Kolumnist: Stephan Bogner

Erfolgreiche unabhängige Verifizierung der MGX-Lithium-Extraktionstechnologie




20.04.17 10:01
Stephan Bogner


“Vom Labor auf die Laderampe“ (Bild vom Saskatchewan Research Council). MGX könnte sich dazu entscheiden, ihre Petrolithiumprojekte in die Produktion zu bringen, ohne zuvor Mineralressourcen mit Unterstützung durch einen unabhängigen technischen Bericht oder die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu bestimmen. Eine Produktionsentscheidung ohne Unterstützung durch einen technischen Bericht mit einer unabhängigen Ermittlung der Mineralressourcen oder -reserven und ohne Machbarkeitsstudie, mit der die wirtschaftliche oder technische Rentabilität nachgewiesen wird, ist mit erhöhter Unsicherheit und einem höheren Risiko des wirtschaftlichen und technischen Scheiterns verbunden. Historisch betrachtet gehen derartige Projekte mit einem weitaus höheren Risiko des wirtschaftlichen oder technischen Scheiterns einher.



Heute berichtete MGX Minerals Inc. über die Ergebnisse der Überprüfung durch Dritte ihrer zum Patent angemeldeten Methode zur schnellen Extraktion von Lithium aus Ölfeldsolen. Auf diese Bekanntmachung wurde sehnlichst gewartet, und zwar nicht nur von bestehenden und möglichen neuen Aktionären, sondern auch von potentiellen strategischen Partnern, wie v.a. grosse Öl- und Gasgesellschaften sowie Lithium-Endverbraucher. Die MGX-Methode eliminiert die traditionelle 18-monatige Evaporations- bzw. Verdunstungsphase; zweifelsfrei eine historische Errungenschaft bei der Lithiumgewinnung.


Mit dem heute erreichten Meilenstein bei der Entwicklung ihrer Ölfeld-Lithiumextraktionstechnologie wird auf die berichteten Fortschritte der passiven Nanofiltrationstechnologie vom letzten Monat aufgebaut. Die unabhängige Verifizierung des aktiven Evaporations- und Kristallisationsprozesses liefert nun die Bestätigung von 2 Kerntechnologien, sowohl der aktiven als auch passiven Extraktion von Lithium, wobei erwartet wird, dass das finale Anlagendesign eine Kombination aus beidem sein wird.


Die erfolgreiche Konzentrierung von Sole in der Filtrations- und Vorbehandlungsphase, wie dies im März berichtet wurde, fand unter dem Einsatz von passiver Nanofiltration statt, womit ein 1.600 mg/L Lithiumkonzentrat produziert wurde. Damit wurden die Voraussetzungen für ein finales Kristallisations- und Evaporationssystem geschaffen, das basierend auf der heutigen Bekanntmachung eines der kostengünstigsten Alternativen für die schnelle Lithiumextraktion produzieren kann (auf einer pro Tonne Lithiumcarbonat-Basis). Eine vorkonzentrierte Sole mit 1.600 mg/L Lithium zu haben, bedeutet, dass das Evaporationssystem (von SRC bestätigt!) viel kleiner, und kostengünstiger auf einer pro Tonne Basis, sein wird als ein System, das konzipiert wurde, um ein Lithiumkonzentrat mit 71 mg/L (der ursprüngliche Lithiumgehalt vom MGX-Hauptprojekt namens Sturgeon Lake Ölfeld) zu verarbeiten.


In unabhängiger Manier führte das Saskatchewan Research Council (SRC) mehrstufige Evaporationstests in ihren Laboren durch und berichtete, dass das geschützte MGX-Prozessdesign erfolgreich bis zu 83,7% Lithium aus Sole extrahieren konnte, die aus dem Sturgeon Lake Ölfeld nahe Fox Creek im kanadischen Alberta entnommen wurde. In Kanada ist das SRC einer der führenden Dienstleister für angewandte Forschung, Entwicklung und Demonstration (“RD&D“), sowie für die Kommerzialisierung von Technologien. Mit mehr als 380 Angestellten, $70 Mio. Jahresumsatz und 69 Jahren Erfahrung im Bereich RD&D, bietet SRC ihren 1.500 Kunden in 20 Ländern vielfältige Produkte und Dienstleistungen an.


