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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Liquidität statt Immobilien




11.05.22 07:53
Stock-World Redaktion

Schwäbisch Hall, 09. Mai 2022 – Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen Immobilieninvestments unattraktiv. „Wir steuern in Deutschland auf eine neue Subprime-Krise zu“, sagt Christian Sammet, Geschäftsführer der Wealthgate GmbH. „In zwei bis drei Jahren wird die Immobilienblase platzen.“ Vermögende Anleger sollten sich bereits heute von Immobilien trennen und liquide Investments suchen.

 


Mit Immobilien ließ sich in den vergangenen zehn Jahren gutes Geld verdienen. „Allerdings ist es wie an anderen Märkten auch: Irgendwann müssen die Gewinne mitgenommen werden, sonst stehen sie nur in den Büchern“, sagt Sammet. Diese Gewinnmitnahme bedeutet: verkaufen. Denn angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage werden die Risiken stärker steigen als die Renditen.


 


So sind neben den Immobilienpreisen auch die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. „Die Immobilienpreise wurden dabei auch von den sehr niedrigen Zinsen angeschoben“, sagt Sammet. „Steigende Zinsen bedeuten fast direkt ein Ende der langen Preisrallye.“ Zudem sorgen die steigenden Zinsen bei der Fälligkeit von Darlehen für deutlich steigende Finanzierungskosten. „Viele Finanzierungen wurden zu sehr günstigen Konditionen abgeschlossen“, sagt Sammet. „Höhere Zinssätze sind bei vielen Anlegern zwar einkalkuliert, mindern aber die zukünftig zu erzielende Rendite.“ Bei sehr knapp gerechneten Objekten kann die Rendite bereits dadurch ins Negative drehen.


 


Dazu kommt aber ein vielleicht sogar stärkerer weiterer Risikofaktor: Bislang schon sind die Mieten immer weiter gestiegen. „Das wurde lange aufgefangen durch eine sonst sehr niedrige Inflation“, so Sammet. Mittlerweile aber steigen die Kosten für Strom oder Heizung schneller als jemals erwartet. „Das lässt in manchen Bereichen die Gesamtkosten fürs Wohnen einfach unbezahlbar werden“, so Sammet.


 


Entweder werden Mieten aus diesem Grund reduziert oder einfach nicht mehr bezahlt. Auch können nicht alle steigenden Kosten voll umgelegt werden, ohne die Mieter zu überlasten. „Wir erwarten hier eine deutliche Zunahme von Mietausfällen“, sagt Sammet. „Das führt bei vielen Immobilien zu einer Verringerung der Mieteinnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten.“ Und das wiederum mindert perspektivisch die Mietrendite deutlich.


 


„Family-Office-Kunden mit Immobilien empfehlen wir deshalb bereits seit einiger Zeit den Verkauf gut rentierlicher Objekte“, sagt Sammet. „Das Kapital sollte dann zunächst in liquiden Investments gehalten werden – und Neuinvestments im Immobiliensektor in jedem Fall derzeit zurückgestellt werden.“


 


 


Über Wealthgate


Die Wealthgate GmbH bietet Privat- und Unternehmenskunden an drei Standorten in Deutschland ganzheitliche Family-Office-Dienstleistungen und Vermögensmanagement an. Geschäftsführer und Gesellschafter ist Christian Sammet, der die komplexen Investmentziele der Mandanten mit seinem Wissen und dem Know-how der knapp 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen will. Wealthgate bietet drei Publikumsfonds an in den Bereichen Biotech und Multi-Asset. Insgesamt verwaltet das Unternehmen 250 Millionen Euro für Kunden.





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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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