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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Keine Sorgen vor dem Konjunkturabschwung




01.09.18 06:18
Börse Stuttgart AG

Euwax bonds

Zum ersten Mal seit neun Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder verbessert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex – der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur – legte im August um 2,1 Zähler auf 103,8 Punkte zu. Einen derart starken Anstieg gab es im Monatsvergleich zuletzt im Dezember 2014. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Sommerhoch", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest die erfreulichen Zahlen. Zur besseren Stimmung trägt einerseits eine starke Binnenkonjunktur bei: Wie das Statistische Bundesamt kürzlich bestätigt hatte, zeigt sich die deutsche Konjunktur robust – das deutsche BIP stieg im zweiten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Andererseits trägt auch der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA bei: Seit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Trump im Juli besuchte, scheint der angedrohte Handelskrieg mit Strafzöllen, etwa auf Autos, zumindest zwischen Europa und den USA abgewendet. Der Handelsstreit zwischen den USA, der EU, China und anderen Ländern war ein wesentlicher Grund für die Eintrübung des Geschäftsklimaindex seit Jahresbeginn.
 
Vergangene Woche trafen sich Regierungsvertreter der USA und China in Washington – ein neuer Versuch, den Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern zu entschärfen. Doch die Gespräche blieben ergebnislos. Entspannung gab es zu Beginn dieser Woche zumindest im Streit zwischen den USA und Mexiko. Die beiden Länder haben eine vorläufige Einigung für ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen erzielt. Dieses soll das bisherige Abkommen (NAFTA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko ablösen. Kanada war an den Gesprächen nicht beteiligt – der Abschluss eines gemeinsamen Abkommens aller drei Länder ist aber schon für diese Woche angekündigt. Trump kritisierte NAFTA bereits vor einem Jahr und forderte dessen Neuauflage. Der neue Deal beinhaltet den Verzicht auf gegenseitige Zölle bei Agrarprodukten, Eckpunkte für die Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft und Reformen zur Liberalisierung der Finanzmärkte.


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