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Kolumnist: Klaus Stopp

EZB spielt auf Zeit




07.09.17 11:45
Klaus Stopp

Heute ist es wieder mal soweit. Die Notenbanker der Europäischen Zentralbank (EZB) treffen sich unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Mario Draghi, um über die weitere Geldpolitik zu beraten und zu beschließen. Die Spannung vor der wie auch immer gearteten Entscheidung wächst, da Super Mario bereits im Vorfeld darauf hingewiesen hat, dass man im Herbst über die Wertpapierankäufe beraten werde. Inzwischen hat der Herbst zumindest aus meteorologischer Sicht bereits begonnen, aber aus der kalendarischen müssen wir noch etwas warten. Solche Gedankenspiele verdeutlichen in besonderer Art und Weise die Einschätzung der Analysten.


 


Fakt ist, dass das Umfeld für einen Beschluss zugunsten eines beginnenden Taperings nicht ideal ist und man deshalb den Untergrund noch entsprechend präparieren muss. Beim Tennis würde man das als „Zurechtlegen des Gegners“ bezeichnen. Denn schon jetzt bereitet die Aufwertung der gemeinsamen Währung gegenüber dem Greenback (2 ½-Jahreshoch) den Notenbankern Kopfschmerzen - und das könnte sich schnell zu einer Migräne auswachsen. Hat man früher stets bei einem schwachen Euro auf die Bevorteilung Deutschlands verwiesen, so wächst nun bei einer festeren Währung die Angst vor einem Abwürgen der Wirtschaft in den konjunkturell schwachen Ländern. Aber auch im Hinblick auf die nahende Bundestagswahl ist davon auszugehen, dass die EZB-Verantwortlichen noch keine feste Marschroute bekanntgeben werden.


 


Es wird also weiterhin auf Zeit gespielt. Bei einer anderen Sportart (Handball) wäre schon längst wegen Zeitspiel abgepfiffen worden, aber nicht an den Finanzmärkten. Jedoch wird Mario Draghi heute das Thema nicht einfach totschweigen können. Vielmehr muss er, um seine Glaubwürdigkeit zu erhalten, zumindest einen Ausblick in die nahe Zukunft geben. Doch mit welchen Hinweisen wäre das möglich? Zum Beispiel, dass man in einem ersten Schritt interne Gremien damit beauftragen wird, einen Plan zu erarbeiten, wie die Reduzierung der Wertpapierkäufe schonend für die Finanzmärkte zu gestalten wäre. Denn seitens der EZB möchte man bei der Lockerung der Zügel keine Marktverwerfungen erzeugen. Und um zugleich die mit den Hufen scharrenden Marktteilnehmer im Zaume zu halten, wird man nicht umhinkommen, den Finger zu heben und darauf hinzuweisen, dass man jederzeit in der Lage ist, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die Märkte zu zügeln.


 


Es gilt also auch heute, genau zuzuhören, wenn MD aus Rom kurz nach seinem 70. Geburtstag vor die Presse tritt und uns mit seiner Verklausulierung der Dinge beglücken will.


 


 


Die USA im Auge des Hurrikans


Den USA droht weiteres Ungemach. Nach Hurrikan Harvey, der vor allem in der texanischen Stadt Houston verheerende Schäden angerichtet hat, rast nun Irma auf Florida zu. Dieser gefährliche Tropensturm hat bereits mit Spitzenwind-Geschwindigkeiten von bis zu 360 km/h die Urlaubsparadiese St. Barth und St. Martin verwüstet und soll der stärkste Hurrikan sein, der je gemessen wurde. Um allein die Schäden von Harvey zu beseitigen, braucht Texas mindestens 100 Mrd. USD. Eine erste Hilfszahlung in Höhe von knapp 8 Mrd. USD hat US-Präsident Donald Trump bereits beantragt, jedoch wird das nur ein Tropfen auf einen heißen Stein sein.


