Kolumnist: Feingold-Research

Palladium vor Comeback?




09.10.18 10:45
Feingold-Research

Die Preise für Edelmetalle leiden unter einem schwierigen Umfeld. Insbesondere der schwelende Handelsstreit zwischen den USA, China und Europa setzt ihnen zu. Als Hort der Sicherheit sind sie derzeit nicht gefragt und auch die industrielle Nachfrage beginnt zu schwächeln. Anleger greifen zum Turbo-Bull MF2XTY mit 4er Hebel, offensiver mit der WKN VA500A

 


Palladium wurde in der Autobranche in den vergangenen Jahren als günstiger Ersatz für Platin beim Einsatz in Katalysatoren gefeiert. Zu Beginn des Jahres kletterte der Preis für das begehrte Edelmetall sogar auf ein 17-Jahreshoch, aktuell notiert Palladium mit knapp 1.000 US-Dollar leicht darunter, aber immer noch oberhalb des Platinpreises. Das könnte mittelfristig zu einem Schwenk führen, so dass wieder mehr Platin statt Palladium von den Autobauern nachgefragt wird. Weil Palladium vorwiegend in Katalysatoren von Benzinmotoren eingesetzt wird und diese sich derzeit besser als Dieselfahrzeuge verkaufen, bleibt die Palladiumnachfrage stabil. Die Automobilindustrie ist der größte Abnehmer dieses Edelmetalls.


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Doch wie gesättigt ist der Automobilmarkt insgesamt und wie wird sich die Palladiumnachfrage entwickeln? Die jüngsten Zahlen aus China lassen aufhorchen: Die Pkw-Verkäufe im August waren laut der China Passenger Car Association (CPCA) um 7,4 Prozent gesunken. Das war der dritte Monat in Folge mit einem Rückgang, wobei er sich gegenüber den Vormonaten beschleunigt hat. Damit ist das Plus auf dem weltgrößten Automarkt für die ersten acht Monate des Jahres auf nur mehr 0,8 Prozent zurückgegangen.


Handelsstreit bleibt ein Belastungsfaktor

Hinzu kommt der Handelsstreit mit den USA, bei dem neue Strafzölle drohen. Das könnte dem chinesischen Automobilmarkt weiter zusetzen, zumal China im vergangenen Monat erst wieder einen Rekordüberschuss mit den USA erzielte. US-Präsident Trump könnte dies zum Anlass nehmen, um die Strafzölle weiter zu verschärfen. Da auch China Gegenmaßnahmen angekündigt hat, dürfte die globale Konjunktur unter dem Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt leiden und im speziellen eine sinkende Automobilnachfrage bedeuten.


Interesse an Palladium stark gesunken

In diesem Umfeld meiden auch Finanzinvestoren Rohstoffinvestments, die von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Dazu zählt auch Palladium aufgrund der Einsatzmöglichkeiten in der Autoindustrie. Die Bestände an Palladium-ETFs, wie sie von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfasst werden, sind daher auf das niedrigste Niveau seit 2009/2010 gefallen. Sie sind seit einem Jahr auch prozentual deutlich stärker gesunken als die ETF-Bestände anderer Edelmetalle: um mehr als 30 Prozent.


Gleichzeitig ist auch an den US-Terminmärkten das Interesse an Palladium zuletzt stark zurückgegangen. Die Netto-Long-Positionen, also die Differenz zwischen den Long- und Short-Positionen, liegen kaum noch im Plus – ein sehr niedriges Niveau. Eine solche Situation hat aber in der Vergangenheit zu einer Stabilisierung beziehungsweise Erholung des Palladiumpreises geführt. Als die Palladiumbestände der Terminmarktanleger 2012 und 2016 ebenfalls so niedrig waren wie derzeit, stabilisierte und erholte sich der Preis über die kommenden Monate. Allerdings stieg im Anschluss gleichzeitig auch das Interesse an Palladium und die Netto-Long-Positionen legten wieder kräftig zu.


Quelle: Ophirum, eigene Recherche



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