Kolumnist: Société Générale

Der Goldpreis und die Notenbanken




12.04.12 08:22
Société Générale

Quantitative Easing – das beschreibt im Englischen die Lockerungspolitik der Notenbanken. Gemeint sind damit vor allem Ma\xDFnahmen die die Konjunktur ankurbeln sollen. In den vergangenen Jahrzehnten gab es unz\xE4hlige sogenannte „Quantitative Easings“ – oftmals konnten die Notenbanken damit die wirtschaftliche Erholung in Schw\xE4chephasen beg\xFCnstigen. Betrachtet man den Goldpreis in Zusammenhang mit dieser Geldpolitischen Ma\xDFnahme, so\xA0 f\xE4llt auf: Der Goldpreis verzeichnete immer dann Kursaufschl\xE4ge, als die Notenbanken ihre Geldpolitik lockerten.

Die gegenw\xE4rtige Entwicklung des Goldpreises macht hier keine Ausnahme, denn eine der st\xE4rksten Preistreiber in den vergangenen Wochen war die US-Amerikanische Notenbank FED. In seiner Rede zum Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten erkl\xE4rte der Notenbankchef Ben Bernanke, dass die US-Notenbank ihre Ma\xDFnahmen zur Stabilisierung der amerikanischen Konjunktur unzureichend ausgef\xFChrt habe. F\xFCr eine Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten sei laut Bernanke weiterhin eine lockere Geldpolitik (de facto hei\xDFt das: Erh\xF6hung der Staatsausgaben bei gleichzeitiger Geldmengenerh\xF6hung ) vonn\xF6ten. Angesichts dieser Ank\xFCndigung reagierten die M\xE4rkte in Erwartung einer neuen Liquidit\xE4tsspritze durch Anleihek\xE4ufe der FED mit Kursaufschl\xE4gen. Direkt nach Ver\xF6ffentlichung der Rede von Bernanke sprang der Goldpreis auf rund 1.700 US-Dollar je Feinunze. Das Ergebnisprotokoll des FOMC\xA0 (Federal Open Market Committee) - Treffens letzten Donnerstag relativierte allerdings die Aussage Bernankes. Mit dem Hinweis auf eine wider Erwarten positive Entwicklung der US-Wirtschaft wurden keine weiteren geldpolitischen Lockerungsma\xDFnahmen als notwendig erkl\xE4rt. Im Zuge dessen verzeichnete der Goldpreis einen R\xFCckgang auf rund 1.600 US-Dollar je Feinunze.

Warum k\xF6nnen Notenbanken den Goldpreis so starkbeeinflussen?

Dieser Zusammenhang macht deutlich: Lockerungsma\xDFnahmen von Notenbanken k\xF6nnen den Goldpreis ma\xDFgeblich beeinflussen. Aber warum ist das so?
Der Grund liegt in den Folgen der quantitativen Lockerung: Beginnt eine Zentralbank auf Grund von konjunkturellen Schw\xE4chen mit einer Ausdehnung der Geldmenge, f\xFChrt dies automatisch zu einer Preisniveauerh\xF6hung. Gold kann wegen seiner Preisbest\xE4ndigkeit f\xFCr Investoren einen wirkungsvollen Schutz gegen Inflation darstellen und ist deshalb in Zeiten der quantitativen Lockerung besonders gefragt.

Kann es im Zuge der Notenbankpolitik in absehbarer Zeit zu Kursaufschl\xE4gen beim Goldpreis kommen?


Nach der deutlichen Erholung im ersten Quartal verharrten die M\xE4rkte in den letzten Wochen zum gro\xDFen Teil in einer Seitw\xE4rtsbewegung. Dies war nicht zuletzt Ausdruck eines schwindenden Vertrauens in eine weitere konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft. Sollten weitere D\xE4mpfer geldpolitische Ma\xDFnahmen der Notenbanken erforderlich machen, k\xF6nnten diese also durchaus einen steigenden Goldpreis beg\xFCnstigen. Die Soci\xE9t\xE9 G\xE9n\xE9rale erm\xF6glicht es Anlegern, mit Optionsscheinen und Zertifikaten ihre Markterwartung f\xFCr den Goldpreis umzusetzen. Geht der Anleger von einem moderat, aber kontinuierlich steigenden Goldpreis aus, k\xF6nnte ein Trend Inline-Optionsschein (z.B. SG2UUU) ein interessantes Produkt darstellen.
Trend Inline-Optionsscheine besitzen eine obere und eine untere Barriere, die gemeinsam einen Kurskorridor bilden, in dem sich der Basiswert im Idealfall w\xE4hrend der Laufzeit bewegen sollte. Dabei ist der Kurskorridor nicht statisch, sondern bewegt sich kontinuierlich nach oben, indem die obere und die untere Barriere jede Woche Montag (der jeweilige Anpassungstag) um f\xFCnf US-Dollar erh\xF6ht werden. Solange der Kurs des Basiswertes bis zum finalen Beobachtungstag (einschlie\xDFlich) des Optionsscheins weder die obere noch die untere jeweils g\xFCltige Barriere ber\xFChrt bzw. durchbricht, erh\xE4lt der Anleger pro Trend Inline-Optionsschein einen bei Emission festgelegten Betrag. Sollte die jeweils g\xFCltige obere oder untere Barriere jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt w\xE4hrend der Laufzeit ber\xFChrt oder durchbrochen werden, verf\xE4llt der Optionsschein nahezu wertlos. Hierzu ein Beispiel (WKN: SG2UUU): Die gegenw\xE4rtige untere Barriere des Produktes liegt bei 1.535,00 US-Dollar, die gegenw\xE4rtige obere Barriere bei 2110,00 US-Dollar. Anders als bei klassischen Inline-Optionsscheinen werden die Barrieren w\xF6chentlich um jeweils 5,00 US-Dollar angehoben. Notiert der Goldpreis auch bis zum 30.07.2012 innerhalb des jeweils g\xFCltigen Kurskorridors, w\xFCrden Anleger einen Auszahlungsbetrag in H\xF6he von zehn Euro erhalten. Sollte jedoch die jeweils g\xFCltige obere oder untere Barriere zu irgendeinem Zeitpunkt w\xE4hrend der Laufzeit ber\xFChrt oder durchbrochen werden, verfiele der Optionsschein nahezu wertlos; die f\xFCnf Bankarbeitstage nach dieser Barrierenverletzung erfolgende R\xFCckzahlung w\xFCrde in diesem Fall 0,001 Euro pro Schein betragen.





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