 


Diese Finanzhilfe wäre allerdings problematisch gewesen, weil die USA voraussichtlich Ende September an ihre bisher festgelegte Schuldenobergrenze gestoßen wären. Jedoch wurde der US-Haushaltsstreit in der Nacht auf Mittwoch zunächst entschärft. Präsident Trump, der Unberechenbare, hat sich mit dem Kongress auf eine Zwischenfinanzierung bis zu 15. Dezember des Jahres geeinigt. Damit wurde ein „Government Shutdown" vorerst verhindert! Wäre das nicht gelungen, dann hätte sich die Situation aus dem Jahr 2011 wiederholen können, als langwierige Verhandlungen über die Erhöhung der Verschuldungsgrenze sowie die darauffolgende Abstufung der Bonität der USA zu einem Einbruch des S&P 500 Index um mehr als 15% geführt hatten.


 


Wahrscheinlich wäre diese Einigung ohne die Naturgewalten Harvey und Irma nicht so schnell möglich gewesen, denn bei diesen Gesprächen wurde auch die Nothilfe für die Opfer des Wirbelsturms Harvey geregelt. Dadurch wurde zumindest neben dem finanziellen Freiraum auch Zeit geschaffen, um neue Regelungen zu treffen, welche die Staatspleite im Dezember verhindern sollen.


 


Druck wurde hierbei sicherlich auch seitens der Rating-Agentur Moody's aufgebaut, die nach eigenen Worten mit dem Gedanken spielte, den USA das begehrte „AAA"-Rating zu entziehen. Sollte das Land nur einmal seine Schulden nicht bedienen, wäre die Top-Bonitätsnote nicht mehr zu halten, teilte Moody's hierzu mit. Es wäre dann auch unwahrscheinlich, dass das Land die Note wieder zurückbekomme, selbst wenn die Probleme gelöst seien.


 


Wie angespannt die Lage in den USA war, wurde aber auch am Geldmarkt deutlich. Dort musste am Dienstag die US-Regierung bei der Auktion von 4-Wochen-T-Bills einen Anstieg der Renditen von 0,96% in der Vorwoche auf 1,30% hinnehmen. Dies war deutlich mehr als Investoren dafür verlangten, Gelder für 3 Monate (1,02%) oder 6 Monate (1,115%) zur Verfügung zu stellen. Sicherheit bzw. Unsicherheit hat also doch ihren Preis! Nach den jüngsten Ereignissen hat sich die Rendite der 4-Wochen-Gelder wieder bei 1,0654% eingependelt.


 


 


Niedrigzins setzt kleine Banken unter Druck


Die Ertragssituation kleiner und mittelgroßer deutscher Banken ist aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase massiv unter Druck geraten. Wie eine Erhebung der Bundesbank ergab, gehen die Institute in den kommenden fünf Jahren von einer starken Belastung von Gewinn und Kapitalrentabilität aus.


 


Immerhin, laut Bundesbank sind die Institute in Bezug auf die Gesamtrentabilität nicht mehr so pessimistisch wie zuletzt noch vor zwei Jahren. Sie planen vielmehr, ihre Ausstattung mit hartem Kernkapital zu erhöhen und geben sich Fusionen gegenüber aufgeschlossen. Jedoch sei hierbei daran erinnert, dass zwei Lahme nicht wieder gehen und zwei Blinde nicht wieder sehen können.


 


Folgt man der Studie der Bundesbank weiter, prognostizieren die Banken einen Rückgang ihres Jahresüberschusses vor Steuern im Jahr 2021 von 9% gegenüber dem Wert von 2016. Parallel dazu gehen die Institute von steigenden Bilanzsummen aus, weshalb die Gesamtrentabilität um 16% auf 0,43% zurückgehen dürfte. Bei der vorangegangenen Umfrage im Jahr 2015 hatten Banken und Sparkassen noch mit einem Rückgang von 25% gerechnet.


 


Unterm Strich bewertet die Bundesbank die deutschen Banken als „überwiegend gut kapitalisiert“. Die Kapitalausstattung der meisten Institute helfe dabei, die negativen Effekte des Niedrigzinsumfelds abzufedern. Und noch lebt man von den Pfründen der Vergangenheit.


 


 


Schwellenländer fordern mehr Einfluss


Die als BRICS-Staaten organisierten großen Schwellenländer fordern von Europa und den USA mehr Mitsprache bei welt- und wirtschaftspolitischen Themen. Wie Chinas Präsident Xi Jinping beim jährlichen Gipfeltreffen der fünf Nationen China, Brasilien, Russland, Indien und Südafrika deutlich machte, wolle man in der Weltgemeinschaft künftig kräftiger mitmischen und mehr Einfluss nehmen.


