EUR/JPY: Ausblick für Yen bleibt trübe




17.04.18 14:21
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Im März fiel der EUR/JPY-Wechselkurs (ISIN: EU0009652627, WKN: 965262) auf sein bisheriges Jahrestief von 128, so die Analysten der DekaBank.


 


Davon habe er sich aber bis in die erste Aprilwoche hinein wieder erholt. Die Wechselkursentwicklung sei begleitet worden von soliden Wirtschaftsdaten aus Japan. Die Inflationsrate sei zum vierten Mal in Folge angestiegen und liege nun bei 1,5%. Die Arbeitslosenquote sei zwar leicht angestiegen, aber bei einem Niveau von 2,5% sei der Arbeitsmarkt weiterhin in einer sehr guten Verfassung. Der Zentralbankpräsident Kuroda habe Anfang April erneut die Bereitschaft der Bank of Japan zum Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik signalisiert, in dem er auf zentralbankinterne Diskussionen verwiesen habe, in denen bereits unterschiedliche Ausstiegsszenarien durchgespielt worden seien. Die Analysten der DekaBank würden nicht davon ausgehen, dass die Bank of Japan angesichts der sehr hohen Staatsverschuldung die EZB beim Ausstiegsrennen überhole. Daher dürfte der Yen in diesem Jahr keinen nachhaltigen Aufwertungstrend einschlagen.


 


Charttechnik: EUR/JPY habe einen Teil seiner starken Abwärtsbewegung (137,50 bis 128,95) wieder korrigieren können. Wochenschlusskurse oberhalb der 133,05 dürften Raum in Richtung 134,50 eröffnen. Darüber warte das 2018er High bei 137,50. In südliche Richtung würden Wochenschlusskurse unterhalb von 131,35 das Euro Bild eintrüben. In der Folge wäre hier ein Test der 128,90 wahrscheinlich.


 


Perspektiven: Der Yen habe gegenüber dem Euro im Jahresverlauf 2017 an Wert verloren. Der Ausblick für die japanische Währung bleibe trübe. Eine nachhaltige Aufhellung der Wachstumsperspektiven sei nach wie vor nicht in Sicht. Denn Premierminister Abe zögere weiter, mit echten Strukturreformen den zentralen Bereich seiner "Abenomics" in Angriff zu nehmen. Die Notenbank sei mit ihrer expansiven Geldpolitik mittlerweile ein wesentlicher Anker der Volkswirtschaft. Je länger die Strukturreformen und die Schuldenkonsolidierung hinausgeschoben würden, desto größer werde die Abhängigkeit von der lockeren Geldpolitik und desto schwerer werde der Ausstieg aus diesem monetären Umfeld. Für eine nachhaltige Gesundung der Volkswirtschaft sei - neben Strukturreformen - eine Normalisierung der Geldpolitik unerlässlich. (17.04.2018/ac/a/m)







 
 
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