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Kolumnist: Marc Nitzsche

Der Rohstoff der Zukunft?




24.08.05 17:47
Marc Nitzsche

Quelle: http://www.rohstoff-trader.de    

Anfang der Achtziger Jahre trällerte eine Neue-Deutsche-Welle-Eintagsfliege ....und kostet der Liter Sprit auch 2,10 Mark, scheißegal es wird schon gehen!.. Was damals als provokanter Witz gedacht war, ist heute leider längst traurige Realität geworden. Explodierenden Rohölnotierungen und steigende Steuerlast haben die Benzinpreise in den letzten Jahren sogar noch auf ein deutlich höheres Niveau gehievt. Insofern erstaunt es nicht, dass seit einiger Zeit die Suche nach Ersatztreibstoffen Hochkonjunktur hat.


 


Ethanol und Biodiesel im Kommen!


 


 Erste, durchaus positive Erfahrungen mit der Beimischung von Ethanol zum Benzin haben die Vereinigten Staaten, Frankreich und Schweden gemacht. Demnächst wird der eigentlich nicht unbedingt als Umweltschutzfanatiker bekannte US-Präsident Bush sogar ein neues Energiegesetz verabschieden, wodurch die Verwendung von Alkohol als Treibstoff weiter forciert werden soll. Gewonnen wird Ethanol durch Gärung primär aus Zucker aber auch aus Getreide wie Mais. Dabei lassen sich Fahrzeuge sogar mit reinem Alkohol betreiben, wenn kleinere technische Veränderungen vorgenommen werden. Angesichts solcher Perspektiven frohlocken nicht nur die Maisfarmer im amerikanischen “Corn Belt“. Vor allem Brasilien, seines Zeichens größter Zuckerproduzent weltweit, träumt bereits davon künftig ein zweites Saudi- Arabien werden zu können - nur eben für Ethanol statt Erdöl. Am Ausbau der Produktionskapazitäten sollte dieses ambitionierte Ziel jedenfalls nicht scheitern. Gegenwärtig wird gerade einmal auf zwei Prozent der potenziell nutzbaren Fläche Zuckerrohr angebaut. Experten rechnen damit, dass sich bis 2010 die zum Antrieb von Motoren verwendete Menge Alkohol auf jährlich 57 Milliarden Liter mehr als verdoppeln könnte. Bewegung dürfte in den Markt vor allem dann kommen, wenn Ethanol auch in Ländern wie Deutschland populär wird, wo bislang - wenn überhaupt - nur Biodiesel seinen Weg in die Autotanks findet.


 


Nicht der Weisheit letzter Schluss!


 


Bei aller Euphorie sollten jedoch einige problematische Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Die Verwendung von Ethanol führt zu einem sehr viel höheren Kraftstoffverbrauch, weil aus Alkohol nur etwa halb so viel Energie gewonnen werden kann wie aus herkömmlichem Benzin. Außerdem verschlingt die Erzeugung mehr fossile Energie, als der Sprit am Ende wieder frei setzt. Von daher dürften sich langfristig wohl eher Brennstoffzellen oder andere alternative Antriebstechniken durchsetzen.  


 


Wir setzen daher im Rohstoff-Trader vorerst auf andere Rohstoffe – auf welche, erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe. Erhalten auch Sie konkrete Empfehlungen für Hebelzertifikate und Optionsscheine auf Rohstoffe sowie Rohstoff-Aktien.


 


 


Viel Erfolg wünscht


 


Ihr
Marc Nitzsche,
Chefredakteur Rohstoff-Trader,
http://www.rohstoff-trader.de



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