Kolumnist: Feingold-Research

Investoren schichten um – Europäische Qualitätsaktien sind gefragt




03.08.17 10:45
Feingold-Research

Nach der Talfahrt die letzten Wochen konsolidiert der DAX seit einer Woche knapp über der 12.200er Marke. Neu in unsere ISIN-Liste haben wir für interessierte Anleger unter anderem die Inliner HW262K und HW448H aufgenommen. Auch sehr attraktiv unserer Meinung nach: der Discount-Optionsschein DGR62S mit etwas Puffer und einer Seitwärtsrendite von knapp 40 Prozent. Insgesamt könnten der DAX und andere europäische Indizes die nächsten Monate vom Interesse weltweiter Investoren an europäischen Aktien profitieren. Welche könnten zu den Favoriten der Anleger gehören?

Die Korrektur am Aktienmarkt in Europa weitet sich aus. Ende Juni sorgte die Sitzung der US-Notenbank für zusätzlichen Abgabedruck. Obwohl sich das Wachstum der US-Wirtschaft deutlich abgekühlt hatte, verschärfte Fed-Chefin Janet Yellen die Geldpolitik weiter, was die Wirtschaft zusätzlich bremste. Letzte Woche verkündete die FED nun, eine Zinspause einlegen zu wollen und sich die nächsten Monate primär um den Abbau der eigenen Bilanzsumme zu kümmern. So soll unter anderem der Bestand an Staatsanleihen wieder deutlich gesenkt werden. Der Euro reagierte positiv und stieg nach der Verkündung mit 1,1736 auf den höchsten Wert seit über 2 Jahren. Mittlerweile dotiert der Euro sogar knapp unter 1,19 Dollar.


Börse_Frankfurt_Skyline_11_12Doch damit trüben sich die Perspektiven für die exportabhängigen Firmen aus Europa ein. Dennoch könnten die Investoren weiterhin verstärkt auf europäische Aktien setzen. Denn während US-Aktien höher bewertet sind als selten zuvor, sind die hiesigen Papiere bei Weitem noch nicht so teuer, sondern werden mit einem deutlichen Bewertungsabschlag gegenüber dem 2007er-Rekord gehandelt.


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In einem etwas unsicheren Konjunkturumfeld dürften vor allem Qualitätsaktien gefragt sein. Deren Geschäft dürfte sich auch dann gut entwickeln, wenn die Wirtschaft etwas Gegenwind bekommen sollte. Der Indexanbieter MSCI macht Qualitätsaktien vor allem an drei Kennzahlen fest: einer hohen Eigenkapitalrendite, stabilem Gewinnwachstum und niedriger Verschuldung. Der schwerste Wert in dem MSCI Europe Quality Index ist Nestlé, mit einem Indexgewicht von 5,1 Prozent, auf Platz fünf rangiert der Wettbewerber Unilever mit 3,6 Prozent.


Nestle_HQTrotz der Rekordfahrt hat die Aktie des weltgrößten Nahrungsmittelherstellers Nestlé noch Potenzial, zumal sie in den vergangenen Jahren schon höher bewertet war als aktuell (Für interessierte Anleger: Call HW33L3; Put HW32TJ). Während das 2018er-KGV derzeit bei 21,4 liegt, lag es im August 2016 auf Basis der Gewinne des nächsten Jahres bei 23,6. Trotz des hohen Wettbewerbsdrucks erhöht Vorstandschef Mark Schneider allmählich die Preise. Er setzt erst einmal auf deutliche Kostensenkungen und will bis 2020 für eine deutliche Belebung des Umsatzes sorgen. Unilever hat im ersten Quartal die Preise sogar noch deutlich stärker angehoben als Nestlé. Gleichzeitig liegt das KGV von Unilever mit 20,4 deutlich unter dem Niveau vom August 2016.


Zwei Qualitätsaktien aus Deutschland

Zu den zehn schwersten Werten in dem Index gehören zudem die Pharmakonzerne Roche mit einem Gewicht von 4,8 Prozent, vor dem dänischen Wettbewerber Novo Nordisk (4,1 Prozent), Bayer (3,4 Prozent), und den englischen Konkurrenten GlaxoSmithKline (3,5 Prozent) und AstraZeneca (3,2 Prozent). Das KGV von Roche liegt bei 15. Gegen den zunehmenden Wettbewerbsdruck für seine wichtigsten Umsatzlieferanten Herceptin, Rituxan und Avastin stemmt sich Vorstandschef Severin Schwan nicht zuletzt mit dem neuen Antikrebsmittel Perjeta, das 2016 einen Umsatz von knapp zwei Mrd. Dollar erwirtschaftet hat.


Bayer_Presse_2Bis 2021 soll er um drei Mrd. Dollar steigen. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer erfreut sich blendender Geschäfte, weshalb Vorstandschef Werner Baumann im April die Prognose erhöht hat. Er will bis Ende 2017 die Übernahme von Monsanto abschließen. Mit einem KGV von 14,4 ist die Bayer-Aktie viel niedriger bewertet als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre von 24.


Ebenso wie bei Bayer brummt auch das Geschäft von SAP. Zwar drückt das starke Wachstum im Cloud-Geschäft in diesem Jahr noch einmal auf die operative Marge. Laut den Schätzungen der Analysten soll sie im nächsten Jahr aber um rund einen Prozentpunkt steigen. Gleichzeitig ist die Aktie mit einem KGV von 20,6 nicht ganz so hoch bewertet wie im Schnitt der vergangenen zehn Jahre von 22,3. In einem etwas unsicheren Konjunktur- und Börsenumfeld sollten Qualitätsaktien gut laufen, zumal wenn die Papiere nicht ganz so teuer sind, wie im Schnitt früherer Jahre. Dabei könnten die obigen Titel zu den Lieblingen der Anleger gehören.


In unserer ISIN-Liste finden Sie wie gewohnt viele interessante Anlageideen auf viele der hier vorgestellten Unternehmen, zum Beispiel den Call GL4Z30 oder den Discount Call PR1PAH auf Bayer sowie einen Turbo-Bear TD9R5R auf SAP. Beachten Sie auch unserer Positionierungen im Favoriten- und Defensivdepot.



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