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Kolumnist: Feingold-Research

Gold, Apple, Evotec – “Knock out”- Schule für Beginner




17.03.17 09:39
Feingold-Research

Für so manchen Anleger geht ein Bonuszertifikat schon als offensives Produkt durch. Darüber können Käufer von Hebelpapieren teilweise nur schmunzeln. Hier fängt für viele der Spaß erst bei einer Hebelwirkung im zweistelligen Bereich an, zum Beispiel bei dem Gold Open End Turbo Bull mit der WKN CW68DS aus unserer ISIN-Liste und einem 10er Hebel. Beim DAX eignet sich der Turbo-Bull DGR0N1 offensiv für steigende Kurse. Bären greifen zur CC9NLL

Doch es geht auch vorsichtiger. So können vor allem Knock-out-Papiere auch mit ganz kleinem Hebel daherkommen. Mutige Anleger wählen auf der Hebelseite primär zwischen den volatilitätsabhängigen Optionsscheinen sowie Knock-out-Papieren, auch Turbos oder Waves genannt.


Der Hebel entsteht dadurch, dass nur ein geringer Kapitaleinsatz im Gegensatz zum Direktinvestment erforderlich ist. Anleger sollten jedoch das Risiko nicht außer Acht lassen. So schnell es nach oben geht, kann es auch in die andere Richtung laufen. Scheine und Knock-outs bergen beide das Risiko des Totalverlusts als Preis für die Chance sehr hoher Gewinne.


Weitere aktuelle Turbos aus unserer ISIN-Liste:


Evotec Turbo Long TD8A25 Hebel 4,98
Apple Inc. WAVE XXL Put XM1SBV Hebel 8,13
Novo Nordisk Turbo Long CE5B7Q Hebel 7,9
Einfache Funktionsweise

BankenWie auch bei Zertifikaten ist die Auswahl an Basiswerten riesig. Neben Aktien, Anleihen und Indizes gibt es sie speziell auch für Fans von Rohstoffen und Devisen. Mit Knock-out-Bull-Papieren setzen Anleger auf steigende Kurse beim Basiswert. Bei Knock-out-Bear-Papieren exakt umgekehrt auf fallende Kurse. Dabei ist die Funktionsweise vergleichsweise einfach. Steigt ein zugrunde liegender Basiswert um beispielsweise 33 Prozent, erzielt ein Anleger bei einem Bull-Papier mit Hebel drei einen Gewinn von 100 Prozent.


Alle Turbos besitzen eine Knock-out-Schwelle, die bei Bull-Papieren auf oder oberhalb, bei Bear-Papieren auf oder unterhalb des Basispreises liegt. Der Basispreis ist quasi der festgelegte Kaufkurs (beim Bull-Papier) beziehungsweise der Verkaufskurs (beim Bear-Papier) des Knock-outs. Wird die K.o.-Barriere einmal berührt, verfallen die Produkte sofort und es droht ein Totalverlust. Knock-outs gibt es sowohl mit begrenzter als auch unbegrenzter Laufzeit.


Der Preis des Papiers ergibt sich unter anderem aus der Differenz des aktuellen Kurses des Basiswerts (zum Beispiel einer VW-Aktie) zum Basispreis des Zertifikates. Je weiter der Kurs von der Knock-out Schwelle entfernt ist, desto geringer das Risiko eines kompletten Verlustes, desto höher aber auch der Preis. Eine sehr ausführliche und einfach dargestellte Beschreibung der Funktionsweise finden Sie auch in den Handbüchern der BNP.


Finanzierungskosten beachten


Euro_Geld_ueberpruefung_von_banknoten_2Letztere haben den Vorteil, dass sie sich auch für einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont eignen. So lässt sich mit einem moderaten Hebel von zwei langfristig auf einen steigenden oder fallenden DAX setzen. Allerdings müssen die Anleger bei einer längeren Haltedauer die sogenannten Finanzierungskosten für die K.o.-Bull-Papiere einkalkulieren, da die Bank ihnen quasi Geld für die Finanzierung leiht. Diese Kosten werden bei unbegrenzt laufenden Knock-outs über einen ansteigenden Basispreis einkalkuliert.


Es gilt: Je höher der Hebel, desto teurer auch die Finanzierung. Ausgangspunkt für die Berechnung ist der EONIA, auch Euro Overnight Index Average, der den Referenzzinssatz der Europäischen Zentralbank für Tagesgeldkonten bezeichnet. Auf diesen wird gewöhnlich ein von Bank zu Bank leicht unterschiedlicher Zinssatz (Zinsmarge) aufgeschlagen. Bei Bear-Papieren erhalten Anleger Finanzierungszinsen, allerdings ist im aktuellen Umfeld die Zinsmarge des Emittenten in der Regel höher, so dass kein Finanzierungsvorteil entsteht.


Optionsscheine mit Vola-Einfluß


Der große Unterschied zwischen Optionsscheinen und Knock-outs ist zum einen die fehlende K.o.-Schwelle, zum anderen der bei Optionsscheinen sehr deutliche Volatilitätseinfluss. Aus diesem Grund waren Scheine ab Mitte 2008 bis Anfang 2009 auch nicht von Vorteil, da die Schwankungsbreite der Basiswerte, die Volatilität, einfach zu hoch war. Dies verteuerte über den Volatilitätseinfluss fast sämtliche Optionsscheine immens.


Mit der aktuellen Volatilität am Markt beschäftigte sich auch unsere Finanzmarktrunde vom 15.03., die Aufzeichnung finden Sie hier …


Frankfurt_DeutscheBankFällt die Volatilität dann wieder, erleiden Optionsscheininhaber Verluste durch eine sinkende Volatilität. Sie können sogar die Gewinne aus der „positiven“ Kursbewegung des Basiswerts übertrumpfen. Bei Optionsscheinen ist eine gewisse Voraussicht, wie sich die Volatilität entwickeln könnte, deshalb sehr wichtig.


Im Gegensatz zu Knock-outs können Anleger bei Scheinen auch einen Basispreis wählen, der beim Call oberhalb und beim Put unterhalb des aktuellen Basiswertkurses liegt. Dadurch wird der Preis für den Optionsschein billiger als die Prämie für Knock-outs und der Hebel nimmt zu.


Allzu weit vom aktuellen Kurs des Basiswerts sollte der Basispreis der Option aber auch nicht liegen. Sonst partizipiert der Schein kaum noch an Bewegungen des Basiswerts. Als grobe Faustregel gilt: Den Basispreis nicht weiter als 20 Prozent entfernt ansetzen und bei der Laufzeit ungefähr das Doppelte der erwarteten Haltedauer wählen.



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
149,85 $ 150,56 $ -0,71 $ -0,47% 28.07./20:49
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US0378331005 865985 156,65 $ 102,53 $
Werte im Artikel
11,93 plus
+6,04%
6,00 minus
-0,33%
149,84 minus
-0,48%
11,69 minus
-1,48%
0,48 minus
-4,00%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
127,51 € -1,07%  21:01
München 128,20 € -0,02%  08:00
Hannover 127,60 € -0,31%  11:08
Berlin 127,60 € -0,31%  08:32
Nasdaq 149,87 $ -0,46%  20:49
Frankfurt 127,704 € -0,58%  19:32
Stuttgart 127,19 € -0,59%  17:40
Hamburg 127,70 € -2,59%  15:40
Düsseldorf 127,80 € -2,74%  08:07
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