Kolumnist: Jörg Schulte

Bei EnWave geht es mächtig voran!




17.09.17 11:05
Jörg Schulte

In den vergangenen zwei Monaten konnte der Lebensmittel-Trocknungsspezialist EnWave (ISIN: CA29410K1084 / TSX-V:ENW) mit gleich mehreren Maschinenverkäufen und Abschlüssen von Technologiebewertungs- und Lizenzoptionsabkommen auf sich aufmerksam machen. Über dies hat das Unternehmen auch noch ein weiteres Patent angemeldet. Diese rasante Unternehmensentwicklung spiegelt sich langsam auch im Aktienkurs der Gesellschaft wieder, der an der kanadischen Heimatbörse seit Anfang Juli fast 25 % zulegte.

In den letzten vier Wochen konnte EnWave wieder einige neue Vertragsabschlüsse melden. Den jüngsten erst vor ein paar Tagen. So konnte EnWave zuletzt den kanadischen Obsterzeuger Sun-Rype Products Ltd. als neuen Kunden gewinnen und mit ihm ein Technologiebewertungs- und Lizenzoptionsabkommen abschließen. Vereinbart wurde eine Zusammenarbeit über zunächst zwölf Monate, in denen man mittels EnWaves ‚Radiant Energy Vacuum’-Dehydrationstechnologie einzigartige und innovative Obsterzeugnisse kreieren möchte. Durch diese Zusammenarbeit sichert sich Sun-Rype zunächst innerhalb der Vertragslaufzeit die Exklusivlizenz der ‚REV’-Technologie zur Herstellung seiner einzigartigen Obsterzeugnisse, die vorerst für den kanadischen Raum bestimmt sind. Weiterführende Konditionen wurden vertraulich behandelt.

Sun-Rype ist ein Anbieter von gesunden sowie hochwertigen Fruchtsäften und Snackartikeln die auf Obstbasis basieren. Die Unternehmenswurzeln lagen im Frischobstgeschäft, das man im Okanagan Valley tätigte, bevor man aus den Äpfeln direkt von der Obstplantage 100 % reinen Apfelsaft herstellte. Das waren die Anfänge der heute sehr erfolgreichen Sun-Rype. Später wurden zahlreiche andere Früchte in das Saftsortiment aufgenommen, ein Spektrum an beliebten Fruchtsnacks auf den Markt gebracht und neue Produktkategorien jenseits des Obstes entwickelt. Mittlerweile können Menschen in ganz Kanada und den Vereinigten Staaten die gesunden Qualitätsprodukte von Sun-Rype genießen.


Getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ stellte EnWave bereits einen neuen Patentantrag bei der internationalen Patent Cooperation Treaty (‚PCT’), das zur raschen Trocknung, Dekontaminierung und gleichzeitige Pasteurisierung von Cannabis entwickelt wurde. Medizinisches Cannabis wird z.B. oftmals bei chronischen Erkrankungen oder immungeschwächten Patienten angewendet. Mehrere Länder mit medizinischen Cannabisprogrammen schreiben strenge Standards vor, um die mikrobielle Kontamination pflanzlicher Cannabisprodukte zu regulieren, um das Risiko opportunistischer Lungeninfektionen zu senken. Die ionisierende Strahlung ist zurzeit die einzige Methode um diese mikrobiellen Standards für das medizinische Cannabis zu erfüllen.


EnWaves zum Patent angemeldete Technologie trocknet und pasteurisiert Cannabis gleichmäßig in weniger als einer Stunde! Dadurch wird die Zeitspanne von der Ernte bis zur Fertigstellung marktfähiger Produkte erheblich verkürzt und nachfolgende Arbeitsschritte, wie das spezialisierte und kostenintensive Verfahren der Gammastrahlungseinrichtungen, inklusive der Transporte, gespart.


Der ‚REV’-Massentrocknungsprozess von EnWave beseitigt auch das Problem der sonst benötigten großen innenliegenden Trocknungsräume und somit auch die damit verbundene Gefahr der Produktverluste durch Schimmelbildung während des mehrtägigen Trocknungsprozesses. Die automatisierten ‚REV’-Trocknungsprozesse für Cannabis sind äußerst effizient und skalierbar, wodurch Personal eingespart und die allgemeine Betriebseffizienz drastisch gesteigert werden kann.


Die ohnehin schon sehr vielen Einstellungsmöglichkeiten der ‚Radiant Energy Vacuum’-Maschinen und die Fähigkeiten des Unternehmens haben sich bei der Cannabistrocknung als absolut wirksam erwiesen. Nur deshalb war eine kurzfristige Kommerzialisierung ohne großartigen Zeit- und Kapitalaufwand für Forschung und Entwicklung möglich.


