Kolumnist: Feingold-Research

Gold – Chance als “sicherer Hafen”?




01.02.18 08:01
Feingold-Research

Zum ersten mal seit Woche kommt am US-Aktienmarkt etwas Unruhe auf. Die Volatilität steigt und ist beim VDAX mit 16 auf einem relativ hohen Niveau. Gold könnte sich also als “sicherer Hafen” präsentieren. Wir empfehlen Gold weiterhin als Beimischung im Depot – attraktiv über den Capped-Bonus auf Barrick Gold (CQ2DU0) oder den Turbo-Bull (TD9LRH) auf den Goldpreis selbst. Wir stellen die Einschätzung der Vontobel-Experten vor. 

 


Rohöl: Beträchtliches Korrekturpotenzial

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn etwas unter Druck geraten. Belastung kam von der US-Schieferölindustrie, die ihre Fördermenge angesichts deutlich gestiegener Notierungen am Weltmarkt stetig ausweitet. Laut Daten des Ölfeldausrüsters Baker Hughes vom Freitagabend gab es in der vergangenen Woche 759 aktive Bohrlöcher in den USA und damit zwölf mehr als in der Woche zuvor. Das Fass Brent kostete wieder weniger als 70-US-Dollar, WTI fiel unter 66 US-Dollar je Barrel zurück.


Unsere Auswahl auf Brent-Öl ist der Discounter SG55CP oder der Turbo-Bear CQ22X6 und Bull DM8PST.


Konjunktur_Hafen_IsraelDer gestiegene Ölfluss aus den USA läuft der Strategie des Ölkartells OPEC entgegen, das Angebot zu verknappen und die Lagerbestände zu drücken. Die OPEC hat ihre Förderung zusammen mit anderen großen Produzenten wie Russland, gedeckelt. Nach Informationen der Helaba sind OPEC und Russland nun offenbar bereit, die Produktionsbeschränkungen auch über das Jahresultimo hinaus aufrecht zu erhalten, da sie „für das erste Halbjahr 2018 eine weniger dynamische Rohölnachfrage erwarten“. Das starke Nachfragewachstum in den USA und in Europa im vergangenen Jahr basiere auch auf den niedrigen Preisen im ersten Halbjahr, konstatierte Analyst Heinrich Peters im Rohstoffreport Januar. 2018 ergibt sich aus seiner Sicht ein gegenteiliger Effekt. „Die Preise für Mineralölprodukte scheinen saisonal untypisch bereits im ersten Quartal deutlich anzusteigen“.


Die spekulativen Finanzanleger haben nach Einschätzung der Commerzbank durch ihre Käufe maßgeblich zum Preisanstieg bei Rohöl beigetragen. Die Motive hierfür seien eine Mischung aus Risikoappetit und der Erwartung einer weiteren Markteinengung. Laut den Fachleuten hat sich bei Rohöl inzwischen ein beträchtliches Korrekturpotenzial aufgebaut, was jederzeit zu einer kräftigen Preiskorrektur führen könne.


Gold bleibt als Absicherungsinstrument gefragt

Der Goldpreis ist zu Wochenbeginn wieder etwas von seinen Hochständen der vergangenen Handelstage zurückgekommen. Letzte Woche kletterte der Preis in der Spitze bis auf 1.366 US-Dollar – der höchste Stand seit August 2016. Gold war an den Finanzmärkten als Folge des schwachen US-Dollars gefragt. Seit Mitte Dezember hat der Goldpreis in Dollar um über hundert Dollar je Unze zugelegt. Der unter Druck stehende US-Dollar lässt das international in der US-Währung gehandelte Edelmetall für viele Anleger rechnerisch günstiger werden. Die Nachfrage außerhalb des Dollarraums steigt daher, was den Goldpreis stützt.


Dass der jüngste Preisanstieg von Gold fast ausschließlich auf den schwachen US-Dollar zurückzuführen ist, zeigt auch die Reaktion von Gold in Euro gerechnet. Dieses legte vergangene Woche nur verhalten zu und notierte weiter noch unter der Marke von 1.100 Euro je Feinunze.


„Nachdem Gold in jüngster Zeit offenbar an den Finanzmärkten zur Absicherung gegen den schwachen US-Dollar genutzt wurde, dürfte allmählich wieder die langfristige Versicherung gegen Inflation und extreme Ereignisse an Bedeutung gewinnen, ist Helaba-Analyst Heinrich Peters überzeugt. Bei zunehmender Risikoaversion der Marktteilnehmer im weiteren Jahresverlauf dürfte Gold schließlich bei einem erneuten Anlauf auch die massive Widerstandszone bei 1.350 US-Dollar je Feinunze nachhaltig überwinden, so der Experte.


Silberpreis klettert auf Viermonatshoch  

Silber_FotoliaIm Fahrwasser des steigenden Goldpreises hat auch der Silberpreis zuletzt Boden gutgemacht und vergangene Woche bei 17,71 US-Dollar je Feinunze ein Viermonatshoch erreicht. Wie Gold profitierte auch Silber von der anhaltenden Schwäche des US-Dollars, die die in US-Dollar denominierten Edelmetalle für Investoren außerhalb des US-Dollarraums rechnerisch verbilligt.


Das Metall profitiert derzeit darüber hinaus von einer robusten Nachfrage. So hat der weltgrößte Einkäufer China im Jahr 2017 deutlich mehr Silber importiert, wie Analysten der Commerzbank berichteten. Die Einfuhren hätten nach Angaben der Zollbehörde im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf fast 4.300 Tonnen zugelegt und damit ein Sieben-Jahreshoch erreicht. „In China wurden die Solarzellenproduktion im letzten Jahr das zweite Jahr in Folge deutlich ausgeweitet und über 50 Prozent mehr Solarmodule installiert, dies hat zu einer hohen Silbernachfrage geführt“, erklärten die Frankfurter Analysten.


Das gerade begonnene Zwischenwahljahr in den USA stellt nach Einschätzung von Jörg Scherer, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, für Edelmetalle den besten Teilabschnitt im Rahmen des US-Wahlzyklus dar. Vor diesem Hintergrund erwartet Scherer im Jahr 2018 einen Anlauf des Silberpreises auf das Hoch von 2016 bei 21,11 US-Dollar.


Quelle: Vontobel, eigene Recherche



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