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Kolumnist: D. Kirschbaum

Kollaps droht!




13.09.07 13:29
D. Kirschbaum

Kollaps droht - Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

 


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Rund 400 Mrd. Euro pumpten die Notenbanken in den letzten Wochen weltweit künstlich in den Kreditmarkt. Künstlich deshalb, weil sie dieses Geld nicht zu Marktbedingungen vergaben. Als die Nachfrage nach kurzfristiger Liquidität bei den Banken stieg, das Angebot sich aber gleichzeitig verknappte, passierte das Normalste, was man in einem funktionierenden freien Marktwirtschaftssystem erwarten kann: Der Preis (in dem Fall für Geld, also der Zins) erhöhte sich.


 


Trotzdem griffen die Notenbanken in das System ein und setzen die natürlichen Marktmechanismen außer Kraft, indem sie nahezu unbegrenzt Geld zu einem Zins anboten, der deutlich unter dem Zins lag, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem freien Markt gebildet hatte.


 


Um es noch mal hervorzuheben: Das Problem bestand nicht darin, dass auf dem Kreditmarkt kein Geld mehr zur Verfügung stand. Es drohte eben nur, erheblich teurer zu werden.


 


Doch warum sollten diejenigen, die für den Anstieg des Geldpreises verantwortlich waren, weil sie jahrelang ihr Geld an Schuldner mit schlechter Bonität verliehen (und damit im übrigen prächtig verdient) haben, nicht anschließend auch die Konsequenzen für ihr Handeln in Form höherer Kreditkosten tragen?


 


Und wenn dabei das ein oder andere Finanzinstitut in Schieflagen geraten oder gänzlich pleite gegangen wäre, dann gehört auch das zum Spiel der freien Marktkräfte und hätte einen Säuberungsprozess ausgelöst, an dessen Ende das System insgesamt gesünder dagestanden hätte als heute.


 


Denn was haben die Zinssubventionen der Zentralbanken letztlich real bewirkt? Die eigentliche Belastung, nämlich die vielen faulen Kredite, die in den Büchern der Banken und Versicherungen auf der Habenseite stehen, nimmt keine Notenbank der Welt ab. Die Liquiditätsspritzen, noch dazu zu günstigen Konditionen, gewähren lediglich eine Galgenfrist. Spätestens wenn das neu aufgenommene Geld wieder fällig wird, droht der nächste Engpass und früher oder später der Kollaps!


 


Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Auf Dauer gibt es keine andere Alternative, als schlechte Kreditrisiken abzuschreiben oder gegebenenfalls komplett auszubuchen. Bereits in den nächsten Quartalsergebnissen dürfte so manche Lücke in den Bankenbilanzen auftauchen, gefolgt von ersten Gewinnwarnungen und Neubewertungen.


 


 


Der Autor ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Kirschbaum Derivate-Investments GmbH, die private und institutionelle Anleger im Umgang mit derivativen Anlageprodukten berät. Feedback an: dirk.kirschbaum@derivate-investments.de


 


 


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