 


Dazu wollen die BRICS-Staaten stärker als bisher in internationalen Institutionen vertreten sein. Denn Einrichtungen wie die Weltbank würden immer noch zu stark von den USA und Westeuropa bestimmt werden, so ihr Vorwurf. Dass sich die Länder im globalen Umgang nicht immer fair behandelt fühlen, machte auch Xi Jinpings Forderung nach einer gerechteren und vernünftigeren internationalen Ordnung deutlich.


 


Dabei nutzte er seinen Auftritt für einen Seitenhieb gegen protektionistische Tendenzen in den USA. „Multilaterale Handelsgespräche sind nur unter großen Schwierigkeiten vorangekommen und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ist auf Widerstand gestoßen“, beklagte Xi Jinping, der bereits beim jüngsten Weltwirtschaftsgipfel in Davos als Verteidiger des freien Welthandels aufgetreten war. Xi Jinping sagte, China werde mit gutem Beispiel vorangehen. Man wolle weiter weltweit investieren und ausländische Investitionen willkommen heißen. Allerdings zieht auch China selbst wegen seiner eigenen Handelspraktiken immer wieder massive Kritik auf sich, weil es ausländischen Investoren den Marktzugang erschwert.


 


Um der Dominanz des Westens etwas entgegenzusetzen, erwägt der BRICS-Finanzausschuss die Schaffung einer gemeinsamen virtuellen Währung. Daher soll eine BRICS-Kryptowährung entwickelt werden, die dazu beitragen könnte, den US-Dollar und andere Währungen als Handelswährung unter den BRICS-Schwellenländern abzulösen. Die BRICS-Staaten sehen außerdem eine Umstellung ihres Außenhandels auf lokale Währungen mit dem chinesischen Yuan als Leitwährung vor. Die von den BRICS-Staaten 2014 ins Leben gerufene New Development Bank (NDB) soll diesen Prozess anführen.


 


 


Die Sommerpause ist vorbei


Endlich, wird sich so mancher Investor denken, neigt sich die Sommerpause dem Ende entgegen und die Unternehmen starten Ihre Aktivitäten in Bezug auf die Begebung von Neuemissionen. Der September hatte sich in den letzten Jahren zu einem besonders starken Emissionsmonat entwickelt und der Auftakt ist vielversprechend. So besorgten sich mit Daimler, Glaxosmithkline Capital, Telefónica Emisiones S.A.U. und Valeo gleich vier in der Branche bekannte Unternehmen frische Gelder am Kapitalmarkt. Wie günstig für CFOs die Refinanzierungsmöglichkeiten momentan sind, verdeutlicht die Tatsache, dass der Pool der Unternehmensanleihen mit Negativrenditen ein Sechs-Monats-Hoch erreichte.


 


Den Auftakt machte Daimler mit einem 500 Mio. € schweren Bond (A19NY8) der am 13.09.2021 fällig wird. Die Anleihe ist mit einem jährlichen Zins von 0,20% ausgestattet und wurde zu 99,857% begeben, was einem Emissionsspread von +22 bps über Mid Swap gleichkam. Als besonders attraktiv für Privatanleger kann die von Daimler gewählte Mindeststückelung von 1.000 € angesehen werden.


 


Glaxosmithkline Capital erfreute die Investoren mit 3 Anleihen mit Laufzeiten von 3, 9 sowie 12 Jahren und einer Mindeststückelung von 100.000 €. Insgesamt platzierte das Pharmaunternehmen aus Großbritannien 2,4 Mrd. € und ließ sich bei allen 3 Anleihen ein optionales Kündigungsrecht jeweils einen bzw. drei Monate vor Laufzeitende zu je 100% einräumen. Der 3-jährige Bond (A19NX8) ist am 12.09.2020 fällig und wurde als Zerobond zu 99,958% begeben, was einem Spread von +12 bps über Mid Swap entsprach. Das optionale Kündigungsrecht ist bei diesem Bond auf den 12.08.2020 und somit einen Monat vor Endfälligkeit datiert. Die beiden weiteren Anleihen sind jeweils drei Monate vor Fälligkeit seitens Glaxosmithkline Capital kündbar. Die zweite Tranche (A19NX9) mit Fälligkeit am 12.09.2026 zahlt dem Investor jährlich 1% Zinsen. Der Reoffer lag bei 99,906% (+35 bps über Mid Swap). Die 12-jährige Anleihe (A19NYA), mit einem Kupon in Höhe von 1,375% jährlich, läuft bis zum 12.09.2029. Ausgegeben wurde das Papier zu 99,474% (+45 bps über Mid Swap).