Verifizieren konnte das hoch angesehene SRC auch die effektive Beseitigung von starken Verunreinigungen, die typisch für Ölfeldsolen sind bzw. der Grund, weshalb diese “Ressourcen“ seit langer Zeit als unwirtschaftlich betrachtet werden. Die Konsequenz ist, dass Öl- und Gasproduzenten hohe Entsorgungskosten mit derartig stark verunreinigten Abwässern haben. Auch hier setzt MGX an, da das Unternehmen mit ihren Technologien darauf abzielt, 2 Kerngeschäftsfelder bzw. Verarbeitungsstufen zu kommerzialisieren:


(1) Eine umsatzgenerierende Wasseraufbereitungsstufe, um die Kosten des Solenmanagements innerhalb den Anlagen eines Produzenten zu reduzieren. Während dem getesteten Mehrphasenprozess schätzte SRC, dass die gesamte Wasserverdunstung bei 72% von der Eingangssolenmasse lag. Mehr als 99,99% Magnesium (historisch ein kritischer Störenfried während der Solenverarbeitung) konnte von der Sole ausgefällt werden, sowie 99% Natrium, 45% Kalium und 25% Calcium.


(2) Eine mineralische Konzentrierungs- und Extraktionsstufe zur Gewinnung von Metallsalzen wie Lithiumchlorid. SRC berichtete, dass die Gesamtgewinnung bei 83,7% für Lithium und 77,2% für Strontium lag. Der Präsident und CEO von MGX, Jared Lazerson, kommentierte heute:


“Die Ergebnisse der Labortests von SRC liefern eine Validierung durch Dritte unseres geschützten Prozessdesigns und ihrer Fähigkeit, Lithium und andere wertvolle Minerale aus Abwassersole schnell zu separieren. Wir haben viele Fortschritte seit dem ersten Prozessdesign gemacht, jedoch ist diese Gültigkeitserklärung wichtig und wir werden weiterhin auf SRC in Bezug auf unabhängige Tests und Verbesserungen von sowohl aktiven als auch den neu entwickelten passiven Filtrationstechnologien angewiesen sein.“


Im März, als MGX über die Produktion einer sauberen Lithiumchloridsole berichtete, die frei von Magnesium, Bor und Kalium war, sagte Dr. Preston McEachern (CEO von PurLucid):


“Eine kleine Menge an Calcium wurde in die konzentrierte Sole mitbefördert, jedoch kann dies mit zukünftiger Optimierung angegangen werden... Die grösste Herausforderung bei der Lithiumgewinnung ist die Herstellung einer sauberen Sole. Sobald die Ionen entfernt wurden, ist es wesentlich einfacher, Lithium als pures Carbonat oder Chlorid zu extrahieren.“


Dr. Preston ist eine anerkannte Grösse im Bereich Wassermanagement in der Öl- und Gasindustrie mit 23 Jahren Erfahrung beim Lösen von Wasseraufbereitungsherausforderungen. Von Klienten wird er aktiv für Beratungsfunktionen engagiert. Er hält 3 Fakultätspositionen bei kanadischen Universitäten und war der Vizepräsident der Forschungs- und Entwicklung bei einer der grössten Öl- und Gas-Dienstleistungsunternehmen (Tervita Corp.), bevor er sein eigenes Unternehmen PurLucid Treatment Solutions gründete.


Mit den exklusiven Rechten zu den geschützten Technologien zur Gewinnung von Lithium und anderen Mineralen aus Ölfeldsolen befindet sich MGX in einer beneidenswerten Position, sofern der kommerzielle Einsatz wirtschaftliche Resultate erzielt. MGX beabsichtigt, den kommerziellen Testbetrieb Mitte des Jahres zu starten.


In der absoluten Überzeugung, dass die eigenen Technologien wie erwartet funktionieren, verfolgt MGX weiterhin eine aggressive Mineralrecht-Akquisitionsstrategie in Kanada und USA. Am 23. März gab MGX bekannt, die weltweit erste Petrolithium-Förderquelle in Utah nahe der Gigafactory von Tesla zu bohren. In Kombination mit der bedeutenden Anstellung der unkonventionellen Öllegende Marc Bruner im Januar, ist MGX nun führend in Nordamerikas Ölfeldsolen-Lithiumindustrie. Insgesamt hält MGX nun Mineralrechte in Alberta in Höhe von mehr als 600.000 Hektar. MGX verfügt auch bereits über Explorationslevel-Vereinbarungen mit grossen Öl- und Gasunternehmen, um Solenentnahmen aus Förderquellen durchzuführen.


Während Joint Ventures mit grossen Öl- und Gasproduzenten zum natürlichen Verlauf der Dinge in absehbarer Zukunft zählen sollten (insb. mithilfe von Marc Bruner und Dr. Larry Marks), so würden strategische Partnerschaften mit Lithiumendverbrauchern nicht sonderlich überraschen; insbesondere vor dem Hintergrund der heutigen Bestätigung der erfolgreichen Lithium-Extraktionsmethode von unabhängiger Seite. Tesla Motors, und andere Batteriehersteller v.a. aus Asien, haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, Abnahmeverträge mit potentiellen Lithiumproduzenten schon zu relativ frühen Projektphasen zu bevorzugen.


