Kolumnist: Feingold-Research

Ölpreis unter Druck




06.10.17 10:25
Feingold-Research

Zu Beginn der neuen Handelswoche gerieten die Preise der beiden Rohölsorten Brent und WTI deutlich unter Druck. Profitieren konnte hiervon beispielsweise die Inliner SC4Z2Z und SC3GWQ auf Brent aus unserer Produktauswahl, beide Papiere haben nun wieder ordentlich Luft in beide Richtungen. Äußerst attraktiv auch die Inliner SC1ZKG und SC14XD auf WTI. Doch werfen wir auch noch einen Blick auf die Analyse von Vontobel zur aktuellen Situation auf dem Ölmarkt.

Die Ölpreise zeigten sich in den vergangenen Wochen überwiegend in Hausse-Laune. Für Unterstützung sorgten unter anderem die zwischenzeitliche Beeinträchtigung der US-Ölproduktion während der Hurrikan-Saison, aber auch Anzeichen für eine Belebung der weltweiten Ölnachfrage. Negative Nachrichtenimpulse wie steigende US-Öllagerbestände wurden von den Marktteilnehmern weiter kaum beachtet.


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o%cc%88l_rohstoffe2Zu Wochenbeginn hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Rohöl stand aus mehreren Gründen wieder unter Verkaufsdruck. Ein Barrel für die Nordseesorte Brent verbilligte sich auf unter 56 US-Dollar. In der Woche zuvor hatte der Preis noch mit der 60-Dollar-Marke geliebäugelt. Und US-Leichtöl der Sorte WTI näherte sich wieder der 50-Dollar-Schwelle. Zum einen drückte der stärkere US-Dollar auf die Notierungen, ferner sorgte eine höhere OPEC-Produktion für Verkaufsstimmung.


So hat sich laut Reuters die OPEC-Produktion im September um 50.000 Barrel täglich erhöht. Die Umsetzung der OPEC-Produktionskürzung liegt bei 86 Prozent, wie Analysten der Commerzbank ergänzten. Die recht hohe Umsetzung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur die Übererfüllung der Kürzungen durch Saudi-Arabien und Angola hierfür sorge, während etwa die Vereinigte Arabische Emirate, Ecuador und der Irak die Kürzungen nur zu circa 30 Prozent umgesetzt hätten, führte Ölanalyst Eugen Weinberg aus. „Eine schwache Förderdisziplin innerhalb der OPEC und die Ausnahmen für Libyen und Nigeria dürften letztlich dafür sorgen, dass die OECD-Lagerbestände nicht ganz so schnell sinken wie erwartet“, befürchtet Weinberg.


Rohstoffe_ÖlMarktbeobachter erklärten den jüngsten Rückgang vor allem des WTI-Ölpreises aber auch mit der Entwicklung der aktiven Bohrlöcher in den USA. Nach Angaben der Ausrüsterfirma Baker Hughes vom Freitagabend ist die Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA in der Vorwoche um sechs auf 750 gestiegen. Es war der erste Zuwachs seit sieben Wochen und könnte ein Hinweis auf ein steigendes Angebot in den USA sein. Die Analysten der Commerzbank gehen weiter davon aus, dass diese noch im Herbst mit über 9,6 Mio. Barrel täglich auf den höchsten Stand seit 1970 steigen wird.


Quelle: Vontobel / eigene Recherche



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