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Kolumnist: Benjamin Summa

NEGATIVZINSEN BESCHEREN DER RENTENKASSE MILLIONENVERLUSTE




11.02.21 09:15
Benjamin Summa

Beim Thema „Strafzinsen“ trösten sich viele Bundesbürger damit, dass die meisten Banken erst ab relativ hohen Kapitalbeträgen Strafzinsen verlangen und ihnen somit keine konkreten Kosten entstehen. Doch diese Rechnung hat einige Haken.


Rentenkasse und Beitragszahler müssen „bluten“

Wer nämlich hohe Geldbeträge bei seiner Bank deponiert hat, betreibt dennoch „systematische Vernichtung von Geldvermögen“. Begründung: Sollte die Bank keine Strafzinsen verlangen, muss der Sparer dennoch inflationsbedingte Verluste hinnehmen. Nur zur Erinnerung: Für den Monat Januar wurde eine jährliche Geldentwertung von immerhin einem Prozent gemeldet. Wichtige Notenbanken wie die EZB und die Fed streben seit Jahren eine Inflation von zwei Prozent p. a. an und würden aber auch ein Überschreiten dieser Hürde unter bestimmten Bedingungen akzeptieren.


Eine große Mehrheit der Bundesbürger – im Grunde genommen sämtliche Rentner und Beitragszahler der gesetzlichen Rente – werden mit Blick auf die grassierenden Strafzinsen dennoch „zur Kasse gebeten“. Weil in der sogenannten „Nachhaltigkeitsreserve“ der Deutschen Rentenversicherung gegenwärtig mehr als 36 Milliarden enthalten sind, müssen allein in diesem Jahr schätzungsweise 97 Millionen Euro an Strafzinsen bezahlt werden. Im Zeitraum 2017 bis 2020 wurden aufgrund der negativen EZB-Einlagezinsen bereits mehr als 230 Millionen Euro „verbrannt“. Mit „Nachhaltigkeit“ hat dies wenig zu tun, schließlich müssten in „normalen Zeiten“ Sparer eigentlich für ihr zurückgelegtes Kapital und das damit verbundene Nicht-Konsumieren belohnt und nicht bestraft werden. Zugleich müsste für die Aufnahme von Schulden ein angemessener Zins bezahlt werden. Doch die Notenbanken haben diese vermeintlichen Gesetze – bedingt durch die zahlreichen Krisen – vorsätzlich außer Kraft gesetzt.


Die Rente ist alles andere als sicher

Mit dem im vergangenen Jahr verstorbenen ehemaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) verbinden viele Ältere vor allem einen Satz: Die Rente ist sicher. Im Bundestagswahlkampf 1986 wurde diese relativ waghalsige These unter’s Volk gebracht. Seither ist viel passiert: Zum einen hat sich innerhalb der deutschen Bevölkerung der Anteil der Rentner bzw. Pensionäre erhöht und der Anteil der Personen im arbeitsfähigen Alter reduziert. Für das umlagefinanzierte deutsche Rentensystem stellt dies keinen gesunden Mix dar, aber das Problem des demografischen Wandels kennt man bereits seit Jahrzehnten. Gelöst wurde es bislang nicht.


Überraschenderweise hat sich die Corona-Krise bislang kaum nachteilig auf das Rentensystem ausgewirkt. Selbst im Lockdown-Monat November sei laut Gundula Roßbach, der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat ein leichtes Plus verzeichnet worden. Dies ist vor allem dem Kriseninstrument Kurzarbeitergeld zu verdanken, schließlich fließen dem Versicherungsträger auch während solch konjunkturschwacher Phasen Rentenbeiträge zu. Ungemach droht allerdings, falls krisenbedingt dauerhaft weniger Erwerbstätige in die deutsche Rentenkasse einzahlen sollten. Allein für das Jahr 2020 rechnet Gundula Roßbach – trotz höherer Beitragseinnahmen – mit einem Defizit von 4,7 Milliarden Euro. Angesichts der Tragweite der aktuellen Krise sollte eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage nicht völlig ausgeschlossen werden. Einen ersten Vorgeschmack, dass es bei der Rente zweifellos Unsicherheitsfaktoren gibt, dürfte der in diesem Jahr drohende Ausfall von Rentenerhöhungen liefern.


Bei der Altersvorsorge auch an Gold denken

Grundsätzlich sollte sich jeder rentenversicherungspflichtige Bundesbürger über folgende Problematik stets bewusst sein. Ungedeckte Währungen wie der Euro können sich einer inflationsbedingten Geldentwertung (Inflation) nur durch Zinseinnahmen entziehen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten Jahren mit Euro-Anleihen auskömmliche Renditen erzielbar sind, fällt derzeit eher gering aus. Ein Euro bleibt zwar ein Euro, doch wie es um seine künftige Kaufkraft bestellt ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. In Niedrigzinsphasen gibt es nur zwei wirksame Mittel, Inflationsverluste auszugleichen – entweder über Dividendeneinnahmen oder über Wertzuwächse. Wer seine Altersvorsorge krisenfester gestalten möchte, sollte deshalb über Alternativen nachdenken. Dies könnte man zum Beispiel über Sachwerte wie schuldenarme Aktienunternehmen oder die „schuldenfreien Krisenwährungen“ Gold und Silber bewerkstelligen.


In Kooperation mit der Volksbank Löbau-Zittau bietet pro aurum eine komfortable Problemlösung an: den VR-Goldsparplan. Mit ihm kann man nämlich monatliche Sparbeträge in eine solide Edelmetallbasis für die Altersvorsorge umwandeln. Zur Auswahl stehen sechs Goldbarren (10 bis 1.000 g), eine Goldmünze (Unze Krügerrand) sowie jeweils eine Silbermünze (1.000 g) bzw. ein Silberbarren (500 g). Sobald man genug Edelmetalle für den wohlverdienten Lebensabend angespart hat, kann man diese dann über die VR-Goldrente in monatliche Geldzahlungen verwandeln.





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