Dank der potentiellen Niedrigenergie-, Niederig-CAPEX- (Vorabkapitalkosten) und Niedrig-OPEX- (Produktionskosten) Lösung zur Säuberung von Ölfeldsolen bzw. Produktionsabwässern und zur Gewinnung von Metallsalzen aus den gesäuberten und konzentrierten Solen, verfolgt MGX die Vision, die alte und neue Energieindustrie miteinander zu verknüpfen – mithilfe einer bahnbrechenden Erfindung. 


Auszüge vom SRC-Zusammenfassungsbericht “Metallurgische Tests und Kurzfassung“ sind wortgetreu untenstehend wiedergegeben. Bestimmte Teile vom Bericht wurden entfernt, um gewisse Informationen und Daten zu schützen. SRC führte unabhängig mehrstufige Evaporationstests durch, indem das zum Patent angemeldete Prozessdesign von MGX angewandt wurde. SRC berichtete wie folgt in der Zusammenfassung:



1. Es war nicht machbar, 90% vom Wasser in der primären Evaporation der Formationssole zu beseitigen, weil die Bildung von gelartigem Material die Filtration unmöglich machte. Maximal konnte 66% der Eingangssolenmasse als Wasser evaporiert werden, bevor die Gelbildung einsetzte. Etwa 97% Natrium, 26% Kalium, 35% Calcium und 29% Magnesium wurden ausgefällt. Die Gewinnung von Lithium und Strontium lage bei 75,6% bzw. 68,8%.


2. Die modifizierten Prozesse, einschliesslich Magnesiumausfällung durch Kalk, fanden vor der primären Evaporation statt, um NaCl auszufällen, sowie der sekundären Evaporation zur Ausfällung von CaCl2 und der Konzentrierung von Lithium.


3. Die Magnesiumbeseitigung war sehr effektiv und mehr als 99,99% vom Magnesium wurde entfernt. Das restliche Magnesium in der Sole war weniger als 0,1 pppm. Die Lithiumgewinnung lag bei 84,1% und die Strontiumgewinnung bei 80,1%.


4. Während dem primären Evaporationsprozess konnte 67% der Eingangssolenmasse als Wasser evaporiert werden und mehr als 96% vom Natrium konnte als NaCl beseitigt werden. Es gab fast keine Lithium- oder Strontiumverluste während diesem Prozess. Lithium wurde von 60 ppm auf 321 ppm konzentriert.


5. Während dem sekundären Evaporationsprozess konnte 26% der Eingangssolenmase als Wasser evaporiert werden und 12% vom Calcium wurde als CaCl2 beseitigt. Die Lithiumgewinnung lag bei 94,1% und die Strontiumgewinnung bei 94,6%. Die Probe veränderte sich zu einem gelartigen Material nach weiterer Evaporation, um 40% der Solenmasse als Wasser zu beseitigen.


6. Während dem gesamten Prozess wurde 72% der gesamten Eingangssolenmasse als Wasser evaporiert. Mehr als 99,99% vom Magnesium, 99% vom Natrium, 45% vom Kalium und 25% vom Calcium konnten von der Sole ausgefällt werden. Die gesamte Gewinnung lag bei 83,7% für Lithium und bei 77,2% für Strontium. Lithium wurde von 71 ppm auf 461 ppm konzentriert. Allerdings war das Verunreinigungsniveau, vor allem Calcium, noch immer sehr hoch und eine weitere Beseitigung des Calciums mittels Evaporation ist nicht machbar.


SRC hat MGX mehrere Empfehlungen gegeben, um das Calcium zu beseitigen. Der vollständige Report wird innerhalb von 45 Tagen auf SEDAR eingereicht. 


 


 


 


  


Unternehmensdetails

MGX Minerals Inc.
#303 - 1080 Howe Street
Vancouver, BC, Canada V6C 2T1
Telefon: +1 604 681 7735 
Email: jared@mgxminerals.com


Aktien im Markt: 62.130.378



Kanada Symbol (CSE): XMG
Aktueller Kurs: $1,06 CAD (19.04.2017)
Marktkapitalisierung: $66 Mio. CAD



Deutschland Kürzel / WKN (Tradegate): 1MG / A12E3P
Aktueller Kurs: €0.74 EUR (19.04.2017)
Marktkapitalisierung: €46 Mio. EUR


Disclaimer: Bitte lesen Sie den vollständigen Disclaimer im vollständigen Research Report als PDF auf der Webseite von Rockstone Research, da fundamentale Risiken und Interessenkonflikte vorherrschen. 



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