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Kolumnist: Admiral Markets

EURUSD-Analyse: Deutschland und Frankreich schwächeln




12.09.18 15:01
Admiral Markets

Die beiden Motoren der europäischen Wirtschaft Frankreich und Deutschland stagnieren aktuell mehr, als das Sie wachsen. Dies lässt sich insbesondere auch in den nationalen Indizes ablesen, die seit Wochen keine signifikanten Steigungen mehr zu verzeichnen haben. Ob dies langfristige Gründe hat und sich auswirken wird, zeigen die kommenden Wochen.


Nun aber zu unserer Technischen Analyse:


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Rückblick (05.09.2018 - 11.09.2018)


Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1593 und damit gut 80 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR sackte am Mittwoch, wie fünf Handelstage zuvor auch, zunächst ab, konnte sich aber im Bereich der 1,1550/45 stabilisieren und dann deutlicher erholen. Im Zuge dieser Erholung stieg er bis Donnerstagnachmittag an die 1,1654, kam hier aber nicht weiter. Am Freitag erfolgte dann der nächste Versuch, das Level zu überwinden, aber auch diesmal waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Am Freitag kam es dann zu einem deutlichen Rücksetzer der bis zum Wochenschluss an die 1,1552 ging. Zu Wochenbeginn setzte sich die Schwäche zunächst leicht fort. Der EUR bildet bei 1,1525 sein Tief im Betrachtungszeitraum aus. Von hier ging es dann am Montagvormittag zu einer deutlicheren Erholung. Diese ging bis über die 1,16000, allerdings rutschte der EUR im Späthandel am Montagabend wieder etwas ab. Am Dienstag ging es dann zunächst weiter aufwärts, aber auch hier ging es nicht weiter als an die 1,1644. Von hier aus ging es wieder unter die 1,16000.


Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt unter dem Hoch der Vorperiode und unter der 1,17000. Der EUR hat es nicht geschafft, sich in den letzten Handelstagen wieder über die 1,17000 zu schieben. Das Tief lag knapp unter dem Niveau der Vorperiode. Der EUR konnte damit in den letzten 15 Handelstagen die 1,1530/25 dreimal als US für eine Erholung nutzen. Der Wochenschluss lag unter dem Level der Vorperiode und unter der 1,1600. Sehr eng war in den letzten fünf Handelstagen die Range von nur noch 129 Pips.


Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1647/49 weiter bis an die 1,1664/66 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde jedoch deutlich verfehlt, das Setup hat damit auf der Oberseite nicht optimal gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1542/40 knapp unter unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1531/29. Es hat aber die Annahme gestimmt, dass es in diesem Bereich zu einer größeren Erholung kommen könnte, was sich eingestellt hat. Damit hat das Setup auf der Unterseite gut gepasst.


  • Wochenhoch*: 1,1654 Vorwoche 1,1717
  • Wochentief*: 1,1525 Vorwoche 1,1529
  • Wochenschluss: 1,15520 Vorwoche 1,1600
  • Wochen-Range*: 129 Pips Vorwoche 188 Pips




Wie könnte es weitergehen?


  • EUR/USD-WS: 1,1617/24/53/72......1,1703/33/57....1,1802.....1,1912.....1,2036/90
  • EUR/USD-US: 1,1585/71/29/05....1,1464/37......1,1380/55/34/13/01.....1,1257/41

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.





Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:


Chartcheck:


Um es kurz zu machen. Der EUR ist in den letzten fünf Handelstagen nicht wesentlich weitergekommen. Im Daily ist gut zu erkennen, dass der EUR seit Tagen zwischen der EMA50 und EMA20 verkeilt ist. Zwar hat die EMA20 sich wieder nach oben gerichtet, dennoch könnten größere Bewegungen erst mit einem Überwinden der EMA50 auf der Oberseite oder dem Unterschreiten der EMA20 auf der Unterseite anstehen.


Schafft es der EUR über die EMA50, so könnte er dann übergeordnet erneut das Level bei 1,1710/30 anlaufen. Hier verläuft ein starker Widerstand, an dem das Währungspaar bereits mehrmals gescheitert ist. Denkbar ist somit, dass es hier zu erneuten Rücksetzern kommen könnte, sollte der EUR dieses Level anlaufen. Wird die 1,1710/30 aber mit Dynamik und mit Momentum erreicht, so könnten auch durchaus die 1,1750/70 erreicht werden. Rutscht der EUR unter die 1,1500 und bestätigt er das auf Tagesschlussbasis, so könnten sich erneute und weitere Rücksetzer bis an die 1,1435/1,1300 einstellen.


