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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Marktstimmung: "Eine ausgebremste Jubel-Rallye"




07.05.20 07:45
Redaktion boerse-frankfurt.de

Heftige Bewegungen treiben viele Anleger an die Seitenlinie, der Pessimismus überwiegt. Keine schlechte Ausgangslage für steigende Kurse.


Zusammenfassung

An die Seitenlinie bzw. zu den Bären haben sich Anleger seit vergangenem Mittwoch bewegt. In einem volatilen Markt, denn zwischendurch lagen deutsche Bluechips erst deutlich im Plus und dann wieder gut 7 Prozent im Minus. 14 Prozent der professionellen und 8 Prozent der privaten Anleger haben Aktien verkauft. Die Stimmung beider Gruppen ist auf -18 bzw. -12 Punkte wieder in den Pessimismus gefallen.


Joachim Goldberg vermutet hinter der Bewegung zu Anfang der Berichtswoche zunächst einen kleinen Short-Squeeze der Bären und Gewinnmitnahmen der Bullen aus der Vorwoche. Nachrichtenseitig prägen nach Ansicht des Verhaltensökonoms inzwischen auch eine mögliche Neuauflage des Handelskriegs das Geschehen. Das bereite dem DAX aber einen guten Boden für Gewinne. Bei Rücksetzern gebe es stützende Nachfrage. Und ab dem Vorwochenhoch von knapp 11.200 Zählern sollte es deutlichen Auftrieb geben.


 


6. Mai 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es sollte nicht allzu lange dauern, bis der DAX nach unserer vergangenen Sentiment-Erhebung zu einem Höhenflug ansetzte. Innerhalb weniger Stunden gelang es – wahrscheinlich auch beschleunigt durch eine kleine Short-Squeeze –, die 11.000er Marke Mitte vergangener Woche zu überqueren. Dabei konnte man Kommentare (wie etwa „Sky is the limit“) vernehmen, die fast schon an einen heiß gelaufenen Bullenmarkt erinnerten. Anders ausgedrückt: Vielerorts glaubte man an eine nicht enden wollende Jubelrallye. So auch an den Aktienbörsen jenseits des Atlantiks. Nicht zuletzt, weil jeder Hoffnungsschimmer in Sachen Corona-Pandemie zum Anlass für Aktienkäufe genommen wurde. So etwa vielversprechende Fortschritte bei der Erforschung des vom US-Unternehmen Gilead untersuchten Medikaments Remdesivir zur COVID-19-Bekämpfung.


Rückblickend werden einige Markteilnehmer die Sitzung der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank am vergangenen Donnerstag als Wendepunkt für die bis dahin starken Aktienmärkte ausmachen. Und plötzlich stand – gleich einer kalten Dusche – auch ein altes Thema wieder im Raum: Eine drohende Neuauflage des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Denn prominente Vertreter der Trump-Administration, allen voran der US-Präsident selbst, brachten mögliche neue Strafzölle als Schadenersatz für die angebliche Verantwortung Chinas für die Ausbreitung des Corona-Virus ins Spiel. Und damit war sie also wieder zurück, die Risikoaversion vieler Akteure, die nicht nur dem Erholungstrend des DAX einen erheblichen Dämpfer versetzte.


Angst vor Handelskrieg 2.0


Auch die von uns mittelfristig orientierten befragten institutionellen Investoren haben auf den scharfen DAX-Einbruch, der mit einem Wochenverlust von 1,2 Prozent immer noch seine Spuren hinterlässt, reagiert. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 10 Punkte auf einen neuen Stand von -18 gefallen. Und wie bereits in der Vorwoche kann man nicht einmal die Pessimisten als die treibende Kraft dieser Stimmungsveränderung ausmachen. Denn das Bärenlager ist sogar geschrumpft, weil einige Akteure zwischendurch die Notbremse gezogen haben dürften. Auffälliger verhielten sich jedoch die Optimisten, die zwischenzeitlich ihre Gewinne aus Positionen der Vorwoche realisiert haben und in das Lager der neutral gestimmten Akteure abgewandert sind. Diese Gruppe hat sich gegenüber der vergangenen Erhebung fast verdreifacht.


Privatanleger etwas agiler


Eine ähnliche Entwicklung können wir bei den insgesamt agileren Privatanlegern feststellen, deren Sentiment-Index ebenfalls deutlich gefallen ist – und zwar um 14 Punkte auf einen Stand von nunmehr -12. Auch in diesem Panel gab es Gewinnmitnahmen von Optimisten aus der Vorwoche, von denen rund drei Viertel allerdings gleichzeitig auch noch ihre Position auf die Bärenseite drehten. Weil die Privatanleger in der Vorwoche per Saldo deutlich positiver gestimmt waren als ihre institutionellen Pendants, ist die bearishe Stimmung trotz des deutlichen Umschwungs dort längst nicht so stark.


Die Analyse der Stimmungsveränderungen zeigt, dass der Kursrückgang des DAX von 1,2 Prozent im Punktvergleich gegenüber der Vorwoche das dazwischenliegende Handelsgeschehen bei weitem nicht angemessen widerspiegelt. Denn von der Kursspitze bei rund 11.195 Zählern ging es zeitweise fast 7 Prozent – und das über den Maifeiertag hinweg – nach unten. Tatsächlich scheint die Angst vieler Akteure vor einer Wiederauflage des US-chinesischen Handelskonflikts schwer zu wiegen, so dass wir uns stimmungstechnisch etwa auf dem Niveau von vor zwei Wochen befinden. Und damit sieht die Situation für den DAX eigentlich gar nicht so schlecht aus, da im Falle erneuter starker Rücksetzer wieder mehr stützende Nachfrage zur Verfügung stünde. Ähnliches gilt natürlich, wenn der DAX das Vorwochenhoch von knapp 11.200 Zählern in Angriff nehmen würde.


6. Mai 2020, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Sentiment-Index institutioneller Anleger
  Bullish Bearish Neutral
Total 27% 45% 28%

ggü. letzter Erhebung


-14% -4%

+18%


DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 10.700 (-130 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: -18 Punkte (Stand Vorwoche: -8 Punkte)


Sentiment-Index privater Anleger
  Bullish Bearish Neutral
Total 34% 46% 20%

ggü. letzter Erhebung


-8% +6% +2%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 10.700 (-130 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: -12 Punkte (Stand Vorwoche: +2 Punkte)


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie. 




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