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Kolumnist: Finanztrends.info

Nebenwerte aktuell: Steinhoff – was es mit dem 23. November auf sich hat!




11.11.20 08:20
Finanztrends.info

Bei der Steinhoff International Holdings N.V. (kurz „Steinhoff“) warte wahrscheinlich nicht nur ich seit Monaten darauf, dass es eine Entscheidung zum Thema „Vergleich“ gibt. Soviel vorab: Und eine Entscheidung gibt es immer noch nicht (zumindest bis zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags).


Bereits Ende Juli hatte Steinhoff mitgeteilt, den Prozessgegnern ein Angebot zu machen, das für diese annehmbar sein soll. Die Grundidee: Statt teurer und aufwändiger Prozesse mit ungewissem Ausgang für alle Beteiligten bietet Steinhoff an, einen bedeutenden Teil der Forderungen der Prozessgegner zu erfüllen. Der andere Teil wird dann fallen gelassen, die Rechtsstreitigkeiten beendet. Ein klassischer Vergleich eben, mit dem alle Parteien leben könnten – so Steinhoff.


Doch außer einem eher wenig sagenden „Update“ der Art, wir verhandeln weiter, gab es bisher dazu wenig Neues direkt von Steinhoff. Zu dem „wenig Neues“ gehört auch, dass sich Steinhoff mit den Gläubigern kurzgeschlossen hat, ob die den Vergleich unterstützen. Und da gab es wohl eine sehr hohe Mehrheit, allerdings soll eine Institution dagegen gewesen sein. Doch von den Prozessgegnern selbst gibt es wohl immer noh keine verbindliche Antwort, jedenfalls gab es dazu von Steinhoff noch keine entsprechende Nachricht.


Was es aber gab, das sind neue Geschäftszahlen einer recht wichtigen Steinhoff-Beteiligung, nämlich Pepcor (da befinden sich Beteiligungen in Afrika). Wieso das in dem Kontext tendenziell wichtig ist:Steinhoff hatte mitgeteilt, im Rahmen des Vergleichs keineswegs alle Zahlungen in „Cash“ leisten zu wollen. Kein Wunder – Steinhoff hat es ja nicht so dicke und die Gläubiger haben ein Wörtchen mitzureden (siehe oben).


Stattdessen schlug Steinhoff vor, einen Teil der angebotenen Zahlungen im Rahmen des Vergleichs in Aktien zu leisten. Und zwar in Aktien der Beteiligung Pepcor. Auch wenn das angenommen würde, würde Steinhoff laut eigenen Angaben dennoch etwas über 50% der Pepcor-Aktien halten und damit weiter die Mehrheit.


Und das Angebot wird für die Prozessgegner von Steinhoff natürlich umso attraktiver, je attraktiver die Pepcor-Aktien sind. Denn wenn es da operativ gut läuft, dann wird das Angebot wohl eher angenommen werden, als wenn das Gegenteil der Fall ist.


Ich habe mir die Eckdaten der neuen Zahlen von Pepcor angeschaut. Beispiel der wichtige Bereich „Clothing & general merchandise“: In den 12 Monaten bis zum 30.9.2020 sind da die Umsätze währungsbereinigt um 7,0% gesunken. Die „Währungsbereinigung“ ist aber so eine Sache. Da die Währungen wie der südafrikanische Rand schwächer tendierten, sind die Umsätze ohne Währungsbereinigung um 16,2% gesunken.


Die endgültigen Zahlen inklusive der natürlich wichtigen Zahlen zur Ergebnisentwicklung soll es dann am 23. November geben. Meine Einschätzung: Würde mich nicht wundern, wenn die Prozessgegner erst diesen Termin abwarten, bevor sie zustimmen, sich mit entsprechenden Aktien bezahlen zu lassen. Denn dann ist etwas klarer, was diese Aktien überhaupt wert sein könnten.



from 


Finanztrends  by  Michael Vaupel


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