Kolumnist: Feingold-Research

Öl-Investmentidee mit 38 Prozent Seitwärtsrendite




14.07.17 08:48
Feingold-Research

Erdöl ist ohne Frage der für eine Volkswirtschaft wichtigste Rohstoff. Auch in unsere ISIN-Liste nehmen wir immer wieder verschiedene Zertifikate auf Öl auf, beispielsweise den Inliner SC3GVY auf Brent (hoher Abstand zu Barrieren und maximale Rendite von 145 Prozent) oder den Discount-Call PB9UJ4 mit einer Seitwärtsrendite von knapp 38 Prozent bis Oktober. Öl ist auch in vielen Rohstoffindizes hoch gewichtet, wobei zahlreiche Indizes mittlerweile aber so konstruiert sind, das Öl eine weniger dominierende Stellung einnimmt. Daher kann mit ETFs auf Rohstoffindizes auch gut in andere Rohstoffe investiert werden. 

Vor einigen Monaten verkündete das OPEC-Kartell, die Fördermenge insgesamt um 1,8 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren. Ziel des Kartells war es, die angebotene Menge auf dem Markt einzuschränken, die hohen Lagerbestände abzubauen und somit den Ölpreis zu stabilisieren. Dennoch fiel der Preis die letzten drei Monate um knapp 15 Prozent und das in einer Zeit, in der in vielen Ländern die Writschaft brummt, die Nachfrage also eigentlich den Preis in die Höhe treiben sollte. Mit verantwortlich sind hier sicherlich Nachrichten über steigende Fördermengen aus den USA.


Trotz – oder gerade wegen – der aktuell niedrigen Preise,  erfreuen sich Anlagemöglichkeiten mit Öl als Basiswert immer noch einer sehr hohen Beliebtheit. Neben den oben vorgestellten Produkten finden sich in unsere ISIN-Liste weitere Anlageideen auf Öl, thematisieren möchten wir aber heute Rohstoff-ETFs.


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Öl_rohstoffeDer Vorteil von Rohstoff-ETFs ist: Sie gehören zum Sondervermögen und sind besonders geschützt. Der sogenannte Swap-Anteil in diesen ETFs, bei dem Rohstoffe mit anderen Kontrahenten getauscht werden, ist auf zehn Prozent beschränkt. Das ist auch gut so, denn dieser Anteil am ETF unterliegt einem Ausfallrisiko. In der Regel wird die Maximalgrenze aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Ein Rohstoff-ETF bildet grundsätzlich einen Index ab, der mehrere Rohstoffgattungen enthält. Bei Einzel-Rohstoffen gibt es einige Besonderheiten zu beachten, die der Name verdeutlicht.


Denn viele Einzel-Rohstoffe werden als ETCs, also Exchange Traded Commodities geführt, funktionieren dem Grundsatz nach aber wie ETFs. Sie bilden die Preisbewegungen aus dem Rohstoff auch annähernd 1:1 ab. Rein rechtlich gesehen sind sie jedoch Inhaberschuldverschreibungen und damit kein Sondervermögen, das besonders geschützt ist – zumindest nicht in Deutschland. In der Schweiz reicht eine physische Besicherung für den Fondsstatus aus, aber in Deutschland nicht. Der Oberbegriff für ETFs und ETCs sind ETPs – Exchange Traded Products.


In der aktuellen Situation birgt ein Investment in Öl allerdings ein gewisses Risiko. Sollte die Mitgliedsstaaten des OPEC-Kartells sich zukünftig nicht mehr an die Abmachung halten die Fördermenge gering zu halten, könnte der Ölpreis erneut unter Druck geraten. Hier kann es sinnvoll sein, das Risiko ein wenig zu streuen. Der Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (WKN LYX0A9) bildet den Referenzindex Stoxx Europe 600 Oil & Gas so genau wie möglich ab. Ein Investment in diesen Index ist also sehr energielastig mit einer Beimischung aus anderen Rohstoffen, was den ETF robuster macht gegenüber reinen Investments in Öl. Sollten die Energiepreise generell steigen, würde dieser Index davon profitieren.



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