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Kolumnist: Sabine Traub

Nordkorea-Konflikt lastet auf Aktienmarkt




12.08.17 08:03
Sabine Traub

Euwax bonds

IFO: WELTWIRTSCHAFTSKLIMA LEICHT GEDÄMPFT                                        

Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea belasteten auch am Donnerstag den Aktienmarkt. Der DAX rutschte unter die Marke von 12.100 Punkten. Besonders heftig erwischt es die Banken. Commerzbank und Deutsche Bank gaben deutlich nach. Hintergrund waren Befürchtungen, dass der Konflikt zu einer Verzögerung von Leitzinserhöhungen seitens der US-Notenbank Fed führen könnte.
US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea für den Fall weiterer Provokationen mit "Feuer und Zorn" gedroht, wie es die Welt noch nie gesehen habe. Die Führung in Pjöngjang drohte ihrerseits mit einem Präventivschlag auf die rund 3.400 km entfernte US-Pazifikinsel Guam, auf der sich auch eine Militärbasis befindet. Die Heftigkeit der Formulierungen in dem Konflikt nimmt zu. Dadurch sind auch viele Börsianer beunruhigt. Nordkorea hatte zuletzt immer wieder Raketentests durchgeführt und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass einige der Flugkörper, welche auch mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden könnten, amerikanisches Festland erreichen würden.
 
Dem ifo-Institut zufolge habe die globale Konjunktur im Sommer einen kleinen Dämpfer erhalten. Die Weltwirtschaft dürfte sich im zweiten Halbjahr etwas gedrosselt erholen.
Das Barometer des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) für die Weltwirtschaft gab im dritten Quartal um 0,3 auf 12,7 Punkte nach. Die Forscher aus München hatten im Juli insgesamt 1.123 Experten aus 121 Ländern befragt. Demnach werde zwar die aktuelle Lage deutlich besser beurteilt, als noch im April - der Index der Lagebeurteilung steigt auf 12,0 Punkte. Der Index der Konjunkturerwartungen geht allerdings auf 13,4 Zähler zurück.
Das Klima verbesserte sich vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften etwas, und dort insbesondere im Euroraum. Nur in Großbritannien kam es zu einem regelrechten Einbruch von plus 4,7 auf minus 46,3 Saldenpunkte. Dämpfend wirkten zudem die Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Konjunkturerwartungen trübten sich in nahezu allen Weltregionen ein.







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