Fazit: Wir können das Fazit aus dem letzten Setup erneut nutzen, da sich übergeordnet nicht viel geändert hat. Vorstellbar ist, dass der EUR in den kommenden Handelstagen zunächst seitwärts laufen könnte. Die Box muss dabei nicht sonderlich groß sein. Auf der Oberseite könnten die 1,1730/50/70 die Marke sein, an denen sich Abpraller einstellen, auf der Unterseite könnten die 1,1520/1,1490 eine belastbare Unterstützung sein.





Rahmenbedingungen:


Der EUR hat zu Wochenbeginn insbesondere von dem Gerücht profitiert, dass der Brexit jetzt doch nicht hart wird, vielleicht auch gar nicht kommt. Das war aber zunächst ein kleines Strohfeuer, was aber schnell wieder erloschen ist. Fakt ist, dass alles darauf hinauslaufen könnte, dass die Briten ohne Vereinbarung die EU verlassen könnten. Da dies ein Präzedenzfall ist, weiß keiner welche Konsequenzen das haben wird. Ob die LKW´s vor der Grenze stehen bleiben, oder keine Flugzeuge mehr landen dürfen ist zwar ein denkbares Szenario, das größte Problem wird aber Irland und die dortige Grenze sein. Hier werden sich die Konsequenzen des Brexits am deutlichsten zeigen.


Die Mid Term Wahlen in den USA stehen in weniger als zwei Monaten an. Beiden Parteien bringen sich in Position. Eigentlich sollte der Wahlausgang klar sein. Aber auch die Wahl von Donald Trump war im Vorfeld als undenkbar angesehen worden. Somit sind Prognosen eigentlich unmöglich. Sollten sich die Republikaner durchsetzen, dürfte das für die nächsten zwei Jahre eine weitere Verschärfung des Handelsstreits bedeuten und auch nichts Gutes für die globale Konjunktur. Unabhängig wie das Ergebnis der Wahlen ausgehen wird, die Währungspaare könnten bei der Bekanntgabe der Wahlergebnisse eine hohe Volatilität abbilden.


Wir gehen nicht davon aus, dass der EUR am Donnerstagnachmittag eine größere Schwankung aufweisen wird. Die EZB wird nichts an den Zinsen machen und das Auslaufen des Aufkaufprogramms bestätigen. Unabhängig davon, dass die Inflation in einigen Ländern an Dynamik gewonnen hat, dürfte es bei der ultra-lockeren Zinspolitik bleiben.





Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:


Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1580 zu halten und zu stabilisieren. Gelingt dies so könnte der EUR dann versuchen, die 1,1604/06, die 1,1620/22 und dann die 1,1634/36 bzw. die 1,1642/44 zu erreichen. Vorstellbar ist, dass der EUR im Bereich der 1,1636/44 zunächst nicht weiterkommen könnte. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch erneut beendet. Wird das Level aber dynamisch und mit Momentum angelaufen, so könnte der Index dann die 1,1652/54, die 1,1665/67 und dann die 1,1679/81 erreichen. Über der 1,1679/81 wären die nächsten Anlaufmarken dann bei 1,1692/94, bei 1,1703/05, bei 1,1717/19 und dann bei 1,1730/33 zu suchen. Sollte der EUR bis an die 1,1719/33 laufen, so ist denkbar, dass sich auch hier wieder Rücksetzer einstellen, bzw. die Aufwärtsbewegung beendet ist. Sollte es über die 1,1730/33 gehen, so könnte der EUR noch die 1,1742/44, die 1,1751/53 und dann die 1,1764/66 anlaufen.


Kann sich der EUR nicht über der 1,1580 etablieren, so könnten die Rücksetzer zunächst bis an die 1,1563/61 und dann an die 1,1555/53 gehen. Im Bereich der 1,1555/53 hat der EUR gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so könnte der EUR dann die nächsten Anlaufmarken bei 1,1542/40 und dann bei 1,1531/29 erreichen. Speziell bei 1,1531/29 hat der EUR gute Chancen auf Erholung. Wird der Bereich bei 1,1531/29 aber mit Momentum und mit Dynamik angelaufen, so könnte er dann die 1,1517/15, die 1,1505/03 und bzw. die 1,1500/1,1498 erreichen. Unter der 1,1500/1,1497 wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1486/84, bei 1,1473/71 bei 1,1458/56 und dann bei 1,1445/43 zu suchen.


Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts





Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:


  • 13.09.2018: EUR – EZB Zinsentscheid
  • 13.09.2018: USA – Inflationsrate
  • 14.09.2018: USA – Einzelhandelsverkäufe
  • 14.09.2018: USA – Verbraucherstimmung






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► RISIKOWARNUNG ◄ Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 85 Prozent der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.


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Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.


Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:


Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!


Jens Chranowski


Ihr Jens Chrzanowski Admiral Markets Group AS Member of the Management Board, Co-CEO


Über das Unternehmen:



Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers „Trading for everyone“ setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.


Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.


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