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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Der Euro befindet sich im Aufwind




09.10.20 13:24
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Der Euro notiert derzeit bei 1,1796 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung hat in den letzten Wochen im Vergleich zur amerikanischen Währung massiv an Wert gewonnen. Der neue Trend, welcher sich bereits im ersten Halbjahr 2020 zeigte, scheint sich zu festigen.


Kurzer Rückblick: In den Vorjahren befand sich der Euro auf Talfahrt. Seit 2008 kam die Gemeinschaftswährung von 1,60 US-Dollar bis auf 1,06 US-Dollar zurück. Erst im laufenden Jahr gelang dem Euro die Trendwende.


Konkret schaffte die Währung Ende Mai den Sprung über die vorherige Abwärtstrendlinie. Anschließend ging es schnurstracks aufwärts – erst bei 1,20 Dollar setzte eine wohlverdiente Konsolidierung ein.


Charttechnik: Aufwärtstrend etabliert


Mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend der Vorjahre lieferte der Euro im Mai ein positives Signal. In den Sommermonaten kletterte die Notierung weiter hoch, die Aufwärtsbewegung festigte sich.


Aktuell sieht es so aus, als ob der Euro mittel- bis langfristig weiter an Wert zulegen möchte – zumindest der Aufwärtstrend deutet darauf hin. Der Dollar wird tendenziell verkauft und in Euro getauscht. Immer mehr Investoren schichten ihre Anlagen in den Euro-Raum um.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der Währung seit 2018 dargestellt (Candlestick-Chart auf Tagesbasis):


 



 


Der Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung ist derzeit bei 1,17 Dollar zu finden. Der Verlauf der letzten Monate kann als recht steil bezeichnet werden, möglicherweise sogar zu steil. Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Euro nach dem starken Anstieg nochmal korrigieren wird. Als Zielmarke gilt dabei die Unterstützungslinie bei 1,15 Dollar.


Mittelfristig halte ich allerdings steigende Notierungen für wahrscheinlich. Langfristig gesehen rechne ich mit Notierungen weit oberhalb von 1,20 US-Dollar. Das positive Gesamtbild für den Euro würde sich erst mit einem Rutsch der Währung unter die charttechnische Unterstützung bei 1,15 US-Dollar eintrüben. Ich behalte die Währung im Blick und gehe je nach Marktumfeld und Nachrichtenlage möglicherweise Trading-Position an den genannten Chartmarken ein.


Freundliche Grüße aus Köln


Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-und-devisen-news.de



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