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Kolumnist: Holger Steffen

Gold: Dieses Mal kein sicherer Hafen




08.02.18 10:03
Holger Steffen

Von den jüngsten Turbulenzen am Aktienmarkt konnte Gold überhaupt nicht
profitieren, der Ausbruch wurde mal wieder vertagt. Zwei gegensätzliche
Determinanten zerren an dem Kurs. Wenn Aktien stark unter Druck geraten,
wird oftmals reflexartig Gold als sicherer Hafen angesteuert.
Dieses Mal war das aber nicht der Fall. Eine Ursache dürfte sein, dass
das Edelmetall nach der steilen Rally seit Mitte Dezember bereits
überkauft war und selbst eine Korrektur gestartet hatte. Eine andere
resultiert aus dem Grund des Aktieneinbruchs, denn steigende
langfristige Zinsen sind auch für den Goldpreis schädlich. Damit steigen
die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall.

Doch es gibt auch einen dem entgegen stehenden Mechanismus: Der
Zinsanstieg geht einher mit anziehenden Inflationserwartungen. Gehen die
Marktteilnehmer davon aus, dass die Preissteigerung künftig
Zinserhöhungen der Zentralbanken übertrifft, kann Gold sogar
profitieren. Insofern bleibt abzuwarten, wie das Tauziehen ausgeht.
Weiter gilt: Hält sich Gold oberhalb von 1.300 US-Dollar, bleibt das
Chartbild positiv. Ein Ausbruch über die Marke von 1.400 US-Dollar würde
einen neuen Bullenmarkt einläuten.


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