Kolumnist: Holger Steffen

Gold: Konjunkturdaten als Stimmungskiller




06.10.17 09:24
Holger Steffen

Die Marke von 1.300 US-Dollar hat sich mal wieder als zu große Hürde für
den Goldpreis erwiesen. Sah es noch in der ersten Septemberhälfte nach
einem erfolgreichen Ausbruch aus, machte die anschließende Korrektur
dieses Szenario zunichte. Der Gegenwind von den Konjunkturdaten war zu
kräftig. Für Gold ist vor allem der Realzins wichtig. Je niedriger,
desto höher sind die Performancechancen für das Edelmetall, da die
Opportunitätskosten geringer und die Inflationsrisiken größer sind.
Daher sind alle Augen auf die FED und die Möglichkeit einer weiteren
Leitzinserhöhung gerichtet. In den letzten Monaten hatte die Notenbank
gezögert, aber diese Phase dürfte noch in diesem Jahr beendet werden.
Zuletzt hat der Einkaufsmanagerindex zur Industrie in den USA mit einem
Anstieg auf ein 6-Jahres-Hoch positiv überrascht. Die Komponente für
neue Aufträge war ausgesprochen stark, das spricht für eine sehr robuste
Konjunktur. Dieser Eindruck wurde auch durch starken
Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor untermauert. Vor
diesem Hintergrund kann die FED kaum anders, als die Zinsen weiter zu
erhöhen. Gleichzeitig sind nach wir vor kaum Anzeichen für eine höhere
Inflationsdynamik, die für einen niedrigeren Realzins sorgen könnte.
Damit fehlen Gold im Moment schlicht die Treiber für einen deutlichen
Anstieg über 1.300 US-Dollar.


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