Kolumnist: Dominik Auricht

European Biotech – Forschungserfolge und Übernahmen stimulieren!




17.09.20 10:18
Dominik Auricht

Sehr geehrte Damen und Herren,


der European Biotech Index zählt im laufenden Jahr zu den stärksten Branchenindizes in Europa. Über zehn Prozent stieg das Aktienbarometer seit Jahresbeginn und ließ DAX®, EuroStoxx®50 & Co weit hinter sich. In den zurückliegenden Monaten beflügelte die Suche nach einem Corona-Impfstoff den gesamten Sektor. Zuletzt stimulierten Übernahmen im Sektor die Branche.


Die Biotechnologie ist längst nichts Neues. Seit Jahrtausenden werden Pilze zur Herstellung von Nahrungsmittel wie Brot, Bier, Käse und Wein eingesetzt. 2017 wurden nach Angaben des Researchhauses Global Markets Insights (GMI) knapp 400 Milliarden US-Dollar mit biotechnologisch entwickelten Produkten erwirtschaftet. Knapp 62 Prozent davon im Biopharma-Segment. Die Experten von GMI rechnen damit, dass das Marktvolumen bis 2024 auf rund 775 Milliarden US-Dollar steigen könnte. Vor allem bei der Entwicklung von Medikamenten gewinnt der Biotechnologiebereich zunehmend an Bedeutung. Bereits heute stammen sechs der umsatzstärksten Medikamente aus dem Labor eines Biotechnologiekonzerns und einem Beitrag in der Financial Times zufolge dominieren die Biotechnologieunternehmen die Produktpipeline für neue Produkte. Viele Anleger blicken für Biotech-Investments meist in die USA. Dabei gibt es in Europa längst auch einen vielversprechenden  Biotechnologiesektor. Zahlreiche Firmen haben inzwischen eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro und zahlreiche Produkte in der Pipeline.


Genmab aus Dänemark fokussiert sich beispielsweise auf die Entwicklung von Antikörpertherapien gegen Krebs. MorphoSys aus Deutschland hat gemeinsam mit der Johnson & Johnson-Tochter Janssen das Mittel gegen Schuppenflechte Tremfya auf dem Markt. Mit Gantenerumab gegen Alzheimer, Otilimab gegen Arthritis und MOR202 gegen Krebs hat MorphoSys drei weitere Kandidaten in Phase III. Die holländische Argenx forscht im Bereich Antikörpertherapien mit Fokus auf Krebserkrankungen und Autoimmunkrankheiten. Pharmariesen haben längst das Potenzial europäischer Biotechunternehmen erkannt und kooperieren mit Konzernen wie MorphoSys. Zudem sind Biotechnologieunternehmen gern Ziel von Übernahmen.


Das Indexzertifikat spiegelt die Entwicklung des Index wider. Steigt der Index profitiert auch das Indexzertifikat. Biotechnologieunternehmen sind vor allem von ihren Forschungsergebnissen abhängig. Zeigen sie Erfolg steigt ein Papier. Ergeben Studien enttäuschende Ergebnisse oder muss gar die Entwicklung eines Medikaments abgebrochen werden, kann es zum Kurseinbruch bei der Aktie kommen.


HVB Indexzertifikat bezogen auf den European Biotech Index in EUR; Tageschart


Betrachtungszeitraum: 01.06.2018 (Start des Produkts) – 17.09.2020. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: onemarkets.de  

HVB Open End Index Zertifikat


Basiswert


European Biotech Index (Net Return)


ISIN/WKN


DE000HX28ET5 / HX28ET*


Laufzeit


Open End*


Währung


EUR


Verwaltungsentgelt p. a.


1,50 % p. a.


Briefkurs (Verkaufspreis)


EUR 127,52


* Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rück­zahlungsbetrag zurückzuzahlen.


Die aktuellen Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht. Das Produkt ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Information zur Funktionsweise des Produkts


Stand: 17.09.2020


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