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Kolumnist: Markus Fugmann

Europas Aktienmärkte und der Euro: nächste Woche geht es zur Sache!




22.07.17 10:43
Markus Fugmann

Ein wesentlicher Treiber für Europas Aktienmärkte und damit für den Dax sind bekanntlich die Quartalszahlen der Unternehmen – und da kommt in der nächsten Woche einiges auf uns zu!


Am Mittwoch (26.07.) kommen Daimler und Deutsche Börse, am Donnerstag Bayer, Deutsche Bank, Volkswagen und BASF, am Freitag folgen dann Linde und HeidelbergCement. Dazu werden mehr als die Hälfte der im Euro Stoxx 50 gelisteten Unternehmen ihre Zahlen vorlegen.


Was wird die europäische Berichtssaison bringen? Grundsätzlich dürfte das Erstarken des Euro etwas Gegenwind gebracht haben – die Gemeinschaftswährung hat seit Jahresbeginn fast 11% zum Dollar zulegen können. Das macht die Wettbewerbssituation für europäische Unternehmen nicht gerade einfacher, und während etwa Barclays annimmt, dass die Zahlen dennoch sehr ordentlich ausfallen werden, sieht Goldman Sachs die Dinge deutlich negativer und erwartet Enttäuschungen bei den Gewinnen der Unternehmen.


 

Die zentrale Frage für Europas Unternehmen ist die weitere Entwicklung des Euro-Kurses, der nicht nur gegenüber dem Dollar stark zulegen konnte. Der gestrige Anstieg der Gemeinschaftswährung kann vor allem deshalb, weil die Märkte einen sehr dovishen Mario Draghi erwartet hatten – seine eher neutrale Haltung befeuerte dann den Euro-Anstieg, der zusätzlich Schub bekommen hatte durch die Ausweitung der Untersuchungen von Special Counsel-Chef Mueller auf die Geschäftstätigkeiten Donald Trumps und seinen Schwiegersohns Jared Kushner.


Tapering, so heißt es nun vermehrt von Analysten verschiedener Banken, sei unumgänglich – und schon die Erwartungshaltung von einer graduellen Rückführung der Anleihekäufe durch die EZB dürfte den Euro weiter unterstützen. Nächstes Ziel ist das Hoch aus dem August 2015 bei 1,1714, darüber wartet in der Zone 1,1736 bis 1,1806 das 38,2er-Retracement aus dem Abverkauf seit dem Jahr 2014.


 


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Für Investoren aus dem Dollar-Raum etwa ist die relative Schwäche des Dax seit dem Allzeithoch noch gut verkraftbar durch die Währungsgewinne – vermutlich haben hier einige bereits Positionen realisiert. Die große Frage ist nun, was passieren würde, wenn der Dollar weiter abverkauft wird – dann sitzen etwa Investoren aus dem Euro-Raum bei getätigten Investionen in US-Aktien zwar auf Gewinnen, die aber durch den Fall des Greenback so gut wie wertlos sind.


Mithin besteht also das größte Risiko für die Aktienmärkte den USA und Europa in einem weiteren Fall des Dollar bei gleichzeitigem Erstarken des Euro!


Quelle: finanzmarktwelt.de



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