EUR/GBP: Britische Währung sucht nach neuem Gleichgewicht




17.04.18 14:14
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Fortschritt in den Brexit-Verhandlungen hat dem britischen Pfund eine Atempause verschafft, so die Analysten der DekaBank.


 


Die Währung habe gegenüber dem Euro in Richtung 0,86 aufgewertet und damit das stärkste Niveau seit den Parlamentswahlen im Juni 2017 erreicht. Entscheidend seien allerdings nicht nur die Einigung auf eine Übergangsphase und auf die wesentlichen "Scheidungsmodalitäten" wie das EU-Bürgerrecht und die finanziellen Verpflichtungen gewesen. Vielmehr habe die Bank of England (BoE) in dieser Phase der Entspannung die Erwartungen geschürt, dass ein nächster Zinsschritt bereits im Mai folgen könnte. Angesichts dieser Entwicklungen sei die jüngste Aufwertung dann auch als moderat zu bewerten. Zuletzt hätten die Wirtschaftsdaten leicht enttäuscht, eine Abschwächung sei aber aufgrund der ungünstigen Witterung erwartet worden. Der Arbeitsmarkt habe eine kleine Delle von Ende 2017 schnell wieder wettmachen können. Dies dürfte die BoE auf Kurs für einen Zinsschritt im Mai halten. Diese Aussicht sollte das Pfund kurzfristig unterstützen, auch wenn die weiteren Brexit-Verhandlungen weiterhin für Volatilität sorgen könnten. 


 


Charttechnik: EUR/GBP (ISIN: EU0009653088, WKN: 965308) habe mit Bruch der 0,8700er Marke die Chancen für das britische Pfund verbessert. So sollten Wochenschlusskurse unterhalb von 0,8655 das Bild für den Euro weiter eintrüben und in diesem Fall wäre ein Test in Richtung 0,8500 nicht ausgeschlossen. Erst ein nachhaltiger Anstieg über 0,8700/40 sollte den entstandenen schwächlichen Euro Eindruck wieder relativieren. 


 


Perspektiven: Das britische Brexit-Referendum habe das Pfund bereits seit Ende 2015 stark abwerten lassen. Nun, im Brexit-Prozess, suche die Währung nach einem neuen Gleichgewicht. Hohe Schwankungen und ein Abwertungsrisiko würden ständige Begleiter bleiben. Aufgrund großer politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit über die zukünftigen britischen Handelsbeziehungen zur EU dürfte das Pfund deutlich schwächer notieren als vor dem Brexit-Referendum (damals unter 0,80 EUR-GBP) und in den kommenden zwei Jahren zwischen einem EUR/GBP-Kurs von 0,85 und 0,95 schwanken - je nach Verlauf der Austrittsverhandlungen. Bei solidem Wachstum und Arbeitsmarkt bewege sich die Bank of England aber schon jetzt auf eine weitere Zinsanhebung auf 0,75% zu. (17.04.2018/ac/a/m)







 
 
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