Kolumnist: Feingold-Research

Lufthansa – Gefahr für die Bullen




08.11.17 06:59
Feingold-Research

Die Lufthansa-Aktie läuft seit Jahresbeginn wie an der Schnur gezogen nach oben. Mit 130 Prozent deklassiert die Airline die DAX-Konkurrenz deutlich. Dabei kam für den Kranich sehr viel zusammen: Eine extrem gute konjunkturelle Lage, relativ günstige Energiepreise, ungebrochenes Reisefieber, gesicherte Tarifverträge und die sehr günstige Übernahme von Teilen der Air Berlin. Nun könnte jedoch Gegenwind aus Saudi-Arabien kommen. Wir empfehlen als spekulativen Trade einen Turbo-Bear (HW71TD) auf die Lufthansa.

Wir gehen davon aus, dass die gestiegenen Ölpreise in Zukunft auch mit der Luftfahrtbranche in Verbindung gebracht werden. Ein Argument, was angesichts der jüngsten Rally den einen oder anderen Bullen überzeugen könnte. Wir diskutieren diesen Trade ab 18.00 Uhr in der Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung… 


Wir blicken auf die Einschätzung der Vontobel-Analysten:


Die Rohölpreise sind zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Der Trend zeigt weiter nach oben. Der Goldpreis handelte zu Wochenbeginn wieder nahe seines Zweimonatstiefs. Überwiegend positive US-Wirtschaftsdaten hatten dem Goldpreis zuletzt Probleme bereitet.


Rohöl weiter im Aufwind Bildquelle: Fotolia

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Beim Ölpreis zeigt der Trend weiter nach oben: Die Notierungen sind zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Derzeit sei kaum Störfeuer für Optimisten auszumachen, beschrieben Rohstoffexperten der Commerzbank die Marktstimmung. In den USA zeigten sich die Ölvorräte rückläufig. Außerdem sehen die Analysten in der Förderkürzung der OPEC und weiterer wichtiger Ölstaaten einen weiteren Preistreiber. „Vertreter der Länder, die sich zu Produktionskürzungen verpflichtet haben, werden nicht müde, den Markt in seiner Erwartung einer Verlängerung des Abkommens zu bestätigen.“ Derzeit gilt eine Produktionsbegrenzung bis März kommenden Jahres. Zuletzt wurde am Markt breit spekuliert, dass die Förderbremse bis Ende 2018 verlängert werden könnte.


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Aber es gibt noch einen weiteren Grund für den positiven Trend, so LBBW-Ölexperte Frank Schallenberger: „Am Ölmarkt dürfte die weltweite Nachfrage das Angebot bereits seit dem zweiten Quartal 2017 übersteigen. Sofern sich die OPEC weiterhin so diszipliniert zeigt wie bisher und sofern das konjunkturelle Umfeld weiter positiv bleibt, dürfte das Angebotsdefizit auch im kommenden Jahr bestehen bleiben”, schrieb Schallenberger in einem Marktkommentar.


Neben fundamentalen wirken derzeit auch geopolitische Entwicklungen stützend auf die Preise ein. In Saudi-Arabien waren am Wochenende elf Prinzen, vier Minister und Dutzende ehemalige Minister festgenommen worden. Hintergrund sind Korruptionsvorwürfe und die Gründung einer neuen Anti-Korruptions-Behörde, die von Kronprinz Mohammed bin Salman geführt wird. Saudi-Arabien ist eines der ölreichsten Länder der Welt. „Die Spannungen im Nahen Osten sind förmlich sichtbar geworden“, kommentierte die Commerzbank. Die politischen Turbulenzen in dem ölreichen Land sorgten für zusätzlichen Auftrieb.


Quelle: Vontobel, eigene Recherche



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5,87 € 6,58 € -0,71 € -10,79% 22.11./19:53
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000HW71TD9 HW71TD 6,63 € 1,70 €
Werte im Artikel
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Frankfurt Zertifikate
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EUWAX 5,82 € -12,22%  22.11.17
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