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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Grüner Fisher: "Laufende Erträge? Kein Problem!"




10.02.19 11:45
Redaktion boerse-frankfurt.de


Grüner verweist auf die Langfristigkeit der Aktienanlage und rät Anlegern davon ab,den Markt timen und Volatilität aussitzen zu wollen. 8. Februar 2019. FRANKFURT (Grüner Fisher). Deutsche Anleger befinden sich immer noch fest im Griff des Niedrigzinsumfelds. Während zehnjährige US-Staatsanleihen aktuell mit 2,68 Prozent rentieren, werfen zehnjährige Bundesanleihen heute mit 0,16 Prozent eine Rendite nahe der schwarzen Null ab. Wer die aktuellen Festgeld- und Sparbuchzinsen nach Inflation betrachtet, dürfte über den realen Kaufkraftverlust bestürzt sein.

Investiert man 1 Million Euro in zehnjährige Bundesanleihen, kann man sich über eine Zinszahlung von lediglich 1.600 Euro freuen - vor Steuern und vor Inflation. "Besser als nix", mag so mancher Anleger mittlerweile darüber denken. Niedrige Zinsen sind nicht neu, und solange keine Strafzinsen zu bezahlen sind, ist die Schmerzgrenze auch nicht überschritten. Eine ausweglose Situation? Keineswegs, für langfristig orientierte Anleger existiert eine naheliegende Lösung.

Stabile Dividenden


Um laufende Erträge in vernünftiger Höhe zu generieren, sind bei Aktien keine astronomischen Anlagesummen nötig. Wer es gewagt hat, die Kurskapriolen rund um den Jahreswechsel nach positiven Gesichtspunkten zu untersuchen, hat sicherlich die attraktiven Bewertungskennzahlen vieler Unternehmen zur Kenntnis genommen. Wenn rapide Kursverluste auf robuste Dividendenzahlungen treffen, rückt die Dividendenrendite in ein noch positiveres Licht. Für eine "Zinszahlung" von 1.600 Euro sind keine siebenstelligen Anlagesummen vonnöten, bei einer angenommenen Dividendenrendite von 4 Prozent würden bereits 40.000 Euro genügen. Keine utopische Annahme, sondern für viele grundsolide Unternehmen im Bereich des Möglichen - für 2019 werden beispielsweise die DAX-Konzerne nach aktuellen Berechnungen im Durchschnitt rund 3 Prozent ausschütten. Attraktiv!

Volatilität erzeugt Abwehrhaltung


Selbstverständlich sind die avisierten Dividendenzahlungen nicht in Stein gemeißelt. Solide Unternehmen, die ihre Ausschüttungen nicht als "Werbung" für Aktionäre verstehen, sondern als vernünftige Gewinnaufteilung, müssen natürlich auf rückläufige Entwicklungen reagieren - wie es beispielsweise bei Daimler im Jahr 2019 der Fall ist. Auf breiter Ebene stehen die Schwankungen der Dividendenzahlungen jedoch in keinem Verhältnis zur Volatilität, von der die Aktienkurse selbst immer wieder erfasst werden. Wem die Schwankungsbreite der Aktienmärkte prinzipiell ein Dorn im Auge ist, sollte seinen Fokus also auf die Robustheit der Dividendenzahlungen richten.

Für langfristig orientierte Anleger ist es vor allem wichtig, Zinseszinseffekte einzufangen. Zum einen ist es so möglich, über langfristig steigende Dividendenzahlungen den Effekt laufender Erträge nach oben zu skalieren, zum anderen ist natürlich der "Basiseffekt" steigender Kurse das ausschlaggebende Kriterium für nachhaltige Wertsteigerung schlechthin. Genau aus diesen Gründen sollte man sich den Ausstieg aus den Aktienmärkten - mit der Hoffnung auf einen günstigeren Wiedereinstieg und dem Bestreben, Volatilität "auszuklammern" - sehr gut überlegen.

Fazit


Für laufende Erträge in vernünftiger Höhe muss man tatsächlich Millionensummen zur Verfügung haben, wenn man der festverzinslichen Schiene treu bleiben will. Umso härter schlägt jedoch dann der reale Kaufkraftverlust zu. Über stabile Dividendenzahlungen und langfristige Kurssteigerungen bieten Aktienmärkte weitaus mehr. Es lohnt sich für Anleger, bei Aktieninvestitionen keine Zweckentfremdung durch kurzfristige Spekulationen zu betreiben, sondern die langfristigen Effekte durch einen disziplinierten Investmentansatz einzufangen.

von Thomas Grüner
8. Februar 2019 © Grüner Fisher

Über den Autor


Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren „Forbes“-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen „Forbes“-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

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