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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Marktstimmung: "Wo die Gefahren lauern"




17.05.18 10:12
Redaktion boerse-frankfurt.de


Der Index bleibt ebenso stabil wie der Pessimismus der Anleger hartnäckig - eine komfortable Situation für die wenigen Bären. Zusammenfassung Skepsis siegt: Während der DAX mal leicht unter, mal leicht über der 13.000er Marke verharrt, sitzen die hiesigen mittelfristig orientierten Anleger weiter in der Bärenecke. Von den professionellen Investoren haben zwar 4 Prozent ihre Short-Positionen geschlossen und sind an die Seitenlinie gewechselt. Allerdings steht der Sentiment-Index mit -7 Punkten immer noch deutlich unter der neutralen Nulllinie. Die privaten Anleger sind zu 5 Prozent aus ihren Aktien heraus und zu 2 Prozent short gegangen. Der Sentiment-Index dieser Gruppe steht bei -7 Punkten ebenfalls unter Null. 

Joachim Goldberg nimmt an, dass die geringen Kursschwankungen im betrachteten Zeitraum nicht ausreichten, mehr Anleger in Bewegung zu versetzen. Die wahrgenommenen Risiken überwiegten diesmal. Nach Ansicht des Verhaltensökonoms bleibt damit für den DAX alles beim Alten. Ordentliche Nachfrage sei bei 12.600/12.650 Punkten aufgrund möglicher Rückkäufe zu erwarten. Bei einem stärkeren Anstieg drohe weiter eine ordentliche Short-Squeeze und damit weiter Auftrieb.

16. Mai 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eine ausgesprochen ruhige Woche liegt seit der vorherigen Stimmungserhebung hinter uns, wenn man bedenkt, dass sich der DAX gerade einmal in einer Bandbreite von 1,1 Prozent bewegt hat. Gemessen an den neu aufgeflammten geopolitischen Risiken während dieses Zeitraums ist diese geringe Volatilität bemerkenswert. Dabei hat sich die Situation im Nahen Osten deutlich verschärft und auch die Friedensbestrebungen zwischen Nord- und in Südkorea sind spätestens seit gestern kritischer zu sehen.

Und was die globale Konjunktur angeht, sind etwa gemäß der jüngsten Umfrage von BofA Merrill Lynch gerade noch netto 1 Prozent der Fondsmanager der Ansicht, dass sich das Wachstum beschleunigen wird. Allerdings gaben per Saldo auch nur 2 Prozent der Manager an, dass sie in diesem Jahr mit einer Rezession rechnen. Und tatsächlich lässt sich konstatieren, dass die Risikoaversion bei einer auf 4,9 Prozent leicht gesunkenen Kassenhaltung nicht gestiegen ist. Das ergab die am 10. Mai durchgeführte Fondsmanager.Umfrage. 

Deutlich pessimistischer zeigen sich die von uns allwöchentlich befragten mittelfristig orientierten institutionellen Anleger, für die unser Börse Frankfurt Sentiment-Index trotz eines zugegebenermaßen kleinen Anstiegs von 4 Punkten immer noch einen Stand von -7 Punkten ausweist. Die Veränderung dürfte vor allen Dingen deswegen so gering ausgefallen sein, weil die oben genannte enge Handelsspanne weder zu großen Gewinnen noch zu ernstzunehmenden Verlusten geführt hat. Und so wundert es auch nicht, dass der jüngste Anstieg des Stimmungsbarometers fast nur auf eine kleine Gruppe früherer Pessimisten zurückzuführen ist, die ihre bearishen Engagements etwas zurückgenommen haben. 

Privatanleger-Stimmung weiter auf dem Rückzug


Etwas deutlicher fällt die Stimmungsentwicklung bei den Privatanlegern aus. Da sich in dieser Gruppe die Optimisten weiter auf dem Rückzug befinden und teilweise Gewinne festgeschrieben haben, die bereits vor längerer Zeit aufgelaufen waren, ergibt sich ein Rückgang des Börse Frankfurt Sentiment-Index um 7 Punkte auf einen Stand von ebenfalls -7 Punkten. Damit hat sich die Stimmung zwar nicht extrem eingetrübt, aber immerhin nun zum vierten Mal hintereinander verschlechtert. 

Unter dem Strich überwiegen bei der jüngsten Befragung also immer noch die pessimistischen Elemente. Und wovor sich die institutionellen Akteure besonders fürchten, wird auch an oben genannter Umfrage unter internationalen Fondsverwaltern deutlich. Für sie besteht das größte Extremrisiko derzeit in einem möglichen Fehler in der Geldpolitik der EZB oder der US-Notenbank. Die Gefahr eines Handelskrieges ist in der Wahrnehmung der Investoren indes auf Platz Zwei abgerutscht. 

Am Ende zeigt die heutige Sentiment-Erhebung, dass sich institutionelle und private Investoren in ihrer Stimmung zuletzt wieder einander angenähert haben. Beide Werte des Börse Frankfurt Sentiment-Index befinden sich nunmehr absolut betrachtet in negativem Terrain, während eine relative Beurteilung besonders bei den institutionellen Marktteilnehmern aus dem Rahmen fällt. Auf Sicht von sechs Monaten ergibt sich nämlich ein relatives Minus von 25 Indexpunkten beim Börse Frankfurt Sentiment-Index. 

Damit bleibt für den DAX eigentlich fast alles beim Alten. Ordentliche Nachfrage ist auf tieferem Niveau (möglicherweise bei 12.600/12.650 Zählern) aufgrund möglicher Rückkäufe zu erwarten. Der geringe Anstieg des DAX von gerade einmal 0,5 Prozent im Wochenvergleich hat die Pessimisten dagegen eher etwas eingeschläfert. Das kann sich schlagartig ändern, wenn sich plötzlich ein stärkerer Anstieg des Börsenbarometers ergeben sollte. In diesem Fall erwarten wir immer noch eine ordentliche Short-Squeeze, womit sich der DAX per Saldo nach wie vor von seiner positiven Seite zeigen kann. 

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt. 




Video-Kommentar von Joachim Goldberg


 

Börse Frankfurt Sentiment-Index



 

Institutionelle Anleger



Bullish Bearish Neutral
Total 29% 42% 29%
ggü. letzter Erhebung +0% -4% +4%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.980 (+60 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: -13 Punkte (Stand Vorwoche: -17 Punkte)


DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum




 

Private Anleger



Bullish Bearish Neutral
Total 33% 40% 27%
ggü. letzter Erhebung -5% +2% +3%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.980 (+60 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: -7 Punkte (Stand Vorwoche: +0 Punkte)


16. Mai 2018, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden. 




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