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Kolumnist: CMC Markets

Lithiumpreis – Wie ist die aktuelle Lage?




08.04.21 16:13
CMC Markets

Um die EV-Revolution zu unterstützen, werden große Mengen an Lithium benötigt. Daher bemühen sich Lithium-Bergbauunternehmen und Forscher um die Entwicklung innovativer Wege zur effizienteren Produktion von Lithium, um die in den kommenden Jahren, die erwartete wachsende Nachfrage aus dem Automobilsektor zu befriedigen.




Lithium-Produzenten warnen vor einem Engpass



Vor einigen Monaten hat der zweitgrößte Lithiumproduzent Chiles, Albemarle, davor gewarnt, dass die weltweite Lithiumversorgung in einigen Jahren auf einen großen Engpass zusteuert, wenn die Preise nicht die Kosten für die Finanzierung massiver Expansionen im Zuge des EV-Booms widerspiegeln. Insbesondere wies Albemarle auf die Kluft zwischen Rabatt-jagenden EV-Herstellern und Lithiumproduzenten hin, die nicht in der Lage sind, die wachsende Nachfrage bei anhaltend niedrigen Preisen zu bedienen.


Die Preise für Lithiumkarbonat haben sich mittlerweile fast verdreifacht, nachdem sie im Juli 2020 auf ein Mehrjahrestief von 29.800 Dollar pro Tonne gesunken waren. Lithiumcarbonat ist ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge.


Und nun tanzt ein weiterer riesiger Lithiumproduzent nach der gleichen Melodie. Ganfeng Lithium, das weltgrößte Lithium-Bergbauunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 19 Milliarden Dollar, sagt, dass die Lithiumpreise weiter steigen könnten, da die Lithiumproduktion mit der massiven Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nicht mithalten kann. Das chinesische Unternehmen hat eine gewisse Glaubwürdigkeit - schließlich zählt es führende EV-Hersteller wie Tesla oder BMW zu seinen Kunden.


Ganfeng Lithium meldete für 2020 einen Nettogewinn von 1,025 Milliarden Yuan (156 Millionen Dollar), was einer enormen Verbesserung gegenüber 2019 gleichkommt aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium in Batteriequalität.


Mega-Rallye



Die Transformation in der Automobilbranche ist also wohl gerade erst am Anfang.Die Elektrofahrzeug-Durchdringung (EV) beträgt zurzeit weltweit gerade einmal nur 3 % und könnte bis zum Jahr 2025 die 10%-Schwelle erreichen. Dadurch wird deutlich, welches Wachstumspotenzial in der Transformation des Automobilsektors steckt. Sicherlich werden aber nicht alle Start-Up Unternehmen es ganz in die Spitze schaffen, aber es werden auch nicht alle Unternehmen wieder verschwinden. Die natürliche Auslese kann beginnen. 
Die von Präsident Biden-getriebene grüne Welle in den USA, ist ebenfalls ein positiver Katalysator für diesen Sektor. Viele Pure-Play- und innovative EV-Player könnten in den nächsten Monaten und Jahren mit weiteren Steuergutschriften und Kaufanreizen rund um das EV-Auto rechnen, was das Geschäft weiter ankurbeln könnte. Investoren begannen bereits vor Jahren, in Lithium zu investieren, da sie genau diese Angebotsknappheit erwarteten. Die Warnungen der Lithiumproduzenten wie Ganfeng Lithium und Albemarle bestätigen diese Theorie nun. Damals waren sie jedoch etwas voreilig und teils schlecht in einer zu euphorischen Stimmung.


Jetzt, wo der Elektroauto-Boom Realität zu werden scheint, führt die Knappheit des Rohstoffs zu einem Problem.


Die Preise für Lithiumkarbonat in Batteriequalität haben in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 begonnen, einen dreijährigen Abwärtstrend zu überwinden, dank der robusten EV-Nachfrage. Die Lithiumkarbonatpreise haben im Jahr 2021 bisher um 67 % und in den letzten 12 Monaten um 224 % zugelegt. Das ist vor allem der Verschiebung von Lithium-Projekterweiterungen in Südamerika zu verdanken - sowohl aufgrund von Auswirkungen der Pandemie. Dies dürfte das kurzfristige Angebot der Lithiumversorgung verlangsamen und die Preisgestaltung für die Produzenten verbessern.


Ganfeng, dass sein massives Cauchari-Olaroz-Lithium-Salzsee-Projekt in Argentinien plant, will bis zu  40.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr produzieren, sobald das Werk in der ersten Hälfte des Jahres 2022 in Betrieb geht.Ganseng verfügt derzeit über eine jährliche Kapazität von knapp über 120.000 Tonnen. Auf längere Sicht hofft das Unternehmen, eine Lithiumsalzkapazität von mindestens 600.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) pro Jahr zu erreichen, was einer Steigerung von 400 % entspricht.Das allein sollte Ihnen eine Vorstellung davon geben, wie groß die Nachfrage nach Lithium derzeit ist, dank der weltweiten EV- und Elektrifizierungsoffensive.


Rohstoff-Rallye



Aber Lithiumproduzenten wie Ganfeng, Albermale und Sociedad Química y Minera de Chile, können sich auch bei einer anderen starken Kraft bedanken, die zu ihren Gunsten arbeitet - einer globalen Rohstoffhausse.Seit September des vergangenen Jahres läuft eine breite Rohstoff-Rallye dank des sogenannten Reflation-Trade.  In der Tat könnte ein neuer Rohstoff-Bullenmarkt vor uns stehen, der mit den Ölpreisspitzen der 1970er Jahre oder dem China-getriebenen Boom der 2000er Jahre konkurrieren könnte.  Marktexperten glauben, dass der Rohstoffboom mit dem letzten "Superzyklus" in den frühen 2000er Jahren, der die aufstrebenden BRIC-Volkswirtschaften (Brasilien, Russland, Indien und China) antrieb, gleichziehen könnte.


Die Preise für Eisenerz und Kupfer notieren bereits auf Mehrjahreshochs, während sich die weltweiten Ölpreise von ihren historischen Tiefstständen stark erholt haben.Es wird erwartet, dass Lithium, Öl und Kupfer zu den größten Nutznießern des neuen Rohstoff-Bullenmarktes gehören könnten.


Wie kann man Lithium handeln?



Lithium wird derzeit nicht an einer Börse gehandelt, sodass ein direktes Investment in den Lithiumpreis nicht möglich ist. Bevor sich Anleger zu sehr auf den Lithiumtrend einlassen sollten sie sich mit den Eigenschaften des Lithiummarktes auseinandersetzen. Einzelaktien mögen lukrativ sein, bergen aber auch ein höheres Risiko. Der Global X Lithium & Battery Tech ETF, ist ein ETF, der versucht die Performance des Solactive Global Lithium Index nachzuverfolgen und abzubilden. Der ETF hat den Vorteil, dass er breiter aufgestellt ist, als bei einem Investment in eine Einzelaktie.


Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 08.04.21

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