Marktexperten bestehenden DNB-Technologieteam wird Tandberg-Johansen deshalb durch Sverre Bergland und Erling Thune unterstützt. Der DNB Technology Fund (WKN A0MWAN, ISIN LU0302296495) wurde am 16. August 2007 aufgelegt und gehört zu den langfristig erfolgreichsten Technologiefonds. In der letzten Dekade konnte das Produkt eine hohe jährliche Mehrrendite von über sechs Prozentpunkten gegenüber der Benchmark erzielen: Während der DNB Technology eine Rendite p.a. von +14,58 Prozent auf Eurobasis ausweist, kommt der kombinierte Referenzindex, der sich aus dem MSCI Technology (66 Prozent), dem MSCI Media (12 Prozent) und dem MSCI Telecom (22 Prozent) zusammensetzt, nur auf einen jährlichen Wertzuwachs von +8,48 Prozent. Das FondsVolumen des DNB Technology hat stetig zugelegt und liegt aktuell bei 374,26 Millionen Euro. Wie sieht die Investmentstrategie des norwegischen Technologiefonds im Detail aus?


 


FondsStrategie. Stockpicking. Fundamental.


Der DNB Technology strebt einen langfristigen Kapitalzuwachs an, indem er weltweit in Aktien aus den Sektoren Technologie, Medien und Telekommunikation investiert. FondsManager Anders Tandberg-Johansen trifft seine Anlageentscheidungen unabhängig von der Benchmark und ist an keine Vorgaben bei der Länder- und Titelallokation gebunden. Seine Anlagestrategie basiert auf einem klassischen, fundamental orientierten Stockpicking und lässt sich von kurzfristigen Trends und Hypes wenig beeindrucken. Vielmehr kommt der Bewertung von Aktien auf Basis der Unternehmens- und Bilanzkennzahlen die zentrale Rolle zu. Technologieexperte Tandberg-Johansen betont, dass seine Titelauswahl auf den vier Eckpfeilern Thema, Wertschöpfung, Bewertung und Momentum beruht. So suche sein Team stets nach langfristigen Trends im TMT-Universum (Telekommunikation, Medien und Technologie), um die für die veränderlichen Branchentrends am besten und am schlechtesten positionierten Titel zu finden. Der rapide Wandel in diesem Sektor erfordere eine gründliche Kenntnis von Branchenthemen und -trends, die ein wesentliches Element des Anlageprozesses und damit die Grundlage für das Titelscreening bilden. Nach dem Screeningprozess werde das Wertschöpfungspotenzial betrachtet, so der FondsManager weiter. Die wichtigsten Parameter seien dabei Erfolgsnachweise des Managements, die relative Positionierung innerhalb der Branche sowie die Eintrittsbarrieren, die Produktnachfrage und die Lagerbestände. Bei der nachfolgenden Analyse des Bewertungsniveaus liege der Fokus auf der Erfassung zukünftiger Preistrends durch eine möglichst frühzeitige Erkennung der Werthaltigkeit. Zuletzt beobachtet das DNB-Managementteam sorgfältig das kurzfristige Gewinnmomentum der Titel samt den dazugehörigen Markterwartungen. Welche Portfoliostruktur resultiert aus dieser Vorgehensweise?


 


FondsPortfolio. US-Aktien. Favorisiert.


Die Aktien im Portfolio des DNB Technology sind zu rund zwei Dritteln in den USA beheimatet (65,03 Prozent). Den zweiten Platz in der Länderallokation belegt Schweden, wo 9,97 Prozent des FondsVermögens investiert sind. Aktien aus China nehmen 7,03 Prozent des FondsVolumens ein, in Großbritannien sind 5,72 Prozent des Portfolios investiert. 4,55 Prozent der Bestände werden von Unternehmen aus Deutschland repräsentiert, Technologiefirmen aus Frankreich liegen mit 2,24 Prozent dahinter. Norwegen (1,78 Prozent) und Südkorea (1,49 Prozent) besitzen den Status einer Beimischung, Aktien aus Kanada (1,18 Prozent) und Japan (1,00 Prozent) runden das Länderportfolio ab. Die Sektorengewichtung des DNB-Fonds setzt einen klaren Schwerpunkt: Technologietitel bilden mit 85,39 Prozent das Rückgrat des Fonds, zyklische Konsumwerte nehmen 5,12 Prozent der FondsBestände ein. Zudem werden dem Portfolio kleinere Bestände von Industrietiteln (3,81 Prozent), Telekommunikationswerten (3,26 Prozent) sowie Finanzdienstleistern (2,42 Prozent) beigemischt.


