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Kolumnist: Finanztrends.info

Nebenwerte aktuell: Steinhoff – zwei wichtige Gründe für diesen Verlust!




09.09.20 07:21
Finanztrends.info

Im Hinblick auf die Aktie von Steinhoff International Holdings N.V. (kurz „Steinhoff“) sind auch die aktuellen Zahlen von „Steinhoff Investments Holdings Limited“ (kurz „Steinhoff Investments“) interessant.


Denn das ist eine Tochter von Steinhoff, und deren Ergebnisse sind insofern auch für die Mutter interessant.


Die aktuellen Zahlen sind die diesen Monat veröffentlichten 6-Monats-Zahlen. Es geht da aber nicht um das 1. Halbjahr des Kalenderjahrs, sondern um die ersten 6 Monate des laufenden Steinhoff-Geschäftsjahres (d.h. Zeitraum vom 1.10.2019 bis 31.3.2020).


Und in dem Zeitraum sank das Ergebnis (gemessen an den „basic earnings per share“) von einem Gewinn von ca. 34,8 südafrikanischen Rand (ZAR) je Aktie auf ein Minus von ca. 24,2 ZAR je Aktie.


Der operative Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen („after other material expenses“) sank von einem Gewinn von 4,1 Mrd. ZAR auf einen Verlust von 10,5 Mrd. ZAR.


Autsch: Von +4,1 Mrd. ZAR auf -10,5 Mrd. ZAR! Was war da los? Katastrophennachricht für die Mutter? Es gilt genau hinzuschauen. Denn interessanterweise stieg im genannten Zeitraum der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 6,5% auf 37,6 Mrd. ZAR. Im operativen Geschäft lief es also gar nicht übel. Wieso dann das hohe Minus?Im Wesentlichen gibt es dafür zwei Gründe.


Grund Nummer 1

Zum einen gab es in dem Zeitraum laut Steinhoff hohe Wechselkursverluste, die auf 4,8 Mrd. ZAR beziffert werden. Es wird da auf eine Verpflichtung mit dem kryptischen Namen SIHPL CPU verwiesen. Da geht es grob gesagt um Vereinbarungen, die mit den Gläubigern getroffen worden sind. Ohne die Details zu kennen, könnten die Währungsverluste so zustande gekommen sein, dass eine Zahlungsverpflichtung in Euro besteht, und da aber hier in ZAR bilanziert wird, kann die Höhe der Zahlungsverpflichtung in ZAR nur aufgrund der Wechselkursentwicklung EUR/ZAR entsprechend gestiegen sein.


Grund Nummer 2

Steinhoff teilt mit, dass Steinhoff Investments im genannten Zeitraumeine Rückstellung in Höhe von 9,4 Mrd. ZAR gebildet hat im Hinblick auf den vorgeschlagenen Vergleich bei einem bedeutenden Teil der Rechtsstreitigkeiten. Noch ist offen, ob da die Prozessgegner annehmen werden oder nicht. Die Rückstellung ist aber erfolgt.


Nach Adam Riese und Eva Zwerg summieren sich die beiden Punkte auf ca. 14,2 Mrd. ZAR (9,4 + 4,8). Beim Ergebnis hatte es eine Verschlechterung von +4,1 Mrd. ZAR auf -10,5 Mrd. ZAR gegeben, also eine Verschlechterung um ca. 14,6 Mrd. ZAR. Mit anderen Worten: Diese massive Verschlechterung war nicht auf eine katastrophale Entwicklung im operativen Geschäft zurückzuführen – sondern in erster Linie auf die zwei genannten Sonderfaktoren.


Das ist eine Erklärung – aber richtig erfreulich ist es natürlich auch nicht. Denn bei der Mutter Steinhoff war das den Aktionären zuzurechnende Eigenkapital zuletzt negativ. Und ein hoher Verlust bei der Tochter Steinhoff Investments (egal, wie er zustande gekommen ist) ist da nicht gerade hilfreich, um es einmal so zu formulieren.



from 


Finanztrends  by  Michael Vaupel


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