Kolumnist: Feingold-Research

Nordex und SMA Solar trotzen den Bären




02.02.18 09:00
Feingold-Research

Aktionäre hatten am Donnerstag in Frankfurt keinen schönen Tag. Während das Momentum an den US-Börsen drehte, zum Beispiel bei Facebook, nahm die Korrektur beim DAX seinen Lauf. Im Tief fiel der Index unter 13.000 Punkte. Wir blicken auf die aktuelle Lage und stellen die Relative-Stärke vor. Dort überzeugen derzeit Nordex und SMA Solar. Unsere Favoriten unter Discountern sind die PP2QS6 und DD19JC

Fed-Chefin Janet Yellen übergibt nach vierjähriger Amtszeit in den kommenden Tagen offiziell den Staffelstab an ihren Nachfolger Jerome Powell. Wie erwartet hielten die Notenbanker am Mittwoch die Füße still, zumal auch nur ein Statement veröffentlicht wurde und keine Pressekonferenz folgte. Spannend wird es wieder auf der nächsten Sitzung am 21. März: Bisher geht der Markt davon aus, dass Powell die gelpolitische Strategie von Yellen fortsetzen wird. Gut 80 Prozent der Investoren erwarten eine Zinserhöhung auf 1,5 bis 1,75 Prozent. Im Mai sollte die Spanne unverändert bleiben. Bereits im Juni könnte aber die nächste Anpassung auf 1,75 bis zwei Prozent erfolgen. Am Donnerstag zog der Euro zum US-Dollar wieder an und näherte sich der Marke von 1,25 USD.


Wechselwirkungen beachten

Sollten die Prognosen für einen strafferen geldpolitischen Kurs in den kommenden Tagen und Wochen weiter steigen, dürften auch die Renditen am Anleihemarkt ihre Klettertour fortsetzen. Dies könnte die jüngste Rally am Goldmarkt bremsen, vor allem wenn auch der Dollar wieder aufwertet. Wichtig bleiben die Währungsmärkte aber auch für internationale Investoren. So legten die US-Börsen nur auf den ersten Blick mit mehr als fünf Prozent deutlich kräftiger zu als der DAX. Anleger aus Europa erzielten wegen der Euro-Stärke unter dem Strich mit gut zwei Prozent nur eine ähnliche Rendite wie mit dem DAX. Hingegen können sich US-Investoren dank Rückenwind von den Währungsmärkten über rund sechs Prozent Gewinn beim deutschen Leitindex freuen. Auch auf Unternehmensebene gilt es genau hinzuschauen. Während die international ausgerichteten US-Konzerne von der Dollar-Schwäche profitieren, verschlechtern sich für die Firmen aus Europa die Wettbewerbschancen.


Daimler mit gemischter Bilanz

Die laufende Berichtssaison steht daher unter scharfer Beobachtung. Unter den DAX-Werten rückt Daimler in den Mittelpunkt: Im vierten Quartal lag der Umsatz über den Erwartungen, beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern verfehlte der Konzern die Vorgaben. Die Ausschüttung für 2017 soll auf 3,65 Euro steigen, während Analysten nur mit 3,40 Euro gerechnet hatten.


Bereits am Mittwoch öffneten zahlreiche Technologieunternehmen ihre Bücher. Bei Microsoft wirkte sich die Steuerreform negativ aus, unter dem Strich blieb ein Verlust von 6,3 Mrd. Dollar. Nachbörslich büßte die Aktie ein. Negativ reagierten auch die Papiere von Paypal, nachdem die ehemalige Ebay-Tochter beim Ausblick enttäuschte. Ebay selbst verzeichnete hingegen im wichtigen Weihnachtsgeschäft mehr Kunden. Volatil präsentierten sich nachbörslich auch die Aktien von Facebook. Operativ lief es erneut sehr gut, der Umsatz legte um fast die Hälfte zu, der Gewinn je Aktie lag deutlich über den Prognosen. Allerdings verbringen die Menschen weniger Zeit beim Online-Netzwerk.


Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen – lautet eine bekannte Börsenweisheit. Klingt zunächst einfach und recht logisch, in der Praxis sieht die Sache aber vielfach  anders aus. Denn es gilt zwei Herausforderungen zu meistern:


  1. Frühzeitig Aktien zu finden, bei denen sich ein neuer und vor allem nachhaltiger Trend abzeichnet. Die Schwierigkeit besteht darin, bei den unzähligen Papieren, die an deutschen Börsen gehandelt werden, den Überblick zu behalten.
  2. Meistens steigen Anleger zu früh aus, ein Großteil der Rally wird verpasst. Hier spielt vor allem die Psychologie den meisten Börsianern einen Strich durch die Rechnung.

Eine einfache Lösung stellt das System der Relativen Stärke dar, mit der Aktien ohne Emotionen und ausschließlich auf Basis von Berechnungen nach ihrer Trendstärke sortiert werden. Auf dieser Seite finden Sie jeden Tag aktualisiert die aussichtsreichsten Papiere aus dem 110 Aktien umfassenden HDAX, in dem die Unternehmen aus dem DAX, MDAX und TecDAX zusammengefasst sind. Die obere Tabelle zeigt die zehn trendstärksten Papiere an, in der unterenListe finden Sie die zehn schwächsten Werte, die sich derzeit eher auf der Short-Seite lohnen.


Die Berechnung der Relativen Stärke nach Levy – kurz RSL – erfolgt auf Basis von 55 Tagen und ist somit eher mittelfristig ausgerichtet. Wie das Konzept der Relativen Stärke aufgebaut ist und genutzt werden kann, können Sie unter der Rubrik Wissen: Mit Stärke zum Erfolg nachlesen. Zusätzlich ist in der Spalte DIX der Abstand der Aktie zur 200-Tage-Linie in Prozent angegeben. 


Die aktuellen Top-10:
Name Kurs %Änd. DIX RSL
MEDIGENE AG NA O.N. 16,9 4,579 42,888 1,311
SMA SOLAR TECHNOL.AG 43,8 3,644 34,636 1,203
S+T AG (Z.REG.MK.Z.)O.N. 22,16 -0,36 36,412 1,181
NORDEX SE O.N. 10,625 -0,701 -0,916 1,177
RIB SOFTWARE SE NA EO 1 27,26 -0,438 51,449 1,163
SARTORIUS AG VZO O.N. 96,25 7 14,45 1,16
JENOPTIK AG O.N. 33,4 -0,772 26,894 1,156
AURUBIS AG 84,54 0,14 17,55 1,11
NORMA GROUP SE NA O.N. 63,4 0,4 19,18 1,11
ADVA OPT.NETW.SE O.N. 6,795 0,518 -5,324 1,093
  Die zehn Verlierer:
Name Kurs %Änd. DIX RSL
STEINHOFF INT.HLDG.EO-,50 0,453 -3,577 -86,979 0,335
DIALOG SEMICOND. LS-,10 24,49 -0,407 -33,288 0,866
INNOGY SE INH. O.N. 30,7 -0,808 -15,387 0,869
RWE AG ST O.N. 16,12 -0,402 -14,184 0,878
SUEDZUCKER AG O.N. 15,34 -0,551 -15,172 0,905
E.ON SE NA O.N. 8,459 -0,553 -5,333 0,907
COMPUGROUP MED.SE O.N. 50,95 -0,78 0,28 0,91
DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 14,794 0 -3,902 0,932
SOFTWARE AG NA O.N. 43,63 0,345 4,892 0,946
DT.TELEKOM AG NA 14,125 -0,493 -9,949 0,949
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
32,35 € 33,27 € -0,92 € -2,77% 20.07./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000DD19JC0 DD19JC 39,83 € 30,83 €
Werte im Artikel
9,67 minus
-0,64%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Frankfurt Zertifikate
32,25 € -2,69%  20.07.18
EUWAX 32,35 € -2,77%  20.07.18
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