Welche Einzeltitel sind die aktuellen Favoriten von FondsManager Tandberg-Johansen? Größte Einzelposition des DNB Technology ist der US-Internetkonzern Alphabet (ehemals Google) der 7,70 Prozent des Portfolios ausmacht. Für den Marktexperten gehört das Unternehmen zu den Branchenriesen des Technologiesektors, die einen fast schon „defensiven Charakter“ besitzen und neben ihrer Wachstumsdynamik auch durch das günstige Bewertungsniveau überzeugen. Ganz vorn unter den Top 10 liegen auch der US-Softwareriese Microsoft (7,40 Prozent) sowie der Chiphersteller Intel (6,77 Prozent). Unter den zehn größten Einzelpositionen nicht mehr vertreten sind hingegen der US-Computerkonzern Apple sowie die südkoreanische Samsung Electronics.


 


FondsVergleichsindex. Korrelation. Deutlich.


Der DNB Technology Fund wird in unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse dem Dow Jones World Technology Index als Benchmark gegenübergestellt. Die Korrelation zwischen dem Fonds und dem weltweit investierten Index für den Technologiesektor ist deutlich und liegt über drei Jahre bei 0,90, für ein Jahr bleibt sie unverändert bei diesem Wert. Die Kursentwicklung verläuft damit weitgehend parallel, wie auch der Blick auf die Kennzahl R² beweist. Diese liegt für drei Jahre bei 0,82, über ein Jahr fällt sie mit 0,81 kaum niedriger aus. Damit haben sich mittelfristig 18 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 19 Prozent. Hier zeigt sich, dass FondsManager Tandberg-Johansen zuletzt etwas stärker von der Benchmark abgewichen ist und vermehrt von seiner Möglichkeit zur individuellen Titelselektion Gebrauch gemacht hat. Der Tracking Error fällt mit 6,29 Prozent über drei Jahre und 2,45 Prozent auf Jahressicht sehr moderat aus. Das vom Fonds eingegangene aktive Risiko ist demnach als gering zu veranschlagen - welche Kursschwankungen hat das DNB-Produkt aufzuweisen?


 



 


FondsRisiko. Beta. Geringer.


Der DNB Technology legt über drei Jahre eine leicht niedrigere Schwankungsneigung als sein Vergleichsindex an den Tag. Mit 17,19 Prozent liegt die „Vola“ des aktiv gemanagten Aktienfonds noch unterhalb der 17,27 Prozent, die der Dow Jones World Technology Index zu verzeichnen hat – ein positives Szenario aus FondsPerspektive. Kurzfristig kehrt sich das Bild um: Über zwölf Monate beträgt die Volatilität des Fonds 11,83 Prozent, während die Benchmark mit 10,54 Prozent die geringeren Schwankungen aufweist. Insgesamt befindet sich die Volatilität des in dem sehr schnelllebigen Technologiesektor aktiven DNB-Fonds auf einem moderaten Niveau. Die längerfristig niedrigere Schwankungsintensität ist ein positiver Effekt der Schwerpunktlegung von FondsManager Tandberg-Johansen auf die weniger schwankungsanfälligen Branchenriesen und sorgt für eine attraktive Risikostruktur.


In der Konsequenz weist der Technologiefonds ein klar unter Marktniveau liegendes Beta von 0,92 über drei Jahre auf. Die Risikokennziffer, die die Wertschwankungen von Fonds und Index vergleicht, legt für ein Jahr auf 1,10 zu. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über die letzten drei Jahre beweist, dass sich der DNB Technology in der großen Mehrheit der Fälle weniger volatil zeigte: In 30 der 36 untersuchten Einzelzeiträume lag die Risikokennziffer unter dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte bis zutiefst 0,70 an. Lediglich in sechs der analysierten Intervalle fielen die Schwankungen stärker aus, wobei ein Beta von 1,11 in der Spitze verzeichnet wurde. Damit verfügt der DNB-Fonds über das deutlich günstigere Risikoprofil im Vergleich zur SJB-Benchmark aus dem Technologiesektor. Können die Renditeergebnisse in ähnlicher Weise überzeugen?


 


FondsRendite. Alpha. Erzielt.


