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Kolumnist: Geldanlage-Report

Norddt. Affinerie: Jetzt einsteigen?




29.01.09 06:35
Geldanlage-Report

Quelle: www.geldanlage-report.de

Auf dem Sprung ins Reich der Mitte

Warum Kupfer weniger stark vom Abschwung betroffen ist als Stahl. Warum die Affinerie jetzt nach China geht. Warum die Aktie zu den besten deutschen Werten zählt!


Beginnen wir mit der nüchternen Abarbeitung unserer Kaufkriterien. Die macht bei der Norddeutschen Affinerie Spaß, weil das Unternehmen sie fast mustergültig erfüllt: Seit der Erstnotiz im Juli 1998 hat die Aktie einen langfristigen Aufwärtstrend ausgearbeitet. Der Ausgabekurs lag bei 12,78 Euro, der aktuelle Kurswert ist 21,00 Euro und damit rund 70 Prozent höher. Der MDAX hat in den gut 10 Jahren unter dem Strich eine Nullperformance erzielt (Dividenden bereits eingerechnet). Bei der Norddeutschen Affinerie kommt die Dividende sogar noch oben drauf. 


Im aktuellen Salami-Crash seit Anfang 2008 hat die Aktie dabei unter dem Strich kaum an Wert verloren. Das Minus in den letzten 52 Wochen beträgt nur 7,3 Prozent gegenüber über 40 Prozent beim MDAX. Eine dramatische Überperformance. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das die Umsätze des Unternehmens zur Börsenbewertung ins Verhältnis setzt, liegt für 2008 bei 0,11 und für 2009 bei 0,12. Bereits Werte von unter eins gelten als sehr günstig. Umsätze und Gewinne zogen in den letzten fünf Jahren ohne einen einzigen Rücksetzer konstant an. 


Der Umsatz explodierte seit 2003 regelrecht von 1,8 Milliarden auf noch nicht bestätigte 8,4 Milliarden Euro in 2008. Der Nettogewinn sprang von 3,4 auf 231 Millionen Euro in 2008. Natürlich befand sich die Kupferindustrie 2003 an einem zyklischen Tief, so dass die Vergleichswerte aktuell besonders vorteilhaft sind. Dennoch zeigt die Gegenüberstellung das enorme Ertragspotenzial und die erfolgreiche Expansion in den letzten Jahren.


Relativ stabile Margen


Zwar dürfte ein Gewinnrückgang in 2009 angesichts des zuletzt stark fallenden Kupferpreises nicht zu verhindern sein. Im Gegensatz zur Stahlindustrie sind die operativen Gewinne bei Kupferherstellern aber nicht direkt vom Kupferpreis abhängig. Auf den Börsenwert von Kupfer, der als Grundlage dient, kommt ein verhandelbarer Aufschlag hinzu, mit dem der Konzern seine Kosten deckt. China hat beispielsweise angekündigt, seine Kupferkapazitäten weiter ausbauen zu wollen. 


Das spricht für eine stabile Nachfrage und damit eine gute Verhandlungsposition einerseits. Andererseits ergeben sich daraus aber auch interessante zusätzliche Expansionsmöglichkeiten. Vorstandschef Bernd Drouven will in China und Südamerika zuschlagen, sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt. Die Norddeutsche Affinerie bräuchte hierzu zwar neues Kapital, nachdem man ja bereits 2008 die große Übernahme des europäischen Konkurrenten Cumerio vollzogen hat. Der Trumpf im Ärmel ist hier jedoch der finanzstarke Großaktionär Salzgitter, der seine Beteiligung weiter aufstocken könnte.



Mein Fazit:


Die Hamburger sind gut gerüstet für die weitere Expansion. Die Aktie ist günstig bewertet und der kapitalstarke Großaktionär Salzgitter gibt Sicherheit.



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Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht Ihnen


Ihr
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
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