 


Als Dritter im Bunde legte Telefónica Emisiones S.A.U. einen 11-jährigen Bond (A19NYC) mit einem Emissionsvolumen von 1,25 Mrd. € auf. Fällig ist das Papier am 12.01.2028. Der Telekommunikationsdienstleister mit Sitz in Spanien zahlt für die Aufnahme des Kredits am Bondmarkt jährlich 1,715% Zinsen an die Investoren. Der Emissionspreis belief sich auf 100,003%, was ein Spread von +90 bps über Mid Swap bedeutete. Telefónica ließ eine Make Whole Option in die Anleihebedingungen aufnehmen und legte die Mindeststückelung auf 100.000 € fest.


 


Als Letzter im Bunde reihte sich Valeo ein und begab eine Anleihe (A19NX7) mit einem Volumen von 600 Mio. €. Der französische Automobilzulieferer stattete den Bond mit einem Zins von 0,375% aus, welcher bis zur Fälligkeit am 12.09.2022 jährlich gezahlt wird. Emittiert wurde zu 99,941% (+25 bps über Mid Swap). Die Anleihe ist ebenfalls mit einer Make Whole Option und einer Mindeststückelung von 100.000 € ausgestattet. Zusätzlich hat Valeo ein Kündigungsrecht für den 12.06.2022 zu pari festschreiben lassen.


 


 


Im Zeichen des Roll-Over


Viermal im Jahr müssen sich die Rentenhändler mit einem neuen Kontrakt auseinandersetzen und hierbei den mathematischen Besonderheiten viel Beachtung schenken. So auch in diesem Fall. Am heutigen Donnerstag endet der Handel im alten September-Kontrakt um 12:15 MEZ. Bereits seit Wochenbeginn wurden verstärkt die Future-Positionen in den neuen Kontrakt gerollt. Die Unterschiede zwischen „Neu“ und „Alt“ belaufen sich im Buxl- auf ca. -1,56 BP, beim Bund- auf ca. -2,88 BP, beim Bobl auf ca. -1,62 BP und beim Schatz-Future auf ca. -0,10 BP. In der Vergangenheit hat ein solches Gap oftmals dazu geführt, dass sich der neue Kontrakt aufmachte, den Stand des alten wieder zu erreichen bzw. zu übertreffen.


 


Doch solche „Bauernregeln“ sind nicht immer verlässlich und deshalb sollte man die Chartanalyse zu Rate ziehen. Die erste Unterstützungslinie verläuft im Dezember-Kontrakt aktuell bei 162,13% und eine weitere bei 161,76%. Nach oben geblickt sind Widerstandslinien bei 162,67 und 163,52% auszumachen. Jedoch sind auch die alten und durchaus bekannten Einflussfaktoren, wie beispielsweise Nordkorea-Konflikt, Außenwert des Euros und nicht zuletzt die Entwicklung an den Aktienmärkten, in den kommenden Wochen die für die Marktentwicklung relevanten Größen. Aktuell notiert das Sorgenbarometer bei 162,28%.


 


 


Bundesobligation 176 war wieder gesucht


In dieser feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche mussten sich US-Investoren mit der Emission von T-Bills im Volumen von 92 Mrd. USD zufriedengeben. Hierbei wurden die üblichen Laufzeiten aufgelegt und erst in der kommenden Woche stehen auch wieder Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren auf der Agenda.


