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Kolumnist: Sabine Traub

FED dreht Geldhahn langsam zu




16.06.17 14:49
Sabine Traub

Euwax bonds     

Nachdem letzte Woche bereits die EZB auf ihrer Zinssitzung in Tallin erste Signale zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machte, legte die FED Mittwochabend erneut vor. Die US Notenbank hat wie erwartet ihren Leitzins marginal um 0,25% erhöht. Damit liegt der Zielkorridor nun bei 1,0 bis 1,25 Prozentpunkten. Zusätzlich dazu wurde eine Reduzierung der Anleihenkäufe beschlossen. Konkret bedeutet dass, das Rückzahlungen aus fällig geworden Anleihen nicht mehr automatisch voll investiert werden sollen. Damit möchte die FED noch dieses Jahr beginnen und so Ihre Bilanz verkleinern. Gleichzeitig bremste man jedoch die Chancen auf eine schnelle Zinswende etwas ein und deutete an, dass man sich mit weiteren Schritten etwas mehr Zeit lassen könnte. Wie stark hier politischer Druck auf die Notenbanker eine Rolle spielte, werden wir wohl nie erfahren. Donald Trump hatte jedoch im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen, das zu hohe Zinsen und damit einhergehend ein starker Dollar, eine Gefahr für das US Wachstum darstellen würden. 

Im Vorfeld des Zinsentscheids waren zuletzt schwache Inflationszahlen und schwächere Arbeitsmarktdaten veröffentlicht worden. Dies hatte EURUSD auf ein neues Jahreshoch von 1,1294 getrieben. Dies wurde nach der erwarteten Zinserhöhung jedoch wieder eingefangen. Aktuell handeln wir EURUSD wieder bei EURUSD 1,1172.








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