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Kolumnist: Herr Dr. Rettinger

Flucht aus den Emerging Markets nützt dem Dollar




24.06.06 20:51
Herr Dr. Rettinger

Quelle: http://www.devisen-trader.de


 


Der US-Dollar geriet zum Wochenschluss hin weiter unter Aufwertungsdruck. Dafür waren vor allem die anhaltenden Spekulationen über die Zinserhöhungspolitik der US-Notenbank sowie die zunehmende Risikoaversion der internationalen Anleger verantwortlich. So setzte sich der Ausverkauf der Währungen der Emerging Markets fort, was unter anderem zu deutlichen Abwertungen des Südafrikanischen Rand und der Türkischen Lira, aber auch des Ungarischen Forint führte. Der Südafrikanische Rand verlor dabei innerhalb einer Woche mehr als zehn Prozent seines Wertes. Die Anleger schichteten ihre Investments dabei zum großen Teil in den US-Dollar als sicheren Anlagehafen um.


 


Im Zeichen der Fed-Sitzung


EUR/USD kam daher unter Abwärtsdruck und fiel nach dem Bruch der Unterstützung bei 1,2530 bis zur Marke von 1,2480 zurück. Die charttechnischen Indikatoren deuten nun einen weiteren Kursrückgang an. Bis zur Sitzung der US-Notenbank dürften sich die Dollarbären zudem mit Positionierungen zurückhalten. Beim Treffen der Notenbanker wird allgemein eine Zinserhöhung erwartet, so dass sich das Interesse auf das zugehörige Statement und Hinweise auf die weitere Geldpolitik konzentrieren wird. Sollte die Fed keine eindeutigen Hinweise auf eine weitere Zinserhöhung geben, könnte dies den Dollar aber wieder unter Abwertungsdruck setzen.


 


Das Pfund stürzt ab


Beim Pfund kam es zu einem regelrechten Kursrutsch und die britische Währung verlor gegenüber dem US-Dollar zwischenzeitlich mehr als drei Prozent an Wert. Grund dafür war der Tod des Notenbankmitglieds David Walton. Walton war das einzige der acht Notenbankmitglieder, das zuletzt für eine Zinserhöhung gestimmt hatte. Die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinserhöhung durch die Bank of England ist aber auch durch den zuletzt zu beobachtenden Anstieg der Arbeitslosenquote gesunken. Auch gegenüber dem Euro kam das Pfund daher unter Abwertungsdruck. Nachdem EUR/GBP Mitte Mai den langfristigen Aufwärtstrend bei 0,6750 erfolgreich getestet hatte, konnte sich der Wechselkurs wieder bis zum Widerstand bei 0,6880,6900 erholen. Diese Marke wird nun zum zweiten Mal getestet. Der Aufwärtsdruck bleibt mittelfristig bestehen, solange sich EUR/GBP über der Marke von 0,6750 behaupten kann.


 


 


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht


 


Ihre


Devisen-Trader Redaktion


http://www.devisen-trader.de


 


 



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