 


In Euroland waren mit Frankreich, Deutschland und Spanien drei in der WM-Qualifikation gut positionierte Länder am Kapitalmarkt aktiv und wurden durch ein diesbezüglich fast gescheitertes Österreich ergänzt. Österreich stockte bereits am Dienstag zwei Altemissionen (A19GCS / 2027 ; A0G4X4 / 2037) auf und zur Wochenmitte folgte Deutschland. Für die fünfjährige Bundesobligation Serie 176 (114176) wurden insgesamt Zeichnungsaufträge über nominal 3,937 Mrd. € abgegeben und bei einem angestrebten Aufstockungsbetrag von 3 Mrd. € wurden fast 2,5 Mrd. € mit einer Durchschnittsrendite von -0,36% zugeteilt. Der Differenzbetrag wurde zur Marktpflege zurückbehalten. Am heutigen Donnerstag gesellen sich mit Frankreich und Spanien noch zwei weitere Staaten zu der Gruppe der Emittenten. Paris erhofft sich hierbei Nachfrage nach drei Altemissionen (A19FUW / 2027 ; A18Z4K / 2036 ; A1AJL2 / 2060) und Spanien bei weiteren vier Bonds (A19B40 / 2022 ; A19KVL / 2027 ; A19DZD / 2033 ; A19G01 / 2027). Insgesamt wurden mit diesen Maßnahmen in dieser Woche ca. 17 Mrd. € refinanziert und Rückzahlungen standen keine an.


 


 


Franken als Krisenwährung


Die europäische Gemeinschaftswährung konnte ihre jüngste Kursrallye nicht weiter fortsetzen. Nachdem der Euro in der Vorwoche die wichtige Marke bei 1,20 USD überwinden konnte und kurzzeitig gar bei 1,2070 USD gehandelt wurde, konnte er im weiteren Handelsverlauf dieses Niveau nicht mehr halten.


 


Seit diesem Zeitpunkt bewegt sich die Einheitswährung seitwärts und tritt etwas auf der Stelle. Trotz der weiterhin sehr angespannten Nordkorea-Situation und der damit verbundenen geopolitischen Unsicherheit bewegte sich der Euro in den vergangenen Handelstagen in einer relativ engen Bandbreite zwischen 1,1823 USD und 1,1980 USD. Doch dies könnte sich wieder sehr schnell ändern, denn am heutigen Donnerstag steht turnusgemäß das EZB-Ratstreffen an. So üben sich die Marktteilnehmen in Geduld und warten sehr gespannt auf die anschließende Pressekonferenz und die Ausführungen von EZB-Chef Mario Draghi zur künftigen Geldpolitik. In der Folge könnte es am Devisenmarkt zu größeren Marktbewegungen kommen, aber noch handelt der Euro im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung wenig verändert bei ca. 1,1940 USD.


 


Die sich zuspitzende Lange zwischen Nordkorea und den USA ließen die Anleger in sichere Häfen flüchten. Davon war insbesondere der Schweizer Franken betroffen. Im Vergleich zum US-Dollar konnte der Franken deutlich zulegen und notierte Ende August mit 0,9429 CHF auf einem 12-Monats-Hoch. Zum Euro ist die Entwicklung des Franken genau entgegengesetzt. So stieg der Euro Anfang August bis auf 1,15380 CHF und notierte damit so hoch wie zuletzt am 15. Januar 2015, als die Schweizerische Notenbank (SNB) die Abkopplung des Franken vom Euro bekanntgab. Inzwischen notiert die Einheitswährung allerdings wieder etwas schwächer bei 1,1405 CHF.


 


Auch die vergangene Berichtswoche war gekennzeichnet durch zurückhaltende Handelsaktivitäten. Hervorzuheben sind trotzdem Währungsanleihen lautend auf US-Dollar, norwegische Kronen, australische Dollar sowie russische Rubel, bei denen eine gewisse Umsatztätigkeit zu registrieren war.


 


 


Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank AG. www.bondboard.de


 


 


Disclaimer


Die Baader Bank AG ist eine der führenden Investmentbanken für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten.


Als Market Maker ist die Bank für die börsliche und außerbörsliche Preisfindung von über 800.000 Finanzinstrumenten verantwortlich.


Im Investment Banking entwickelt sie Finanzierungslösungen für Unternehmen und bietet institutionellen Anlegern umfassende Dienstleistungen beim Vertrieb und dem Handel von Aktien, Anleihen und Derivaten.


 


Herausgeber:


Baader Bank AG


Weihenstephaner Str. 4


85716 Unterschleißheim


Deutschland


www.baaderbank.de


 


Redaktion:


Robert Halver,


Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank AG


Marc Schlömer, Kapitalmarktanalyse, Baader Bank AG


 


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