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Kolumnist: Christoph Janß

Kursverfall bei Airbus vor dem Ende?




13.12.14 08:01
Christoph Janß

Der Kursverfall bei der Airbus Group setzt sich auch am heutigen Handelstag fort. So ist der Preis für die Aktie in den vergangen Tagen um 20 Prozent eingebrochen. Aktuell bildet der Kurs einen Boden im Bereich von 40 Euro aus.



Turbolenzen auch an Boden



Bereits am Mittwoch war der Aktienkurs um über 10 Prozent zurückgegangen, nachdem der Airbus Group Chef Tom Enders sich zur Gewinnentwicklung des Unternehmens geäußert hatte. Zuwächse seien wohl erst ab 2017 zur erwarten, wenn auch die A330 neo ausgeliefert wird. Der Nettogewinn war zuletzt vom 3. Quartal 2013 auf 2014 von 445 auf 264 Millionen Euro gesunken. Auch die weiteren Konzernsparten machen wenig Freude. So sind die restriktiven und widersprüchlichen Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter ein großes Wachstumshemnmis für den Konzern. Versuche Enders den Konzern umzubauen in Form einer Fusion mit BAE oder einer Auslagerung von Konzernteilen an Zulieferer, scheiterten nicht zuletzt an der Politik der Bundesrepublik. Positiv hingegen ist die aktuelle Schwäche des Euro für den Konzern zu bewerten. Da die Herstellung hauptsächlich in Europa erfolgt, jedoch in US-Dollar verkauft wird, führt dies zu höheren Erträgen.


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Flugzeug-Familie in der Übergangsphase



Der aktuelle Ölpreis ist für die Kunden der Airbus Group ein Grund zum Jubeln. Für 2014 erwartet der Airline-Verband IATA einen Einspareffekt in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar. Für 2015 werden sogar 25 Mrd. US-Dollar erwartet. Dennoch ist das Thema geringerer Betriebskosten und hierbei insbesondere das Spritsparen ein wichtiges Thema für die Airlines. Die derzeitige Produktpalette der Airbus Group Tochter stellt sich wie folgt dar:



  • A320: Zweistrahliges Mittelstreckenflugzeug mit max. 6.850 KM Reichweite und max.220 Sitzplätzen. Konkurrent zur Boeing 737er Familie. Der A320er Familie gehören auch die kleinere A318 und die A319 an.


  • A330: Zweistrahliges Langstreckenflugzeug mit max. 12.500 KM Reichweite und max. 404 Sitzplätzen. Die neue Version “neo” wird die Produktion der aktuellen A350 Ende 2017 ergänzen.


  • A340 (Produktion eingestellt): Vierstrahliges Langstreckenflugzeug mit max. 16.700 KM Reichweite und max. 419 Sitzplätzen. Produktion wurde 2011 zu Gunsten der A350 eingestellt.


  • A350: Langstreckenflugzeug mit max. 17.600 KM Reichweite und bis zu max.350 Sitzplätzen. Wird das bisherige Modell A330 ersetzen.


  • A380: Vierstrahliges Langstreckenflugzeug mit max. 15.200 KM Reichweite und max. 853 Sitzplätzen. Größtes ziviles Verkehrsflugzeug der Welt. Airbus Antwort auf die Boing 747.


Besonders gut läuft derzeit das aktuelle Modell der A320. Es ist das meistverkaufte Modell der Europäer, wie auch die nachfolgende Statistik zeigt. Kurz- und Mittelstreckenflieger sind derzeit besonders gefragt am Markt. Die Verkäufe der 20 Jahre alten A330 sind hingegen jedoch ins Stocken geraten. Die Maschine steht im direkten Wettbewerb zu Boeings Dreamliner, die als besonders sparsam gilt. Aus diesem Grund entschied man sich bei Airbus die A330 auf einen neuen Typ namens A330 neo umzustellen. Das neue Modell soll bis zu 14 Prozent weniger Treibstoff als der Vorgänger verbrauchen, mit Winglets ausgestattet sein und zum Teil aus Kunststoff gefertigt werden. Auslieferung wird jedoch nicht vor Ende 2017 erfolgen. Die Auslieferung der neuen A350 an den Großkunden Qatar Airways verzögert sich ebenfalls auf unbestimmte Zeit. Eigentlich sollten die ersten aus Aluminium gefertigten Maschinen bereits ausgeliefert werden. Geld verdienen will der Konzern mit der A350 ab Ende 2019.


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A380: Geplanter Absatz verfehlt



Beim A380 wurden hingegen die Umsatzziele klar verfehlt. Statt der erwarteten 1200 Verkäufe konnten bisher nur 318 A380 einen Käufer finden. 140 davon gingen an den Großkunden Emirates. Gerade dieser Kunde moniert nun, dass die 15 Jahre alte Airbus A380 nicht mehr auf der Höhe der Zeit sei. Insbesondere sollte die Maschine mit spritsparenden Triebwerken ausgestattet werden. Intern wird das Thema A380 heiß diskutiert. Ob die Produktion eingestellt oder mit geschätzten zwei Mrd. Euro auf den neusten Stand gebracht werden wird, bleibt abzuwarten.



Chartbild erholt sich nach



Der Kurs der Aktie hat sich in den vergangenen Tagen von 49,95 auf 40,27 Euro reduziert. Ein Rückgang um 20 Prozent. Im 1-Stunden-Chart stellt sich diese Entwicklung als ziemlich dramatisch dar. Betrachtet man den 1-Tages-Chart, so stellt man jedoch schnell fest, dass es sich um eine normale Korrektur innerhalb einer vertretbaren Größenordnung handelt. Interessant wird, bei einem weiteren Rückgang, der Bereich um 39,51 Euro. Fängt sich der Kurs bei dieser Marke ließe sich charttechnisch auf einen kurzfristigen Anstieg spekulieren.


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Airbus Group, 1 Stunde, 28.10.14 – 12.12.14



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Airbus Group, 1 Tag, 05.12.13 – 12.12.14



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Ihr Christoph Janß


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