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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Fakten statt Klischees: Was Investoren über Cannabis wissen sollten




30.06.20 09:33
Stock-World Redaktion

Die medizinische Fachwelt hat zwischenzeitlich reichlich Beweise für das therapeutische Potential der Cannabisblüte vorgelegt. Dennoch lastet das Stigma der Hippiedroge nach wie vor auf der Heilpflanze. Medizinisches Cannabis eröffnet Finanzexperte Rahul Bhushan zufolge einzigartige Investmentchancen. Doch es gilt ein paar Vorbehalte zu entkräften, die manchen strategischen Investoren hierbei im Weg stehen.

 


London/München, 30. Juni 2020. Es ist eine Zeitenwende: Noch 1971 rief Richard Nixon den „Krieg gegen die Drogen“ aus. Fast 50 Jahre später lässt die U.S. Food and Drug Administration, das weltweit erste aus Cannabis gewonnene Medikament zu. Auch in Deutschland sind seit 2017 Arzneimittel auf Cannabisbasis legal, die Kosten werden inzwischen von den Krankenkassen erstattet.[1] Obwohl sich dadurch neue Perspektiven für Unternehmen wie Investoren eröffnen, halten sich tief verwurzelte Vorurteile. Rahul Bhushan, Mitgründer und Sprecher von Rize ETF entblößt die fünf gängigsten Klischees.


 


Vorurteil 1 – Cannabis steht für Suchtprobleme und nicht für positive Kräfte.


Medizinisches Cannabis ist kein Problem, sondern eine Lösung. Experten zufolge könnte Cannabis hilfreich bei der Bekämpfung der Opioidkrise in den USA sein. Opioide finden zumeist bei chronischen Schmerzen Anwendung, dies ist auch bei medizinischem Cannabis der Fall. Neuesten Analysen zufolge könnte Cannabis eine wirksame Alternative zur Vermeidung von Opium bei der Schmerztherapie darstellen[2]. Der Markt schafft darüber hinaus eine Menge neuer Arbeitsplätze und daneben Steuereinnahmen[3] für die Staaten.


 


Vorurteil 2 – Cannabis ist ein kurzlebiger Trend, kein strukturelles Thema


Auf keinen Fall. Nach Untersuchungen des US-amerikanischen Analyseunternehmens Reports and Data wird der weltweite Markt für medizinisches Cannabis bis 2026 voraussichtlich 148,35 Milliarden US-Dollar wert sein.[4] Bhushan fügt dem hinzu:“ Wir halten diese Zahl sogar für konservativ. Nicht nur, weil wir hinsichtlich des therapeutischen Potenzials von Cannabinoiden wie Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) noch kaum an der Oberfläche gekratzt haben und es noch so viel zu verstehen gibt.“


 


Vorurteil 3 - Medikamente auf Grundlage von Cannabis gegen schwere Krankheiten sind noch lange nicht verfügbar


Ganz und gar nicht, denn es gibt bereits eine Reihe von Arzneien, die alle entweder eine pflanzliche oder synthetische Form von Cannabinoiden einsetzen. Zum einen das zukunftsweisende Epidiolex das heute sowohl von der FDA als auch von der Europäischen Arzneimittelagentur zur Behandlung von zwei seltenen Formen der Epilepsie bei Kindern (Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom) zugelassen ist. Dieses Medikament war bahnbrechend, denn es validierte die medizinische Anwendung von Cannabinoiden (insbesondere Cannabidiol oder CBD). Darüber existieren weitere Arzneimittel wie beispielsweise Marinol oder Syndros bei Anorexie bzw. Appetitlosigkeit. Oder auch Cesamet, das bei chronischen Schmerzen verschrieben wird.


 


Vorurteil 4 – Bei medizinischem Cannabis ist lediglich Nordamerika relevant


Stimmt nicht. Medizinisches Cannabis hat eine an sich sehr britische Geschichte. Tatsächlich hat das britische Unternehmen GW Pharma mit Epidiolex in den letzten Jahren den Maßstab für die Branche gesetzt. Es führte zudem zu einer Rally des Aktienkurses[5], da das Unternehmen seine Einnahmen von 16 Millionen US Dollar im Jahr 2018 auf über 300 Millionen US Dollar im Jahr 2019 steigern konnte. Daneben agieren auf dem Markt noch weitere interessante Unternehmen aus Australien oder Israel.


 


Vorurteil 5 - Ein Exposure in die „Pure-Player“ dieses Marktes ist nicht möglich


Doch, es gibt eine Möglichkeit. Mithilfe des auf Cannabis spezialisierten US-amerikanischen Analysehauses New Frontier Data können Investoren auf ein maßgeschneidertes Portfolio zugreifen. Es handelt sich um einen Korb von Unternehmen, die ausschließlich medizinisches Cannabis fokussieren und daher vom globalen Rückenwind zu diesem Thema getragen werden. Sinnvoller Weise unterstützen Anleger Unternehmen, die daran arbeiten, Patienten zu helfen, die sonst keine Behandlungsalternativen mehr haben.”


 


Weitere Informationen unter www.rizeetf.com


 


Wichtige Hinweise:


Eine Investition in den/die Fonds ist mit Risiken verbunden, darunter Illiquidität, fehlende Dividenden, Investitionsverlust und Verwässerung, und sollte nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Die Fonds können in einer oder mehreren europäischen Rechtsordnungen registriert oder anderweitig zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sein. Anleger sollten die Bedingungen für die Anlage in einen Fonds (oder eine Anteilsklasse) weiterhin sorgfältig prüfen und professionelle Anlageberatung einholen, bevor sie eine Entscheidung zur Anlage in einen solchen Fonds (oder eine Anteilsklasse) treffen.


 


 


 

[1] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2017/januar/cannabis-als-medizin.html


[2] Health Europa, “How medical cannabis can help fight against the US opioid crisis”, März 2020. Verfügbar unter: https://www.healtheuropa.eu/how-medical-cannabis-can-help-fight-against-the-us-opioid-crisis/98482/


[3] https://newfrontierdata.com/cannabis-insights/u-s-federal-cannabis-legalization-could-be-worth-128-8-billion-in-taxes-and-1-6-million-jobs/


[4] Reports and Data, “Medical Marijuana Market to Reach USD 148.35 Billion by 2026 | Reports and Data”, Mai 2019. Verfügbar unter: http://www.globenewswire.com/news-release/2019/05/20/1829108/0/en/Medical-Marijuana-Market-To-Reach-USD-148-35-Billion-By-2026-Reports-And-Data.html


[5] https://www.macrotrends.net/stocks/charts/GWPH/gw-pharmaceuticals/revenue


 


Über Rize ETF


Rize ETF ist Europas erster, ausschließlich auf thematische ETFs spezialisierter Emittent. 2019 gegründet, konzentriert sich Rize ETF (mit seiner Produktlinie) auf bahnbrechende Megatrends mit großem Wachstumspotential, die zudem einen positiven Einfluss auf den Planeten haben. Dabei strebt Rize ETF ein Gleichgewicht zwischen Generierung langfristiger Rendite und Engagement in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen an. Die von Rize ETF aufgelegten ETFs richten sich an das breite Anlegerpublikum, aber auch an institutionelle Investoren. Das Unternehmen deckt den gesamten Lebenszyklus eines ETFs ab, beginnend mit der Produktstrategie, dem Indexdesign, der ETF-Strukturierung bis zum Portfoliomanagement und Vertrieb. Die Anlagestrategien der jeweiligen ETFs werden in Zusammenarbeit mit thematisch spezialisierten Research-Häusern und Indexanbietern entwickelt.



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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