EUR/USD: Euro trotz Wachstumssorgen gefragt




17.04.18 10:10
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Eigentlich müsste derzeit Einiges gegen den Euro sprechen, so die Analysten der Deutschen Bank im Kommentar zum EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275).


 


Zum einen scheinen sich die Stimmen derjenigen zu mehren, die ein sich verlangsamendes Wachstum für die Eurozone prognostizieren, berichten die Analysten der Deutschen Bank weiter. So habe sich etwa vorgestern ein Beitrag in der Financial Times auf ein Echtzeitmodell (Fulcrum Nowcast) bezogen, welches das überraschend starke Wachstum im vergangenen Jahr schon recht frühzeitig erkannt haben solle und nun - ganz im Gegensatz zum optimistisch klingenden Protokoll der EZB-Sitzung und deren ökonomischem Bulletin vom März - von einer deutlichen Abschwächung des Wachstums ausgehe. Selbst für Deutschland solle dieses nur noch 1,0 Prozent (Eurozone 1,2 Prozent, nach einem Wert von noch 3,5 Prozent per Ende 2017) betragen. Auch wenn die Ursachen für diese Wachstumsschwäche noch unklar sind, beschäftigt diese die Kommentatoren bereits seit einigen Wochen, und auch eine Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen sah gestern für die Jahre 2019 und 2020 Deutschland dem Wachstum der Eurozone hinterherhinken, so die Analysten der Deutschen Bank.


 


Allerdings dürften diese getrübten Wachstumsaussichten nicht auf die Eurozone als lokales Phänomen begrenzt bleiben. Davon scheinen auch die Halter der Short-Positionen in US-Dollar auszugehen, die nach Berechnungen der CFTC an der Chicagoer Futures-Börse in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit August 2011 erreicht haben, berichten die Analysten der Deutschen Bank. Eine Wette, die möglicherweise alleine aus Sicht der kurzfristigen Zinsentwicklungen nicht aufgehen dürfte. Denn selbst wenn die US-Notenbank in diesem Jahr nur auf insgesamt drei Zinsschritte (die Analysten würden mit vier Erhöhungen rechnen) kommen sollte, sei dies immer noch mehr, als man etwa von der Bank von England, von der die Analysten in diesem Jahr mit einer einzigen Zinserhöhung im Mai rechnen würden, oder von der EZB oder der Bank of Japan erwarten könne.


 


Am Ende bleibe für den gestrigen Handelstag jedenfalls festzuhalten, dass das Argumentarium für viele Marktteilnehmer derzeit sogar auf mittelfristige Sicht so unklar sei, dass der Euro nach wie vor (allerdings stabil) in seiner Konsolidierungszone zwischen 1,2155 und 1,2555 verharren müsse. Am gestrigen Kursgewinn des Euro hätten übrigens die etwas besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze (Kernrate wie prognostiziert) in den USA nichts ändern können. (17.04.2018/ac/a/m)







 
 
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