Per 5. September 2017 hat der DNB Technology Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +70,29 Prozent in Euro zu verzeichnen. Eine höchst attraktive Performance, die einer Rendite von +19,40 Prozent p.a. entspricht. Um einiges schwächer schnitt die von der SJB ausgewählte Benchmark Dow Jones World Technology ab: Für drei Jahre kommt der Index auf einen Wertzuwachs von +56,81 Prozent bzw. ein jährliches Plus von +16,16 Prozent in Euro. Beim Wechsel auf den kurzfristigen Zeithorizont muss der norwegische Technologiefonds Platz eins im Renditewettstreit abgeben: Hier kann FondsManager Tandberg-Johansen mit seinem Aktienportfolio eine Performance von +14,77 Prozent in Euro generieren, während der weltweite Technologie-Index eine Wertentwicklung von +19,46 Prozent auf Eurobasis zu verzeichnen hat. Insgesamt sorgt die längerfristig erzielte und auch in ihrer absoluten Höhe beeindruckende Mehrrendite des DNB-Fonds dafür, dass dieser den Performancevergleich als Gesamtsieger abschließt.


Die Qualität des Fonds zeigt sich gleichermaßen an der Renditekennziffer Alpha, die über drei Jahre bei 0,33 und damit klar im grünen Bereich liegt. Auf Jahressicht rutscht die Kennzahl mit einem Wert von -0,48 ins Minus. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich der Alpha-Werte über drei Jahre zeigt sich, dass der DNB-Technologiefonds in der Mehrzahl der Fälle einen attraktiven Renditevorsprung zur Benchmark erwirtschaftete. In 27 von 36 analysierten Einzelzeiträumen lagen die Alpha-Werte im positiven Bereich und erreichten einen Wert von 1,07 in der Spitze. Lediglich in neun Perioden fiel das Alpha negativ aus und schwächte sich bis zutiefst -0,48 ab. Die Quintessenz: Mit seinem Portfolio ausgewählter globaler Technologieaktien schlägt FondsManager Tandberg-Johansen mehrheitlich den Referenzindex und geht trotz dieser attraktiven Performancestruktur kein übermäßiges Risiko ein. Die Information Ratio des DNB-Produktes befindet sich mit 0,44 über drei Jahre ebenfalls im positiven Bereich und belegt abschließend das überzeugende Rendite-Risiko-Profil des Fonds.


 


SJB Fazit. DNB Technology.


Rechtzeitig zu seinem zehnjährigen Jubiläum kann der DNB Technology Fund mit ausgezeichneten Performancezahlen aufwarten und seine Konkurrenten aus dem Bereich der globalen Technologiefonds weit hinter sich lassen. DNB-Marktexperte Tandberg-Johansen hat eine besondere Fähigkeit, die neuesten Entwicklungen im schnelllebigen Bereich von Medien, Internet und Telekommunikation aufzuspüren und in die richtigen Investmententscheidungen umzusetzen. Für den FondsAnleger, der langfristig erfolgreich im wachstumsstarken Markt der Technologieaktien agieren will, bleibt der DNB Technology auch künftig erste Wahl.


 


 


Erläuterungen


 


Alpha


Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Das Alpha beziffert jenen Teil der FondsRendite, der auf aktive Titelauswahl zurückzuführen ist. Je höher das Alpha, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt. Beispiel: Ein Alpha von 5,0 zeigt an, dass der Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark in den gewählten Betrachtungszeiträumen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 5,0 Prozent erzielt hat. Ein positives Alpha deutet darauf hin, dass durch aktives Portfoliomanagement eine Mehrrendite für den Investor erwirtschaftet wurde. Insofern ist die Kennziffer ein Leistungsindikator für erfolgreiches FondsManagement. Gerade im Wettbewerb mit passiven ETFs ist das Alpha das Aushängeschild für Fonds.


 


Beta


Gilt als Risikomaß. Das Beta ist ein Indikator dafür, wie stark die Erträge eines Fonds tendenziell auf Wertschwankungen am Markt reagieren. Die Kennzahl bemisst die relative Volatilität eines Investmentfonds in Bezug auf den Gesamtmarkt. Anders ausgedrückt: Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Benchmark. Deshalb wird bei der Investmentanalyse einem Index als Repräsentant des Marktes der feste Wert Beta = 1 zugesprochen. Hat ein Fonds ein Beta von 1, ist sein Risiko identisch mit demjenigen des Index. Ein Beta > 1 bedeutet, das FondsRisiko ist überproportional, seine Wertschwankungen sind ausgeprägter. Ein unter 1 liegendes Beta lässt auf geringere Kursschwankungen eines Fonds schließen, er ist risikoärmer. Ein Beispiel: Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht sie 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein hohes Beta bedeutet potentiell höhere Erträge, aber auch ein gesteigertes Risiko. Ein niedriges Beta zeigt an, dass der Fonds potentiell geringere Erträge erzielt, dabei aber auch ein niedrigeres Risiko eingeht. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich der Fonds gegenläufig zur Marktentwicklung verhält.


