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Kolumnist: Holger Steffen

Nordex: In der Warteschlange




10.01.19 10:03
Holger Steffen

Der Jahresauftakt hätte eigentlich für den Windturbinen-Hersteller
Nordex nicht besser laufen können. Denn das Unternehmen setzt seinen
positiven Nachrichtenfluss aus dem vergangenen Jahr ohne Unterbrechung
fort. Allerdings bremsen weiterhin die allgemeine Marktlage und das
deutlich höhere Risikobewusstsein der Anleger.
Nachdem Nordex insbesondere in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen
Jahres gleich mehrere Großaufträge verkünden konnte, läuft das
Neugeschäft auch im aktuellen Jahr weiter auf Hochtouren. So konnte der
Windanlagenbauer in dieser Woche melden, dass man für ein Projekt in
Indien den Zuschlag erhalten habe.

Dabei geht es um insgesamt 100 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 300
MW. Das ist zwar eher eine durchschnittliche Größenordnung. Dennoch gab
es dafür viel Beifall an der Börse, weil Indien in der
Windenergie-Branche zu den eindeutigen Wachstumsmärkten gezählt wird.
Aber nicht nur in den Schwellenländern kann Nordex punkten. Auch aus
Europa gibt es weiterhin erfreuliche Nachrichten. Nachdem entsprechende
Auftragsvergaben bereits im vierten Quartal gemeldet wurden, kündigte
das Unternehmen nun an, insgesamt 27 Turbinen für vier Windparks in
Frankreich ab dem Sommer auszuliefern.

Das ist auch mit dem Blick auf die bisherige Einschätzung des weiteren
operativen Verlaufs wichtig. Denn bislang zeigte sich das Unternehmen
insbesondere für das neue Jahr noch deutlich zurückhaltender, was die
weitere Geschäftsentwicklung angeht. Auch mit Blick auf die Aktie ist zu
spüren, dass die Investoren trotz aller positiven Nachrichten noch
abwarten wollen, was letztlich unter dem Strich herauskommt. Nachdem die
Aktie von Nordex Mitte Dezember einen Ausbruch über die 200-Tage-Linie
bei rund 9 Euro versucht hatte und daran scheiterte, ging es erneut bis
in den Bereich von 7,30 Euro abwärts, was letztlich auch die
Ausgangsposition für das neue Börsenjahr war.

Durch die neuen Meldungen gelang es der Aktie, wieder deutlicher über
die Marke von 8 Euro zu klettern. Allerdings ist das alles bislang nur
unter dem Stichwort Kurs-Kosmetik zu verbuchen. Denn an der
charttechnischen Konstellation hat sich insoweit nichts geändert, als
das der Bereich zwischen 9 Euro und 9,50 Euro weiterhin als massiver
Widerstand gesehen werden muss. Ehe dieses Niveau nicht überwunden wird,
verbietet sich geradezu jede ernsthafte Überlegung für ein längerfristig
angelegtes Investment. Immerhin: Die jüngste Aufwärtsbewegung zeigt,
dass die Anleger grundsätzlich wohl ein Niveau um 7,50 Euro als
belastbaren Boden ansehen. Kurzfristig orientierte Investoren würde das
sicherlich die Chance bieten, bei einem erneuten Rücksetzer hier ein
Abstauberlimit zu setzen.



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
9,114 € 9,062 € 0,052 € +0,57% 22.01./15:23
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0D6554 A0D655 11,45 € 6,86 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
9,114 € +0,68%  15:34
Hamburg 9,142 € +3,23%  15:00
Berlin 9,066 € +2,30%  08:00
Hannover 9,064 € +1,82%  08:10
München 9,10 € +1,00%  09:52
Stuttgart 9,136 € +0,73%  15:15
Xetra 9,114 € +0,57%  15:23
Frankfurt 9,146 € +0,40%  14:54
Düsseldorf 9,07 € -0,04%  13:30
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