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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Marktstimmung: "An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben"




09.11.17 08:43
Redaktion boerse-frankfurt.de


Ohne erkennbaren Anlass nehmen private wie professionelle Anleger Gewinne mit oder setzen sogar auf fallende Preise. Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung könnte das hilfreich sein. Zusammenfassung Etliche Anleger haben seit vergangenen Mittwoch ihre deutschen Bluechips verkauft. Jeweils 12 Prozent der institutionellen und der privaten Investoren sind aus Aktien heraus gegangen, 9 bzw. 7 Prozent haben sich auf der Short-Seite positioniert. Der Sentiment-Index der Profis ist in Folge auf die Nulllinie zwischen Optimismus und Pessimismus gefallen, der der Privatanleger vom Jahresrekord auf +17 Punkte. 

Im betrachteten Zeitraum hat der Index zwar neue Allzeithochs markiert, unterm Strich steht er aber unverändert. Umso erstaunter ist Joachim Goldberg, dass so viele gerade jetzt Kasse gemacht haben. Insbesondere weil keine bekannten Ereignisrisiken ins Haus stünden. Der Verhaltensökonom findet es mutig, sich gegen den Aufwärtstrend an der Seitenlinie oder sogar auf der Bärenseite zu positionieren. Was bedenklich für Anleger scheint, ist gut für die Marktverfassung. An der Unterseite ist ausreichend stützende Nachfrage da und an der Oberseite sollten die heutigen Zweifler mit Käufen den Auftrieb verstärken. 


8. November 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eine alte Börsenweisheit besagt, dass an Gewinnmitnahmen angeblich noch niemand gestorben sei. Eine Erkenntnis, die leider nur teilweise richtig ist. Natürlich möchten vor allem Börsianer dieses schöne Gefühl, den richtigen Riecher gehabt und gleichzeitig auch noch einen monetären Gewinn eingefahren zu haben, möglichst häufig erleben. Und tatsächlich haben viele finanzwissenschaftliche Studien ergeben, dass aus diesem Grunde Gewinne oft viel zu früh realisiert werden. Ein Umstand, der - sofern man gleichzeitig Verluste unkontrolliert laufen lässt - vor allem für eine langfristige Performance ungesund, wenn nicht sogar tödlich sein kann. So haben wir uns während der vergangenen Wochen oftmals gefragt, warum die von uns befragten bullishen Investoren angesichts maßvoller, aber dennoch substantieller Gewinne des DAX dieselben nicht realisiert haben. Möglicherweise, weil die Engagements zwar profitabel, aber dennoch nicht hoch genug waren.

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