 


Dividendenrendite


Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung einer Aktie und misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Anteil an der Unternehmensleistung erhalten Aktionäre in Form der Dividende. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Hohe Dividendenrenditen können die starke Ertragskraft eines Unternehmens anzeigen, umgekehrt aber auch problematisch sein, da die ausgeschütteten Beträge nicht für Investitionen zur Verfügung stehen.


 


Information Ratio


Die Information Ratio ist eine Kennziffer zur Beurteilung der Managementqualität eines Fonds. Sie wird errechnet, indem man die Überrendite (aktive Rendite) durch das aktive Risiko teilt. Insofern ist sie das Barometer für den risikobereinigten Ertrag. Die aktive Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen, das aktive Risiko anhand des Tracking Errors. Die Kennzahl liefert eine Aussage, ob das eingegangene Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt ist. Ist die Information Ratio positiv, ist dies der Fall. Je höher der Wert, desto besser ist das Management von Rendite und Risiko des untersuchten Fonds.


 


Korrelation


Die Korrelation ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Die Korrelationskennziffer gibt Richtung und Stärke des Zusammenhangs an und liegt dabei in einer Bandbreite zwischen 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gleich verläuft, und -1,0 für Investments, deren Wertentwicklung sich genau entgegengesetzt darstellt. Bei einer Korrelation von 0,0 besteht keinerlei Übereinstimmung. Die Kennzahl macht eine Aussage zur strukturellen Abhängigkeit der Wertentwicklung eines Fonds von seinem Vergleichsindex. Weisen Fonds und Index eine hohe Korrelation auf, werden sie auf dieselben Marktrisiken und -entwicklungen ähnlich reagieren. Die Korrelation sollte im Zusammenhang mit dem Beta-Faktor betrachtet werden und gibt dessen Güte an. Je höher die Korrelationskennziffer an 1 oder -1 heranreicht, desto größer ist die Aussagekraft des Beta-Faktors.


 


Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)


Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Die Aussagekraft der Bücher kann je nach Branche variieren und ist bei Industriefirmen beispielsweise höher als im IT-Sektor. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Division des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Wenn der Aktienkurs dem Buchwert entspricht, wird die Aktie zu ihrem „fairen Wert“ gehandelt.


 


Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)


Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, indem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und das Begleichen von Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.


 


Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)


Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV wird an der Börse als Einstiegssignal in die Aktie interpretiert. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufwärtspotenzial. Liegt das KGV eines Titels hingegen über dem Marktdurchschnitt, kann dies als Ausstiegssignal gewertet werden. Die Aktie gilt als überbewertet, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt, ist hoch. Im Falle korrigierter Gewinnerwartungen kann das KGV zu Fehlinterpretationen führen, da optisch niedrige Kennzahlen die Ertragssituation des Unternehmens nicht mehr richtig wiedergeben.


 



Die Kennzahl R² baut auf der Korrelation auf. Sie drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Ein R² von 0,7 bedeutet, dass 70,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist bzw. 30,0 Prozent auf die aktive Auswahl von Aktien zurückgeführt werden können. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr dieses auf aktivem FondsManagement basiert. R² hilft also, den Grad sowie die Qualität der FondsManageraktivität einzuordnen.


 


Sharpe Ratio


Die Sharpe Ratio ist ein Maß für das Gesamtrisiko eines Fonds, da sie die Rendite ins Verhältnis zum absoluten Risiko des Fonds setzt. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die Überschussrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Liegt die Sharpe Ratio eines Fonds bei 0,40 und damit im positiven Bereich, ist dies ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition rentabler ist als die Platzierung des Kapitals am Geldmarkt. Ein negativer Wert bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt. Zu beachten bei der Interpretation dieser Kennzahl ist, dass sich die Definition eines „risikolosen“ Zinses im Zuge der Finanzkrise massiv gewandelt hat. Streng genommen sind risikolose Investments gar nicht mehr existent.


 


Tracking Error


Der Tracking Error ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Zur Berechnung wird die Standardabweichung der Differenzrendite zwischen dem Fonds und seiner Benchmark ermittelt. Insofern wird der Tracking Error auch als Indikator für aktives Risiko verstanden und dient neben Alpha als Grundlage für die Berechnung der Information Ratio. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.


 


Value-at-risk (VAR)


Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.


 


Autor:


Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die wöchentlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.


 
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