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Kolumnist: Thomas Krüger

Der Euro profitiert nur kurz von starken ZEW-Daten...




20.04.10 20:00
Thomas Krüger

  

 


Dienstag, der 20.April 2010


 


Liebe Wirtschafts- und Finanzmarktinteressierte,


 


der heutige Tag war am Devisenmarkt mal wieder von einer hohen Schwankungsfreudigkeit und einer regelrechten Achterbahnfahrt geprägt. Nachdem der Handel in Fernost zunächst einen Kursrutsch der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,3450 Dollar mit sich gebracht hatte, war der Vormittagshandel in Europa zunächst von steigenden Euro-Kursen geprägt. In der Spitze markierte der Euro Kurse von 1,3520 Dollar.


 


Begünstigt wurde der recht gradlinige Kursanstieg (der allerdings unter starken Kursschwankungen vonstatten ging) durch einen überraschenden Sprung beim ZEW-Konjunkturindex.


Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitgeteilt hatte, ist das Barometer der ZEW-Konjunkturerwartungen von 44,5 Punkten im März auf 53,0 Zähler im April gestiegen.


Wie ZEW-Präsident Wolfgang Franz erläuterte, ist der starke Export zur Zeit der Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft. Nachdem der ZEW-Konjunkturindex in den vergangenen sechs Monaten Rückschläge hatte hinnehmen müssen, gelang im Zuge der gestiegenen Konjunkturzuversicht dieser Anstieg um achteinhalb Punkte.


 


Gegen Mittag wurde die Luft für den Euro dann aber wieder dünner. Nachdem die Begeisterung der Marktteilnehmer über die starke ZEW-Zahl nachließ und die Finanzierungsproblematik in Griechenland wieder in den Fokus rückte, legte der Euro wieder den Rückwärtsgang ein. Die zuvor verbuchten Kurszuwächse wurden komplett wieder aufgezehrt, so dass die Marke von 1,3450 Dollar wieder in Sichtweite geriet.


 


Abschließend lässt sich feststellen, dass sich die große Nervosität der Marktteilnehmer am heutigen Tag wieder deutlich gezeigt hat. Wie schon in den vergangenen Wochen zu beobachten war, sind die Höhenflüge der europäischen Gemeinschaftswährung stets nur von kurzer Dauer. Steigende Risikobereitschaft bei den Anlegern führt zwar (wie am heutigen Tag nach den ZEW-Daten) zu einem kurzzeitigen Kursaufschwung beim Euro, jedoch rückt die Sorge um die desaströse Haushaltslage in Griechenland recht schnell wieder in den Vordergrund.


Solange dieses Szenario das Marktgeschehen bestimmt, dürfte eine nachhaltige Euro-Erholung noch auf sich warten lassen. Es bleibt also nach wie vor spannend (und sicherlich auch schwankungsfreudig).


 


 


Thomas Krüger


 


Thomas.krueger@wifikon.de


 


 


  

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