EnWave ist absolut innovationsorientiert und kontinuierlich bestrebt, sein Portfolio an geistigem Eigentum zu erweitern, das die Eckpfeiler des Lizenzgebühren-Geschäftsmodells darstellt. Diese Patentanmeldung erweitert die Anwendungsmöglichkeiten der ‚Radiant Energy Vacuum’- (‚REV’)-Technologie auf einem sich stark vergrößernden Markt des medizinischen Cannabis, aber auch beider Freizeitanwendung.


Derweil ging das 22. kommerzielle und gebührenpflichtige Lizenzabkommen an das Unternehmen Ultima Foods Incorporated, mit dem EnWave nun auch den Markt der Joghurtsnacks erobern will. Mit dieser Lizenz erhält Ultima das Exklusivrecht an EnWaves ‚Radiant Energy Vacuum’-Technologie für die Herstellung seiner Joghurtprodukte in Kanada. Als Gegenleistung für diese Exklusivität wird Ultima an EnWave eine nicht näher genannte Lizenzgebühr aus dem Großhandelspreis aller mittels EnWaves ‚REV’-Technologie hergestellten und verkauften Produkte entrichten. Ultima hat auch die Zusage gegeben eine vorerst kleine kommerzielle ‚REV’-Maschine zu erwerben. In Anlehnung an die Aufrechterhaltung der Lizenzexklusivität muss Ultima bis zum Ende des nächsten Jahres (2018) eine weitere, sogar größere ‚REV’-Maschine bestellen. Alle weiteren Konditionen des Abkommens werden vertraulich behandelt.


Ultima ist ein großes kanadisches Joghurtverarbeitungsunternehmen und ein Joint Venture Unternehmen der zwei größten Molkereigenossenschaften Kanadas, Agropur und Agrifoods. Ultima kann auf einen über 40 jährigen Erfahrungsschatz im Molkereibereich zurückgreifen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Longueuil (Quebec) beschäftigt landesweit mehr als 700 Mitarbeiter, die jedes Jahr über 100 Mio. Kilogramm an frischen Molkereiprodukten produzieren, die dann in ganz Kanada vertrieben werden.


Laut den Zwischenfinanzergebnissen für das abgelaufene Quartal erwirtschaftete EnWave konsolidierte Einnahmen in Höhe von 4.674.000 CAD. Dem gegenüber stand allerdings ein konsolidierter Nettoverlust in Höhe von 529.000 CAD. Die beiden größten Positionen, die ursächlich für den ausgewiesenen Verlust angeführt wurden, waren Kompensationsaufwendungen auf Aktienbasis in Höhe von 300.000 CAD und Tilgungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 206.000 CAD.


Im Gegenzug konnte sich das Unternehmen aber auch im abgelaufenen Quartal weiter im Markt positionieren und einige gute Verträge abschließen. So konnte eine große kommerzielle und eine kleine ‚REV’-Maschine an Pitalia S.A. in Costa Rica verkauft werden. Zudem wurde ein gebührenpflichtiges kommerzielles Lizenzabkommen mit Ashgrove Cheese Pty Ltd. in Verbindung mit einer Bestellung einer kleinen ‚REV’-Maschine zur Aufstellung in Australien abgeschlossen.


Darüber hinaus konnte ein gebührenpflichtiges kommerzielles Lizenzabkommen mit Amerikas führendem Snack-Hersteller Bare Foods Co. unterzeichnet und weitere Technologiebewertungs- und Lizenzoptionsabkommen mit sechs neuen potenziellen ‚Royalty’-Partnern abgeschlossen werden. Ein ebenfalls sehr interessantes Abkommen wurde mit dem US Army Natick Soldier R&D Center zur gemeinsamen Entwicklung von phytonährstoffreichen Feldrationen abgeschlossen, über das wir bereits berichteten.


EnWaves - https://www.youtube.com/watch?v=NXxBUqoj2r0&t=10s - ‚Radiant Energy Vacuum’- (‚REV’) Technologie hat sich mittlerweile sehr gut im Markt positioniert und kann noch weitere große Anteile sowohl in der Nahrungsmittel- als auch in der Arzneimitteltrocknungsbranche hinzugewinnen. Die Werthaltigkeit durch den Einsatz der ‚REV’-Technologie als Alternative zu konventionellen Möglichkeiten hat sich in vielen Marktsegmenten weltweit bewährt. Daher erwartet EnWave weitere Erfolge und damit weiteres Wachstum der ‚REV’-Technologie, in weltweiter Anwendung.





Viele Grüße


Ihr


Jörg Schulte








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