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Kolumnist: Thomas Krüger

Der Euro -- ein versöhnlicher Monatsausklang...




30.04.10 19:22
Thomas Krüger

  

Der europäischen Gemeinschaftswährung ist nach einigen verlustreichen Handelstagen im Monat April am heutigen Tag ein versöhnlicher Monatsausklang geglückt.


 


Beim Blick auf den Tageschart vom 30.April fällt auf, dass sich der Euro im frühen fernöstlichen Devisenhandel im Zickzackkurs um den EZB-Referenzkurs vom Donnerstag bewegte (der bei 1,3256 Dollar festgestellt worden war), ehe im europäischen Devisenhandel sukzessive Kurszuwächse verzeichnet werden konnten.


In der Spitze konnten Kurse von 1,3340 Dollar markiert werden, ehe sich erste Gewinnmitnahmen leicht belastend auf den Euro-Kurs auswirkten. Zur Erinnerung: der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank war am 1.April bei 1,3468 Dollar fixiert worden.


 


Von fundamentaler Seite gab es quasi vier nennenswerte Veröffentlichungen:


 


Das Europäische Statistikamt Eurostat hatte mitgeteilt, dass die jährliche Inflationsrate in der Euro-Zone aufgrund höherer Energiepreise im April um 1,5 Prozent gestiegen ist. Dies war gleichzeitig der stärkste Anstieg seit mehr als einem Jahr. Angesichts der Tatsache, dass die EZB Preisstabilität bei Teuerungsraten von knapp unterhalb zwei Prozent gewährleistet sieht, hielten sich die Marktreaktionen in Grenzen.


 


Das US-Handelsministerium teilte am Freitagnachmittag mit, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA im ersten Quartal 2010 einen Zuwachs von 3,2 Prozent (auf das Jahr hochgerechnet) verzeichnet hat.


Im Schlussquartal 2009 hatte das BIP-Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft noch 5,6 Prozent betragen (der stärkste Anstieg seit mehr als sechs Jahren.


 


Der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager verzeichnete einen Anstieg von 58,8 Punkten im März auf 63,8 Zähler im April. Das viel beachtete Stimmungsbarometer signalisierte damit gestiegene Konjunkturzuversicht bei den Einkaufsmanagern im Großraum Chicago. Die Daten gaben dem Dollar leichte Unterstützung.


 


Ein anderer stark beachteter Indikator verbuchte einen leichten Rückgang und offenbarte damit eine Eintrübung beim Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes.


Das von der Universität Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen sank im April von 73,6 auf 72,2 Punkte.


 


Fazit: Die Auswirkungen des am heutigen Tag veröffentlichten Zahlenmaterials hielten sich in Grenzen. Für den Euro war letztlich von größerer Bedeutung, dass die Haushaltsprobleme Griechenlands ein wenig in den Hintergrund getreten sind (nachdem dieses Thema schon einige Tage marktbeherrschend war). Begünstigt wurde dies auch durch die Meldung, dass sich Spanien dahingehend äußerte, keine fremde Hilfe zur Lösung des eigenen Schuldenproblems in Anspruch nehmen zu wollen. Sollte sich in der kommenden Handelswoche die Entspannung in der besagten Haushalts-Diskussion fortsetzen, so könnte der Euro seine jüngste Erholungstendenz fortführen.


 


Thomas Krüger thomas.krueger@wifikon.de


 


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