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Kolumnist: Sebastian Hell

Erfolgreich Traden? Mit diesen Regeln klappt´s!




06.10.17 14:33
Sebastian Hell

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in den vergangenen Wochen, liebe Leser, haben wir von den verschiedensten Handelsstrategien wie der Trendfolge, dem Kontratrendtrading, dem Daytrading und etlichen erfahren. Die drängende Frage, die ganz am Anfang Ihrer Überlegungen stehen muss, ist aber eine andere: Warum sollte ich überhaupt nach einer für mich geeigneten Strategie suchen, um Differenzkontrakte zu traden? Zum einen werden selbst bei einer gefühlt optimalen Vorbereitung immer wieder Fehltrades verbucht, denn Perfektion kann es an volatilen Märkten im Grunde gar nicht geben. Zum anderen mag mancher Einsteiger der Meinung sein, dass Bauchgefühl und ein glückliches Händchen auch ans Ziel führen werden. Lassen Sie sich gesagt sein: Zeitweise mag das Konzept aufgehen, letztlich aber werden Ihre Verluste dafür sorgen, dass Ihnen die Spekulation nur wenig Freude bereitet.




Richtiger Umgang mit dem Handelsbudget als Grundlage




Ähnlich wie die Grundlagen des Handelswissen können nur Strategien einen dauerhaften Grundstein für den Erfolg legen. Ihre Einsätze sollten nicht zu klein sein, damit Gebühren mögliche Gewinne nicht direkt zum Großteil aufzehren. Zu hoch sollte Ihr Einsatz aber ebenso wenig sein, denn so ist Ihr Budget vielleicht schon nach einigen aufeinanderfolgenden Verlusten weitgehend verbraucht. Hier tauchen die Begriffe Money- und Risikomanagement spätestens erstmalig in Erscheinung. Wie die vorgestellten Strategien sind diese beiden Aspekte Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs beim Trading.




Setzen Sie sich Grenzen und Regeln fürs Trading!




Natürlich sind wie gesagt selbst die besten Sicherheitsvorkehrungen kein durchgehender Gewinngarant. Ihre Chancen optimieren Sie durch die Maßnahmen dennoch dramatisch. Umso erstaunlicher, dass Anfänger oft nicht auf die Ratschläge von erfahrener Seite hören und „drauflos wetten“. Emotionen sind aber der schlechteste Berater, gerade beim Daytrading mit Haltezeiten von Minuten oder Stunden. So nämlich werden vermeidbare Fehler oft übersehen, eine Rücknahme aber ist nur in seltenen Fällen möglich. CFD Trading ist aber genau eines nicht: ein Glücksspiel wie Roulette. Wer einmal das komplette Guthaben an einem Handelstag und mit wenigen Positionen verloren hat, weiß, wovon hier die Rede ist. Klare Regeln für den Ein- und Ausstieg müssen definiert werden – sowohl beim Kauf (Long) oder Verkauf (Short).




Im Mittelpunkt des Risikomanagements beim Forex- und CFD-Handel muss zudem der maximale Hebel sein. Er sollte mit Bedacht genutzt werden, gerade zu Beginn. Durch Limit-Orders oder einen präzise zum Handelsziel gesetzten Stop-Loss können Verluste relativ klar begrenzt werden.




Eine Regel lässt sich folgendermaßen formulieren: Begrenzen Sie Verluste, so gut es geht, während Sie Gewinne möglichst laufen lassen sollten!




Immer wieder die eigene Ausrichtung prüfen und anpassen




So verhindern Sie beim bedarfsgerechten Money- und Risikomanagement auch, dass Sie aus reiner Verlegenheit oder in Panik höheres Risiko als nötig eingehen. Allgemein gilt es, aus Fehlern zu lernen und Strategien zeitnah an veränderte Bedingungen anzupassen. Oft kann es sinnvoller sein, lieber kleinere Gewinne mitzunehmen, als zu viel auf einmal zu wollen. Sinkt Ihre Liquidität nach verlustreichen Trades, sollten Sie nicht der Versuchung erliegen, durch Folge-Orders mit deutlich höherem Einsatz und Risiko das Minus direkt wieder ausgleichen zu wollen. Planen Sie nie Ihr komplettes Kapital ein, wenn Sie glauben, eine gute Gelegenheit gefunden zu haben! Angemessener ist es eher, sich immer mit demselben Kapital an die Planung kommender Positionen zu wagen.




Maximaler Hebel und adäquate Einsätze mit Blick aufs Kapital




Dass durch maximale Hebel von bis zu 1:500 (also das Bewegen von maximal 500 Euro mit einem Euro Eigenleistung!) enorme Gewinne erreichbar sind, sollte Sie nicht dazu verleiten, auf den einen großen Wurf zu hoffen! Gehen Sie lieber so entspannt wie möglich vor und nähern Sie sich dem Rendite-Wunsch in kleinen überschaubaren Etappen. Häufig wird ein maximaler Einsatz bis fünf Prozent des verfügbaren Kapitals pro Order empfohlen, in anderen Fällen raten Insider zu bis zu zehn Prozent des Budgets. Anfänger tun meist gut daran, sich an die Investitionspolitik der kleinen Schritte zu halten und die Risiken nur langsam anzuheben. Zu Risikomanagement gehört natürlich ebenfalls das Erstellen einer geeigneten Strategie. Die schon angesprochen Varianten Trendfolge und Kontratrendhandel sind so etwas wie Trading-Klassiker, doch Swingtrading und Daytrading sollten Ihnen ebenso bekannt sein, um flexibel auf alle Eventualitäten des Marktes reagieren zu können.




Gewinne nicht automatisch zum Budget-Bestandteil machen!




Wer Gewinne verbucht hat, sollte zudem abwägen, ob diese als zusätzliches Budget für den Handel auf dem Konto verbleiben sollen oder ob Auszahlungen vom Handelskonto vielleicht doch der bessere Weg sind zu einem angemessenen Kapitalmanagement. Frei nach dem Motto: Wer viel hat, gibt auch viel aus. Bevor man sich zum Nachschuss frischen Kapitals in hektischen Phasen entscheidet, hinterfragt mancher Händler das eigene Vorgehen wohl nochmals. Ist das Geld für weitere Orders aber direkt abrufbar, werden über-engagierte Entscheidungen leider der Erfahrung nach doch deutlich schneller gefällt. Jedoch nicht immer im Interesse des Budgets, sondern eher zur Freude der Broker, die an allen Positionen ihrer Kundschaft mitverdienen.




Unverzichtbar für ein sinnvolles Risiko- und Money-Management: Die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und diese nicht nochmals zu begehen! Dies, liebe Leser, kann im Alltag auch bedeuten, langfristig erfolgreich angewandte Strategien irgendwann vollends zu verwerfen und eine neue Richtung einzuschlagen!




Ihr Sebastian Hell


Geschäftsführer QTrade


www.qtrade.de





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