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Kolumnist: Sabine Traub

GESCHÄFTSKLIMAINDEX: HÖCHSTER WERT SEIT HERBST 2000




05.08.17 07:16
Sabine Traub

Euwax bonds                             
   
Bank of England belässt Geldpolitik unverändert       

Der deutsche Aktienmarkt wurde zur Wochenmitte vom Höhenflug des Euros, der in der Spitze bei 1,19 USD notierte, ausgebremst. Zudem belasteten enttäuschende Zahlen der Commerzbank, die Unsicherheit um die Zukunft der Dieselmotoren den Markt. Am Donnerstagnachmittag notierte der Dax im Minus, bei 12.142 Zählern.
 
Gute Nachrichten kamen indes vom Wirtschaftsklima. Der Geschäftsklimaindex für die Euro-Zone ist für das dritte Quartal um 8,8 auf 35,2 Punkte gestiegen. "Dies ist der höchste Wert seit Herbst 2000", sagte ifo-Präsident Clemens Fuest und fügte hinzu: “Das starke Wachstum dürfte sich damit im zweiten Halbjahr 2017 fortsetzen."
Im Frühjahr war das Bruttoinlandsprodukt in der Währungsunion um 0,6 Prozent gewachsen. Die im vierteljährlichen Rhythmus befragten 340 Experten bewerten insbesondere die Lage besser als zuletzt. Aber auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate wurden optimistischer bewertet.
In den vier größten Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verbesserten sich sowohl die Lage als auch die Erwartungen. Die gute Konjunktur geht aber vorerst nicht mit einem steigenden Preisdruck einher. Zumindest fielen die Inflationserwartungen der befragten Experten für dieses Jahr von 1,6 auf 1,5 Prozent.
 
Die Bank of England (BoE) hat den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,25 Prozent, das Volumen der angekauften Gilts bei 435 Milliarden Pfund und das der erworbenen Unternehmensanleihen bei 10 Milliarden Pfund belassen. Zugleich prognostizierten die britischen Währungshüter, dass höhere Leitzinsen angemessen sein dürften, wenn sich die Wirtschaft "in etwa wie erwartet" entwickle. Die dann notwendigen Zinserhöhungen werden nach ihrer Aussage stärker ausfallen als derzeit an den Finanzmärkten eingepreist. Laut BoE sehen die Märkte den Leitzins 2018 derzeit bei 0,50 Prozent und erwarten eine Anhebung auf 0,75 Prozent im Jahr 2020. Tatsächlich würden die Leitzinsen aber wohl höher sein, prognostizierte die BoE.
Ihre Inflationseinschätzung ließ die BoE weitgehend unverändert. Laut dem Statement rechnet sie damit, dass die Inflation weiter steigen und im Oktober einen Höhepunkt von 3 Prozent erreichen wird. Im Juni war die Inflationsrate jedoch auf 2,6 (Mai: 2,9) Prozent zurückgegangen. Im März hatte sie bei 2,3 Prozent gelegen.







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