Kolumnist: Dominik Auricht

E.ON – Energieriese bietet Chancen




15.09.17 15:01
Dominik Auricht

„Der erste Herbststurm dieses Jahres könnte am Mittwoch einen Windstromrekord in Deutschland mit sich bringen. Sofern sich das Wetter wie vorausgesagt entwickelt, dürfte laut einer Prognose des Energiekonzerns E.ON Strom mit einer Kapazität von rund 39.000 Megawatt ins Netz eingespeist werden“ schrieb der Stern am Dienstag auf seiner Homepage. Rückenwind gab diese Nachricht der Aktie zwar nicht. Der Strategiewechsel der zurückliegenden Jahre sorgte jedoch dafür, dass der Anteilsschein in den vergangenen zwölf Monaten kräftig zulegte.

Nachdem die Bundesregierung nach dem Tsunami in Fukushima 2011 beschlossen hat, den hiesigen Kraftwerkbetreibern bei den Atomkraftwerken schrittweise den Stecker zu ziehen, schlitterten E.ON und Co in eine tiefe Krise. Die einstigen Energieriesen wurden zu einem Strategiewechsel gezwungen. E.ON beschloss die konventionellen Kraftwerke in der Tochter Uniper zu bündeln und brachte Uniper 2016 an die Börse. Der Fokus richtet sich künftig auf Energienetze, Kundenlösungen, erneuerbare Energien und die Stilllegung der Atomkraftwerke. Das Ziel: Bis 2025 werden 80 Prozent unserer installierten Kapazität aus erneuerbaren Quellen kommen.

Nicht nur strategisch sondern auch finanziell sieht sich der Konzern auf dem richtigen Weg. Im Frühjahr dieses Jahres sammelte E.ON über eine Kapitalerhöhung rund 1,35 Mrd. Euro ein und im Juni folgte die Rückzahlung der Brennelementesteuer inklusive Zinsen von rund 3,3 Mrd. Euro. Damit gelang eine deutliche Reduzierung der Schulden. „Wir haben den finanziellen Spielraum, um in neues Wachstum zu investieren“, erklärte Konzernchef Johannes Teyssen bei der Vorlage der Halbjahreszahlen.

Frei von Risiken ist der Titel jedoch nicht. Trotz des Rückgangs der Schulden, muss der Konzern noch einen Schuldenberg von über 20 Mrd. Euro schultern. Bisher steuert das Netzgeschäft einen Großteil des Konzerngewinns bei. Ein Rückgang in diesem Sektor könnte das Gesamtergebnis deutlich belasten. Sinkt der Gesamtmarkt könnte auch die Aktie von E.ON unter Druck geraten.

E.ON

  • Widerstände: 9,70/ EUR
  • Unterstützungen: 8,70/9,10 EUR

Die Aktie von E.ON bildet einen mittelfristigen Aufwärtstrend. Kurzfristig konsolidiert die Aktie nun auf die Unterstützungsmarke von EUR 9,10. Solange das Level hält besteht die Chance auf einen Rebound nach oben. Kippt die Aktie unter EUR 9,10 droht ein Rücksetzer bis EUR 8,10/8,70.

E.ON in EUR im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)


Betrachtungszeitraum: 25.08.2016 – 15.09.2017 Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

E.ON in EUR im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)


Betrachtungszeitraum: 16.09.2011 – 15.09.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Investmentmöglichkeiten

Inline-Optionsscheine zählen zu den exotischeren Optionsscheinen. Optionsscheine verbriefen das Recht, einen Basiswert bis zum Ende Laufzeit zum festgelegten Preis, dem Basispreis, zu kaufen (Call-Optionsschein) beziehungsweise zu verkaufen (Put-Optionsschein). Bei Inline- Optionsscheinen gibt es im Gegensatz zu klassischen Optionsscheinen zwei Knock-Out-Barrieren. Wird keine der beiden Knock-Out-Barrieren bis zum letzten Bewertungstag berührt oder verletzt, erhalten Anleger EUR 10. Andernfalls verfällt der Inline-Optionsschein umgehend wertlos.

Beispiel: Der Inline-Optionsschein auf die Aktie von E.On hat eine untere Knock-Out-Barriere bei EUR 8,00 und eine obere Knock-Out-Barriere bei EUR 11,00. Solange die Aktie die beiden Knock-Out-Barrieren nicht berührt oder unter- beziehungsweise überschreitet, erhalten Anleger am Laufzeitende EUR 10. Andernfalls verfällt der Inline-Optionsschein umgehend wertlos.

Inline-Optionsscheine auf E.ON für eine Spekulation auf eine Seitwärtsbewegung der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Untere Knock-Out- Barriere in EUR Obere Knock-Out- Barriere in EUR Letzter Bewertungstag
E.ON HW3U8L 7,18 8,00 11,00 13.12.2017
E.ON HW3ZFK 3,13 7.50 10,00 14.03.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 15.09.2017; 14:35 Uhr

  Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

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