Kolumnist: Feingold-Research

Litecoin – Aufstieg zur Nummer eins unter den Kryptos?




13.03.18 15:31
Feingold-Research

Gut vier Mrd. Dollar an Börsenwert reichen derzeit am Krypto-Markt für eine Platzierung unter den Top 10. Trotz der teilweise heftigen Verluste in den vergangenen Tagen hat sich die Reihenfolge unter den größten Coins kaum verändert. Nahezu alle Kryptowährungen laufen in die gleiche Richtung und weisen nur selten ein Eigenleben auf. Litecoin bildet unter den größeren Coins die Ausnahme, auf Monatssicht steht ein Plus von 20 Prozent.


Der kleine Bruder vom Bitcoin blickt bereits auf eine längere Historie zurück und wurde wie Ripple 2011 erschaffen. Dank der einfacheren Verschlüsselung können Litecoin-Blöcke schneller geschürft werden, was zu einer vier Mal kürzeren Bestätigung von Transaktionen führt. Vier Mal höher ist auch die Geldmenge mit maximal 84 Millionen Litecoins. Die Vorteile gegenüber Bitcoin sind also nicht zu unterschätzen, zumal die Nummer eins unter den Kryptowährungen immer wieder von der schwierigen Konsensbildung ausgebremst wird: Für ein Upgrade ist eine 80-prozentige Zustimmung der Community erforderlich. Genau diese Schwäche könnte mittelfristig dazu führen, dass andere Coins an Bedeutung gewinnen. Bei Litecoin zeigt sich dies bisher nur in Ansätzen: In den vergangenen Jahren lag der Anteil an der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung bei zwei bis sechs Prozent. Aktuell sind es 2,6 Prozent, Tendenz leicht steigend. Ob sich die relative Stärke als nachhaltig herausstellen wird, bleibt abzuwarten.


Im Unterschied zum Bitcoin-Chart sieht das Kursbild bei Litecoin zumindest freundlicher aus. Der übergeordnete Trend zeigt Richtung Norden, der Rückfall an die 200-Tage-Linie (violett) wurde während des Ausverkaufs Anfang Februar gekauft. Derzeit verläuft der Mittelwert bei 135 Dollar. Litecoin steht derzeit gut 60 Prozent über dem Jahrestief, bei Bitcoin sind es 50 Prozent, während einige andere Altcoins bereits unter ihre Februar-Umkehrpunkte gefallen sind.


Quelle: Guidants


Positiv stimmt auch die Tatsache, dass Litecoin im Gegensatz zum großen Bruder Bitcoin nicht mehr in einem mittelfristigen Abwärtstrend (rot gestrichelt) läuft. Allerdings kann an die Hochpunkte seit Mitte Februar eine Parallellinie angelegt werden, die aktuell mit dem Widerstand bei 200 Dollar die Fantasie bremst. Anders formuliert: Litecoin müsste per Tagesschluss über 200 Dollar steigen, um ein Signal der Stärke zu liefern. Zuletzt war mehrfach ab 170/175 Dollar eine gesteigerte Nachfrage messbar. Wird der Preisbereich unterschritten, droht hingegen zügig eine Korrektur von rund 20 Prozent bis an den 200-Tage-Mittelwert.



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