Kolumnist: Feingold-Research

Evonik – gute Aussichten überzeugen




13.03.19 14:04
Feingold-Research

Der Spezialchemie- und Hochleistungsmaterialienhersteller Evonik Industries aus Essen konnte am Dienstag die Anleger trotz mittelmäßigen Jahreszahlen auf andere Weise begeistern. Insgesamt konnte Evonik mit gestiegenen Geschäftszahlen und positiven Aussichten auf den aktuellen Konzernumbau überzeugen. Anleger greifen zur Aktienanleihe VF23DG . Wer es offensiver mag, nimmt den Hebel TR5LXX der HSBC.


Starke Performance hält seit Januar an

Der Essener MDAX Konzern steigerte den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf insgesamt EUR 15,02 Mrd. Während der EBITDA in 2018 verglichen mit dem Vorjahresergebnis von EUR 2,36 Mrd. auf insgesamt EUR 2,6 Mrd. gestiegen ist, resultierte die bereinigte EBITDA-Marge im letzten Jahr bei 17,3 Prozent. Die Dividende für das abgelaufene Jahr bleibt nach wie vor bei EUR 1,15 pro Aktie. Bereits seit Beginn des neuen Jahres steigt der Börsenkurs klar , was auch dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm geschuldet ist. Evonik plant mit einem Ankauf eigener Aktien in Höhe von EUR 143,88 Mio. zwischen dem 7. März und 5. April, um das eigene Mitarbeiterprogramm auszubauen und zu bedienen.


Spartenverkauf als Mittel zur Spezialisierung

Der Private Equity Investor Advent wird offiziell das Methacrylat- bzw. Plexiglas-Geschäft von Evonik übernehmen. Zu einem höheren Preis als von Analysten erwartet, konnte Evonik die Geschäftssparte für ungefähr EUR 3. Mrd. verkaufen, wodurch sich der BASF-Konkurrent weiter auf Profilierungskurs befindet. Konzernchef Christian Kullmann begründet den Verkauf damit, dass „das Profil des Portfolios weiter in Richtung Spezialchemie geschärft“ werden soll. Um laut Kullman Evonik zum „besten Spezialchemiekonzern der Welt“ entwickeln zu können, wird das Plexiglas-Geschäft mit insgesamt 3900 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von EUR 1,8 Mrd. im dritten Quartal 2019 an Advent übergeben, unter anderem um die Finanzierung des im November letzten Jahres übernommenen Wasserstoffhersteller PeroxyChem zu stärken.


Zukunftsorientiert dank Verdoppelung des Wagniskapitals

Um zukunftsorientiert mit Chemie- und Digital-Start-Ups zusammen zu arbeiten, setzt der Spezialchemiekonzern den bereits zweiten Venture Capital Fonds auf. Mit einem Initialinvestment in Höhe von EUR 150 Mio. stockt Evonik sein Wagniskapital Commitement somit um deutlich mehr als die Hälfte auf insgesamt EUR 250 Mio. auf. Hierbei setzt Evonik auch ein klares Statement im Bezug zum wesentlich größeren Konkurrenten BASF, wessen VC-Fondsvolumen sich auf maximal EUR 225 Mio. Euro beläuft. Der Kopf der Venture-Capital Gesellschaft von Evonik, Bernhard Mohr, betitelt die Aufstockung der Investmentkasse mit einem „starken Bekenntnis in konjunkturell unsicheren Zeiten“. Zu aktuell unterstützten Start-Ups gehören bereits mehr als 17 Unternehmen, mitunter als Beispiel das Unternehmen „mySkin“ welches Konsumenten individuelle und neutrale Empfehlungen zu Hautpflegeprodukten gibt.


Starke Basis für eine zielstrebige Aufholjagd

Trotz all den guten Nachrichten und strategisch klaren Ausrichtungen für die Zukunft, muss die Entwicklung des letzten Jahres im Großen und Ganzen eher kritisch betrachtet werden. Geplagt von dem amerikanisch-chinesischen Handelsstreit, einer global schwachen Konjunktur sowie einer negativen Bilanz der Autobranche, litt Evonik im letzten Quartal unter den genannten Krisen und büßte stark an Aktienwert ein. Für das laufende Jahr stellt die Unternehmensleitung ein mit dem von 2018 niveaugleichen bereinigten EBIDTA in Aussicht und begründet die aktuell schwierige Entwicklung damit, dass auch Evonik sich nicht der weltwirtschaftlichen Entwicklung entziehen könne.


Quelle: Vontobel, eigene



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